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Projekt RealTheater - WORK IN PROGRESS Wir finden viele Gedanken auf dieser Seite zu wichtig, als dass sie, weil teils noch nicht korrekt geordnet und ausformuliert, auf privaten Festplatten schlummern sollten. Es geht uns bezüglich manch neuer Worte und Sätze schlicht um eine via Google auffindbare Präsenz im Web für Gleichgesinnte. Im übrigen lässt es sich momentan noch nicht vermeiden, dass manchmal Dinge wiederholt angesprochen werden. Wer Rechtschreibfehler oder Logikfehler findet, der darf sie melden. Die vernetzte und verlinkte Form des Internets in der hier veröffentlicht wird, entspricht der Art des Gehirns besser als ein lineares Schreiben. Dennoch kann es sein, dass aus dem kompletten Material künftig ein Buch und eBook wird: „RealTheater – Wirklichkeit a la carte – Einstieg in eine selbstkonstruierte Realität“ ..................................................................................................................................................................... Wie kann man sich
RealTheater vorstellen? Hape Kerkeling klagte 2009 in einem Interview bei Spiegel Online (1), dass ihm die Geschichte mit seiner Kunstfigur "Horst Schlämmer" langsam zu entgleiten droht und er deshalb, diese in den Medien sehr bekannte Rolle wieder los werden möchte. Was war passiert?
Zunehmend wurde nicht Hape Kerkeling selbst zu öffentlichen
Veranstaltungen eingeladen, sondern seine Kunstfigur Horst Schlämmer.
Es wurde von ihm also die Verkleidung und das Rollenspiel gefordert. Dem
intelligenten und eloquenten Hape Kerkeling ging auf die Dauer die grobschlächtige
Art seiner gespielten Figur auf die Nerven. Weiterhin baggert Horst Schlämmer
im Gegensatz zu Hapes sexueller Orientierung andauernd Frauen an. Horst
Schlämmer wurde, auch durch den Kinofilm „Isch kandidiere“(1)
(2)
eine Person, die in der deutschen Öffentlichkeit langsam bekannter
wurde als Hape Kerkeling selbst. Um dieses Thema weiter zu vertiefen, stelle man sich nun einmal vor, dass Hape Kerkeling, in der von ihm selbsterschaffenen Charakterrolle des "Horst Schlämmer", zusammen mit Olli Dittrich in seiner ebenfalls selbstgeschaffenen Rolle des "Dittsche" (1) und Anke Engelke in ihrer selbstkonstruierten Rolle als "Anneliese" (1) in einer Wohngemeinschaft zusammen leben würden. Alle drei würden zum persönlichen Spaß, oder wegen eines wichtigen wissenschaftlichen Projektes (z. B. im "Big Brother Ambiente" von Kameras beobachtet), es auf sich nehmen, diese drei Rollen im vollen Ernst eine Woche lang miteinander zu spielen. Sie würden also die ganze Zeit als diese Rollen miteinander leben. (Alle drei Schauspieler sind Improvisationstalente: Dittrich und Engelke wurden z. B. für die Reihe "Blind Date", eine Improvisation in Spielfilmlänge (1) mit dem Grimme Preis ausgezeichnet.) Wichtig ist es zu verstehen dass diese 3 Rollen während der gemeinsamen Woche improvisierend gespielt werden und keinen fertigen Text haben. Es handelt sich also weitgehend nicht um eine Rolle mit Drehbuch und auswendig gelernten Texten, wie im Kino, Theater oder Krimi. Improvisierte Rollen, sind Rollen, die lediglich mit feststehender Ausgangsrolle und Anfangsszene, ab dem Start frei improvisierend ins reale Leben geschickt werden. Also eine Rolle, die letztlich so reagiert, wie Du und ich, mit dem einzigen Unterschied dass nun die "Ich-Rolle" nicht historisch und kausal gewachsen ist (das was wir real nennen), sondern frei, künstlerisch erfunden und konstruiert wurde. Warum liebt das Publikum gut gespielte Avatare bzw. „Alter Egos“ wie Horst Schlämmer, Dittsche, Anneliese? Weil Avatare im Gegensatz zu "normalen" Menschen eine Spielrolle verkörpern. Eine Spielrolle hat mehr Freiheit und ist im sozialen Handeln freier und weniger angreifbar. Sogar ein ernster verbaler Angriff der Spielrollen untereinander bleibt dennoch Spiel. Avatare verbreiten sogar die Aura des Spiels um sich herum, die den üblichen tierischen Ernst auch in ihrem Umfeld untergräbt (besonders für alle die eingeweiht sind, dass dieser Mensch in der üblichen Definition "nicht echt" ist). Man stelle sich nun noch eine weitere Intensivierung dieses Projektes
vor: Horst Schlämmer, Dittsche und Anneliese würden 4 Monate
lang Tag und Nacht als ihre Kunstfiguren in einem „Big Brother Haus“
leben. Dies wäre prinzipiell möglich. Nach etwa vier Monaten
wird durch normale psychologische und soziale Prozesse eine Rolle unwirklich,
wenn man sie nicht mehr lebt und erneuert (hier z. B. Hape Kerkeling)
und gleichzeitig bekommt nach dieser Zeit eine neue Rolle "dominante
Realität" wenn man diese etwa 4 Monate täglich durchgehend
lebt... (z. B. Horst Schlämmer). Was ist der Unterschied, wenn man eine Figur „spielt“,
oder wenn man eine Figur „ist“? (Hape Kerkeling sagte zu seiner
Rolle des Horst Schlämmer: "Es ist eine Rolle. Ich bin immer
auf einer Meta-Ebene derjenige, der die Marionette bewegt... Mit Schlämmer
kann ich Dinge tun und sagen, die ich sonst nie wagen würde. Das
war bisweilen schon befreiend."(1)) "Der
Mensch ist nur Mensch, wenn er spielt." Dieser Gedankengang, der es verdient hätte auf den Titelseiten
unserer Medien zu stehen, ist sehr wichtig, da er die Weltwahrnehmung
komplett verändert. Man könnte fast von zwei Parallelwelten
sprechen. Die Tatsache ob man etwas spielt (ob man also aktiv wählen
kann und selbst Regie über sich führt) oder ob man etwas „ist“
(ob man unveränderlich auf „Autopilot“ gestellt und sich
in einer Art Schiene oder an "Marionettenschnüren" bewegt,
und so seinen vergangenheitsgesteuerten Film ablebt) verändert die
ganze Welt, die ganze Wirklichkeit. Schicksal oder kreative Freiheit das
ist die Frage! Den Spielern (Engelke, Kerkeling, Dittrich) der Figuren (Anneliese,
Schlämmer, Dittsche) wäre bewusst, dass sie diese Figuren nicht
„sind“ sondern diese nur „spielen“. Sollten sich
diese gespielten Figuren also miteinander verkrachen, dann endet der Streit
normalerweise in einem offenem oder heimlichen Gelächter, weil die
Spieler im Hintergrund über den Ernst ihrer Kunstfiguren lachen müssen.
Bei einem Langzeitspiel ist es also sehr wichtig nie ganz zu vergessen
dass man spielt. Das frühere Ich bekommt vermutlich dadurch mit der
Zeit die Rolle des Regisseurs, die Metarolle, und wird zum Spieler, der
den Gespielten steuert. Je länger der Ernst des Spiels beibehalten
wird, desto experimenteller und für das Thema RealTheater wichtiger
wird das Spiel. Was passiert mit den Schauspielern wenn das übliche
Lachen am Ende des kurzfristigen Rollenspieles wegfällt und wenn
gar der Ernst des Rollenspieles und der Spielrolle monatelang aufrecht
erhalten wird? Ist Identität generell von der Ernstnahme abhängig?
Werden die gespielten Rollen immer realer, je länger sie ernsthaft
gespielt werden? Beides ist sehr wahrscheinlich. Kann man auf diese Art
eine Wunschrolle zum Leben bringen , seinen Avatar realisieren? Geht vielleicht
noch mehr? Könnten geübte Schauspieler gar ein fließendes
und dynamisches Ich und eine dynamische Realität entwickeln? Jeder
kann Schauspieler werden, man kann das lernen. Die Frage der Identität,
Wer bin ich?"(1)
ist eine der spannendsten Fragen überhaupt und sie ist noch lange
nicht endgültig durch die Wissenschaft beantwortet. Identität
ist mehr Software (Gehirnaktivität) statt Hardware (Körper)
und Identität ist abhängig von Kommunikation, Resonanz, Erlebnissen,
Erfahrungen, Gruppendynamik und den Projektionen die Mitmenschen aufeinander
und gemeinsam miteinander projizieren. Um von diesem Beispiel zum RealTheater Projekt zurückzukehren, jetzt stelle man sich vor, dass dies mehr als 3 Leute wären, die ein paar Monate als Avatar in einem Haus leben, z. B. 19 Leute... Die Leute sollten vorher schauspielerisch geschult werden. Mindestens würde ich hier einen 10 Tage Workshop voranstellen, in dem auch die philosophischen Aspekte erörtert werden. Jetzt stelle man sich noch vor, dass alles verfügbare an Bühnenbildern, Kostümen etc. für Paradies-Szenarien verfügbar ist, damit die Avatare in diesem kreativen Laboratorium Best Case Szenarien konstruieren können. Zusätzlich stelle man sich vor, dass die schönsten bekannten Verhaltensweisen unsrer Spezies uns in einem Film und Literatur Archiv zur Verfügung steht. Das ist heute wirklich so, wir haben zigtausend Filme, die jeder ausleihen kann (oder sofort auf Stichwort verfügbar z. B. über YouTube) und aus denen man Rollen, Gefühle, Szenario-Aufstellungen in die Realwelt übernehmen kann. Die Theaterpädagogik arbeitet seit langem damit. Wir benötigen für die Arbeit mit der Gruppe also auch einen größeren Bildschirm mit Internet Anschluss. ((ARBEITS-LESEZEICHEN - von oben bis hierher wurde die Rechtschreibprüfung durchgeführt)) Wenn eine schauspielgeübte und konstruktivistisch (1) informierte Gruppe ihre Imaginationen, Gedanken und Handlungen bündelt und in Einklang bringt (Kohärenz), dann kann diese Gruppe jede gewünschte soziale Realität realisieren, auch die Bestmögliche! Das Beenden von Aufmerksamkeit sollte ebenfalls synchron geschehen. Eine geübte Gruppe die ihre Aufmerksamkeit und Imagination syncron lenkt, hat Szenarien, "Spirits" und Rollen unter ihrer Kontrolle. In der (geschichtlich-kausalen) Realität, die wir "normal" nennen, haben dagegen die historischen Rollen/"Spirits"/"Geister",( also die "mentale Software" die individuell und kollektiv auf unseren Gehirnen läuft) sozusagen die Menschen unter Kontrolle. Deshalb kann kaum einer über seinen Schatten springen und der normale Lebenslauf hat eine vorwiegend lineare Ich-Struktur. Wir sprechen hier von Themen, wie Aufmerksamkeit, Fokus, Synchronisierung, Imginations-Realisierung usw. die zwangsläufig Thema eines üblichen Schauspielunterrichts sind und mit denen dort ganz selbstverständlich umgegangen wird. Nur das konstruktivistische Element ist neu, verändert aber die Gewichtung des Ganzen wesentlich. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, stellt sich die Frage,
was denn passieren würde, wenn eine Gruppe geübter Schauspieler,
die Thesen hier ernst nehmen und mit ihren professionellen Fähigkeiten
auf der RealTheater Bühne nun nicht „nur ein Schauspiel“,
sondern Realität live in Echtzeit realisieren (die ihre Gehirne dabei
auf gemeinsame Imaginationen, auf Ernst und Glaube synchronisieren). Dadurch
wäre für diese Gruppe, alles was gespielt wird Realität
und wir hätten hier etwas verwirklicht, was (als Gruppe) dem Zustand
und der Freiheit eines Klartraums (1)
entspricht. Diese Gruppe kann realisieren, was immer sie sich vorstellen
kann. (Eine Kultur der Regiepausen und Richtungsentscheidungen, sowie
persönliche Freiheit von z. B. Beziehungsverpflichtungen vorausgesetzt).
Alles kann wie im Klartraum zu jeder Sekunde gestoppt werden. Wir hätten
eine absolute und gelassen- heitere Kontrolle über die Rollen und
Szenen, also praktisch über die ganze „Software“, die
auf einem menschlichen Gehirne und Sozialsystemen laufen kann. Wir hätten
hier den Zustand des Improtheaters bis hin zur Realität intensiviert
und wir könnten diesen Zustand im Prinzip zeitlich unbegrenzt ausdehnen.
Die Macht der Gruppe und die dann notwendige Entwicklung einer ästhetischen
Kultur sollte dazu führen um diesen Zustand zu erhalten und im „kreativen
Modus“ zu bleiben. Das RealTheater Projekt will zeigen wofür Schaupiel, Theater und Schauspielnterricht sonst noch alles gut ist. Da geht noch viel mehr als das, was wir kennen und nutzen. Es gibt hier bisher viel zu wenig fachübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Experimente. Hier im Themenbereich der Möglichkeiten und Anwendungen unseres Gehirns gib es noch "ganze weiße Landkarten von Möglichkeiten" zu endecken, ein Neuland, das noch nie systematisch erkundet, ausprobiert und erforscht wurde. Wenn wir erkennen, dass der Mensch unmöglich
objektiv sein kann, und dass die Welt auf den Säulen der Subjektivität
steht, dann wird es nötig damit aufzuhören die Welt nur aus
einer Perspektive, unser eigener und unserer bisheriger zu betrachten.
Um den eigenen Standpunkt aber wirklich zu verlassen ist es absolut nötig
in die Rolle des andern zu schlüpfen, was erst mit Theatermethoden
wirklich gut und real funktioniert. Die Enträtselung und Kultivierung des Glaubens - Schauspieler glauben was sie wollen und wünschen Die Romanfigur "Peter Pan" lebte auf der fiktiven Insel "Neverland" (Nimmerland/Niemalsland). Dies ist ein Ort an dem Kinder niemals erwachsen werden und ihre Fähigkeit, durch Fantasie & Spiel Realität herzustellen, behalten. "In Neverland muss man nur an etwas glauben, damit es passiert." (1) Der Glaube (nicht nur speziell der religiöse) hat eine weit
größere Macht auf unser Leben und die Alltags-Wahrnehmung unserer
Realität, als uns bewusst ist. Deshalb wird es heute Zeit diese wichtige
Fähigkeit des menschlichen Gehirns nicht nur religiös oder beim
Schauspiel, sondern vor allem wissenschaftlich näher zu betrachten
um sie umfassend beherrschen zu lernen und frei nutzbar zu machen. Es
geht darum, die Fähigkeit des menschlichen Gehirns zu Glauben zu
verstehen und zu zivilisieren, damit nicht der Glaube uns in seiner zufälligen
Willkür beherrscht (oder seine Instrumentalisierung durch andere
zwecks Machtgewinnung und Manipulation von anderen über uns). Deshalb
wird es wichtig in Erfahrung zu bringen wie Glaube funktioniert und wie
man ihn selbstbestimmt anwendet. Aber auch wie man sich ihm und seiner
Weltbild/Selbstbild-Imaginationen selbstbestimmt wieder entledigt. Im
Schauspielunterricht lernt man das. In meiner eigenen schauspielerischen Ausbildung war der Glaube an die Wiklichkeit der Rolle und des imaginativen Szenarios immer wieder ein Unterrichtsthema und wurde monatelang zum Beispiel durch Imaginationsübungen eingeübt, (z. B. mit absolutem Ernst und ohne Widersprüchen in den exakten Handlungen 20 Minuten ein nichtvorhandenes Fahrrad putzen) bis meine Imaginationsfähigkeit so geschult war, dass mein Körper innerhalb Sekunden jede intensive Imagination von mir ernst nahm und mit Gefühlsausschüttung und Realitätsorientierung darauf reagierte. Ich lernte also mir selbst zu glauben, indem ich meine Imaginationen/Projektionen ernst nahm. Als Kinder beherrschten wir das alle einmal und bei einem guten Schauspielunterricht kann das jeder wieder aktivieren, das ist keine Sache von Talent, sondern von Übung (dazu gehört auch Entspannungsarbeit, Sensibilisierung der Sinne...). Beispiel imaginäres Fahrrad putzen: Für den Nichtschauspieler
mag eine solche Tätigkeit absurd klingen. Das erstaunliche daran
ist aber die Erfahrung, dass dieser Gegenstand und diese Tätigkeit
real erscheinen, je länger man sie ausführt (Solche Übungen,
Erlebnisse und Erfahrungen macht jeder Schauspieler bei der Ausbildung). Wir benötigen Aufklärung über die Kraft und das Know-how des Glaubens und die selbstbestimmte Anwendung dieser mentalen Kraft. Der Umgang der wichtigen Funktionen des Gehirns, der Aufmerksamkeit, der (Selbst- & Fremd-) Manipulationsmöglichkeiten usw. gehört in die Grundschule der Moderne. Es richtet zu viel Schaden an diese Kraft wie bisher dem Zufall oder der Willkür von Leuten zu überlassen die diese Kraft teils zum Machterhalt oder gar zur Gewalt nutzen. Theaterpädagogik in Kombination mit Gehirnforschung und Philosophie könnte heute diese Aufklärung leisten. ............................................................................... RealTheater ist der Versuch die Grenzen des Theaters zu sprengen und die Künstler und Theaterleute mit ihren "Waffen" der Argumente und Spiellust von der Bühne aus hinauszuschicken, um das pleitegehende Land der trägen Sesselpupser, der aggressiven Keulenschwinger, der hassenden Liebhaber und der todernsten Wahrheitsträger zu erobern! Warum sich als Schauspieler nur auf eine Bühne verbannen lassen? Ein Angriff von dort auf die Realität und Wirklichkeit wäre zeitgemäße Avantgarde! Dieses RealTheater "Theaterstück" soll letztlich den Wunsch im Zuschauer wecken, seinen passiven Zuschauerstuhl zu verlassen, die Schwelle zur Bühne zu überwinden und einzutreten. Zukunftssimulation: Wir versuchen eine Traumwelt, eine Zukunftswelt ohne Angst und Gewalt so exakt zu simulieren, dass sie durch die Simulation real und lebendig wird und sich, falls dies funktioniert, geplant und geordnet durch Multiplizierung des gefundenen Modells auszubreiten beginnt. "Der
Vulkan der Kunst möge ausbrechen!" Wir
benötigen eine Allianz aus Kunst und Wissenschaft! Wir leben meist im "Automodus" bzw. Automatikmodus. Dies bedeutet, dass viele Leute ihr Leben auf eine Art Autopilotfunktion gestellt haben, die fast vergleichbar ist mit einem nächtlichen Traum bei dem man während des Traums nicht weis, dass man träumt und bei dem man deshalb nur zusieht, anstatt die Regie zu übernehmen. Das Leben wird als etwas wahrgenommen, das man in wesentlichen Punkten nicht verändern kann. Man kann zwar bestimmen, welches Waschmittel man kauft, aber man kann nicht bestimmen wer man sein will. Der hineingeborene Zufall, der aus der eigenen Perspektive gesehen, den Namen "Schicksal" trägt, nagelt uns fest. Auch deshalb, weil es den anderen Leuten ähnlich geht und wir uns gegenseitig am Zaum unten halten. Wir versuchen möglichst wenig anzuecken und werden deshalb ein Rädchen im Getriebe einer mechanischen Weltmaschine die den Planeten und unsere Gesundheit zerstört. Trotz vieler schöner Worte in vielen schönen Büchern schaffen wir es meist nicht alleine, aus unserer "Selbsthypnose" und unseren historisch gewachsenen Lebens-Rhythmus auszubrechen. Wir nutzen die Freiheit der Möglichkeiten nicht, weil uns die gemeinsame Absprache und die gemeinsame Synchronität zur Selbstbefreiung fehlt. Dies sollte sich ändern! Wenn es gelingt unsere freien Wunsch-Träume zu verwirklichen, dann erwachen wir automatisch aus dem gewalttätigen historischen Traum. "Jeder Mensch ist
ein Künstler" ............................................................... Es ärgert mich als Schauspieler und Schauspiellehrer, wenn wie oft üblich, Nichtschauspieler das Wort "schauspielen" mit dem Wort "unecht, faken, fälschen, pseudo..." gleichsetzen. Das ist so als würde man das Autofahren nur mit Unfällen in Verbindung bringen. Das sind Leute, die Schauspiel mit billig produzierten "Daily Soaps" oder anderer "Naiv- Schauspielerei" gleichsetzen. Dieses minderwertige Bild von Schauspiel (das durch kostensparende Sender unterstützt wird, die unter miesen Bedingungen mit Laien arbeiten) entsteht nur bei Leuten, die von der Tiefe und vom Know-how dieses Fachgebiets wenig oder keine Ahnung haben. Die Zeitschrift Zeit.de brachte zum Jahreswechsel 2008/2009: "Die 12 großen Fragen der Wissenschaft". Darunter das Thema: "Was ist Realität". Da dieses Thema einen Bezug zum Projekt RealTheater hat, wurde von mir der folgende Leserkommentar geschrieben. Hier der zugehörige (1) Dialog: Zeit.de Forum - 31.12.2008 von Neo von Terra: RADIKAL die "Realität" neu KONSTRUIEREN ist möglich! Unsere Wirklichkeit ist nicht mehr und weniger
als eine gemeinsame Abmachung was wahr und ernst zu sein hat und welche
Perspektive zählt. Ich bin Schauspieler und Schauspieler können ihre Realität manchmal selbst bestimmen und zwar nicht nur in festgeschriebenen Rollen und Stücken, sondern so echt wie das Leben selbst ist. Dies geschieht zum Beispiel während der schauspielerischen Ausbildung und manchmal stellte ich mir dabei die Frage: „Sind wir Menschen vielleicht alle Schauspieler und die Welt ist eine Bühne“ ohne dass dies den meisten bewusst ist? (So wie Herman Hesse dies im Roman „Der Steppenwolf“ beschrieben hat.) Und könnten wir unsere relativ festgeschriebene (kausale) Geschichte hinter uns lassen, indem wir aus unserem linearen Film heraustreten und bewusst unsere Wünsche leben? Könnten wir über unseren Schatten springen? Es gab 2 Filme, die zeigten, das eine konstruierte
Realität/Simulation die Macht hat real zu werden: Der Film „Die
Welle“ mit Jürgen Vogel und der Film „Das Experiment“,
beides basierte auf einer wahren Begebenheit. Wenn wir erkennen, dass der Mensch unmöglich objektiv sein kann, und dass die Welt auf den Säulen der Subjektivität steht, dann wird es nötig damit aufzuhören die Welt nur aus einer Perspektive, unser eigener zu betrachten. Um den eigenen Standpunkt aber wirklich zu verlassen ist es nötig in die Rolle des andern zu schlüpfen. Damit wird der Begriff „Polykontexturale Logik“ wichtig (Ein Begriff aus der Systemtheorie): http://www.web-tv-nuernberg.de/PolykontexturalLogik.htm Antwort auf diesen Forenbeitrag - Zeit.de Forum - 05.01.2009 von Heinz Georg Schuster(1) : Selbst Konstruktion der "Realität" hat Grenzen Ich schlage Ihnen vor, dass Sie auf Ihre Bühne
einen richtig dicken, großen Wackerstein legen und Sie zeigen mir
dann, wie Sie diese Realität schauspielerisch weg konstruieren. Bin
mal sehr gespannt. Heinz Georg Schuster Antwort auf diesen Forenbeitrag - Zeit.de Forum - 10.01.2009 von Neo von Terra: Die Konstruktion der Realität geht oft erschreckend weit Den Wackerstein können wir natürlich nicht telepathisch wegblinzeln (Ich muss hier an die Comedyserie "Bezaubernde Jeannie" aus den 60ern denken, dort ging das). Wir müssten also genauso Hand anlegen, wie die Leute die den Stein auf die Bühne gelegt haben. Aber! wir können, ohne uns die Hände
schmutzig zu machen, als Schauspieler und Konstruktivisten, den Wackerstein
umdeuten. Dieser Wackerstein würde damit sofort die Definition verlieren,
die wir unter "Wackerstein" verstehen und er wäre z. B.
ein Tisch, oder ein heiliger Altar, oder ein Monolith zur Kontaktaufnahme
mit Außerirdischen wie im Film "2001", oder ein Haufen
Atome, oder die größte „Mon Chery“ Praline der
Welt. Wir Alle (also auch Nichtschauspieler) haben diese Projektionsfähigkeit und wir wenden sie an und malen damit unsere Welt aus, allerdings meist unbewusst. Wenn ich hier die Philosophie des Radikalen Konstruktivismus anspreche, oder das alte Problem der Philosophie, die sich manchmal so weit hinauslehnt zu behaupten, dass es unsere Realität angeblich gar nicht gibt, dann sollte man dabei genau differenzieren. Es gibt diese unsere heutige Art von (soziale) Realität sehr wohl, und zwar letztlich weil wir sie glauben. Sie könnte sich aber, wenn unser Glaube an diese Art Weltbild den Lachkrampf bekäme, zu einem völlig anderen Weltbild ordnen - wie ein Kaleidoskop, das man zum Kipppunkt dreht. Es gibt also stets mehrere mögliche Realitäten/Wahrheiten, die abhängig von unserer Art der Kommunikation und unserer momentanen Mainstream- Perspektive/Standpunkt sind. Wir erschaffen mit unseren Gehirnen eine kollektive
Definition und Übereinkunft der Dinge um uns, indem wir oftmals Widersprüche
ausblenden. Wie oft wohl fällt unsere Gesellschaft neben der Perspektiven-Falle außerdem auf den Placebo Effekt herein (nicht nur im medizinischen Bereich) und auf die ständige Wiederholung der Suggestionen (nicht nur der Werbung) und generell auf sich selbst erfüllende Prophezeiungen. (Zum Beispiel Schäuble und G. W. Bush: Die Rüstungsindustrie benötigt dringend den Kreislauf aus Angst und Gewalt. Das Ende des Kalten Krieges war eine Katastrophe für die Rüstungsindustrie und es wurde damals versäumt diese Industrie zum Beispiel mit einen „Weltmarshallplan“ (1) zu beschäftigen.) Unsere geistigen und kommunikativen Konstruktionen wirken vorwiegend auf die soziale Wirklichkeit, aber sie wirken auch immer mehr auf die reale Wirklichkeit des ganzen Planeten. Wenn man sich in einer Stadt mal umsieht, dann sieht man fast keinen Ort mehr, der nicht durch unsere Art des Denkens konstruiert und erschaffen wurde. Wir auf diesem Planeten konstruieren gemeinsam
intuitiv unsere Geschichte (fast vergleichbar wie beim Gläserrücken:
Manche führen dabei die Hand durch Intuition oder innere Impulse,
manche führen mit Absicht, die meisten lassen sich führen. Es
ist eine kollektive Bewegung.) Bevor wir dies tun können, benötigen wir funktionierende Alternativen und deshalb plädiere ich für einen Ideenwettbewerb der alternativen Systeme in Modellgröße. Wir suchen als Fundament ein soziales System, dass ohne Angst, Gewalt und Lüge auskommt. Kann dass eine schwerere Aufgabe sein, als zum Mars zu fliegen? Ich möchte hier wie gesagt das Projekt Realtheater in die Waagschale werfen: http://www.radikaler-konstruktivismus.de/realtheater.html Weitere Forenbeiträge bei Zeit.de zum Thema Realtheater: (1) ................................................... Aus einem Zeit.de Interview vom 9.7.2011 mit der Regisseurin
Karin Beier: ((ARBEITS-LESEZEICHEN - von oben bis hierher wurde der Text 1x durchgesehen und verbessert)) RealTheater ist ein menschliches Experiment in der Schwerelosigkeit eines (Bühnen-) Raumes, in dem keine Tabus unserer gewalttätigen Herkunft mehr gelten. Gut wäre, wenn die Menschen, die diesen Raum betreten, vorher von ihren körperlich- muskulären und mentalen Verspannungen dekonterminiert worden wären. ...................................................................................................................................................... Projekt RealTheater frühere Seite 2 Theater als Modell für eine zukünftige Gesellschaft - Theatre as a model of a future society Eine neue Strategie für eine praktische Friedensforschung. Man könnte unser bisheriges Verhalten in Bezug auf Rollen vergleichen mit einem Handwerker, der unfähig ist das Werkzeug, dass er in der Hand hält abzulegen, um ein neues und besseres Werkzeug in die Hand nehmen zu können. Wir kleben sozusagen an den Rollen, Verhaltensweisen und Traditionen. Schlimmer noch, wir glauben das Werkzeug/die Rolle zu sein. Durch dieses Festhalten, das uns anerzogen wird, entsteht der eindimensionale und bisher nur schwer veränderbare Charakter der eigenen egozentrischen Rolle. Wir kleben an diesem System der Vergangenheit selbst dann noch, wenn wir sehen dass es die Zukunft unserer Kinder zerstört. Wir leben sozusagen in Schienen. RealtTheater könnte "das Lenkrad sein, dass aus den Schienen heraus führt". Ein Zug, der auf Schienen fährt kann nur bremsen oder beschleunigen, vorwärts oder rückwärts, aber nicht nach rechts und links. Er hat kein Lenkrad, er kann nur dorthin wohin bereits die Schienen gelegt sind. Die Schienen sind vergleichbar mit der Vergangenheitskonditionierung (Kausalität). RealTheater möchte hier eine neue Dimension der Realitätserfahrung und Realitätsgestaltung durch "gemeinsames Wuschträumen" bzw. durch "Schienen aus der Zukunft" einführen. Wir sollten vom Ziel her denken und dieses Ziel Schritt für Schritt mit der Realität verbinden.
Wer schon einmal gute Improtheatergruppen auf der Bühne
gesehen hat, der sieht hier ein Extrem, das bereits ein wenig der üblichen
ernsten Egorolle entgegengesetzt ist. Improtheaterspieler bedienen sich
bei ihren Auftritten sozusagen aus allen vorstellbaren Möglichkeiten,
und bringen daraus während ihres Auftritts, wie ein Discjockey eine
Zusammenstellung aus der Vielzahl der Rollen- und Szenarien-Möglichkeiten
zum Leben. Beim Improtheater läuft das aber sehr flüchtig. Die Ergebnisse solch einer Improvisation sind oft völlig
lebensecht. Da spielen 2 Leute, die sich vorher vielleicht kaum kannten
eine Situation, so wie sie wirklich wären und wie sie reagieren würden,
wenn diese Situation real wäre, sie also im normalen Leben mit dieser
Situaltion konfrontiert wären. Eine konstruierte Gruppendynamik ist eine Wirklichkeit ! Detailliert funktioniert das (bei einer Gruppe, die sich schon ein paar Workshop-Tage kennt) z. B. so: ich mache zuerst z. B. Lachyoga 30 Minuten zur Entspannung. Dann nach einigen sehr persönlichen Partnerübungen in der Gruppe lade ich die Atmosphäre im Raum vorher emotional weiter auf, indem ich auf DVD eine Liebes Schlüsselszene z.B. aus dem Film Casablanca zeige, ich sage "spürt dieses Gefühl" und es ist im Raum, wir kennen das alle bei guten Filmen . Dann setze ich für eine Improvisation einen Mann und eine Frau an einen Tisch auf die Bühne und sage: ihr habt einen Anruf bekommen, von einem Freund/Freundin, den/die ihr früher sehr geliebt habt, aber es ging damals durch dumme Umstände nicht und ihr habt ewig nichts gehört (fast jeder hat so eine Geschichte am laufen und erinnert sich) der Partner sagte am Telefon, dass es jetzt und heute möglich ist, weil endlich die Umstände passen und er euch noch liebt und immer an euch denkt, der andere Partner erwidert dasselbe und ihr sitzt euch jetzt in der Kneipe, wo ihr euch gleich verabredet habt, gegenüber Die Szene wird real gespielt: ihr haltet euch gerade die Hände , ihr seht euch in die Augen und schweigt zuerst eine Minute, so geht die von mir in Regie angeleitete Szene an... (= Sense Memory Arbeit von Strasberg) Versteht ihr das? Es geht darum euere echten Erlebnisse und Gefühle in bezug auf Liebe in diesem Moment auf die Bühne zu holen. Wir sind hier oft gescheitert bzw. hängen geblieben und wollen dort nicht mehr hin um nicht verletzt zu werden, haben aber gleichzeitig Sehnsucht danach. (Insofern hat das auch etwas zu tun mit dem sogenannten "Systemischen Aufstellungen/"Familienstellen" bei dem aber meist nur Probleme der Vergangenheit und nicht Wünsche der Zukunft aufgestellt werden und dazu noch in einer aus der sicht des Schauspielers ungenügenden Szenariotechnik. Aber ich war bei meinen Teilnahmen bei solchen Aufstellungen Die Zuschauer sind fasziniert
weil echtes "Feuer" entstanden ist. Das ist nur ein kleines
kurzes Beispiel. Regisseure und Schauspieler haben Mittel das Feuer der
Liebe, das zumindest als Erinnerung in jedem von uns noch schlummert wieder
richtig anzufachen. Wir nutzen die Erinnerung und die echten Gefühle
eines Menschen, wir haben deshalb Mittel nicht nur Romeo und Julia, sondern
auch das Paradies, soweit es vorstellbar ist, zu inszenieren, wenn man
uns lässt und Zeit und Raum und gibt. (Es muss natürlich auch
alles weitere stimmen, paradiesische Architektur, Kostüme...) Wenn
beide gut spielen, dann ist die Situation so lebendig, echt und glaubhaft,
als ob sie wirklich und real ist und der "Spirit" befindet sich
im Raum. Spieler und Zuschauer spüren das. (Was wäre denn, wenn
ich jetzt sagen würde: bleibt 2 Tage in dieser Rolle... und die Bühne
in ein echtes Hotel verlegen würde? - Wir hätten die Realität
fundamental verändert, ein bischen wie "Gott spielen" -
das klappt - einfach so) Wir Regisseure bringen Leute, die sich hassen,
dazu sich zu lieben und sich von einer völlig anderen Seite wahrzunehmen,
wenn diese Leute uns gewähren lassen... Ein paar Tage Schauspielunterricht
vorher und vor dem acting Lachyoga oder eine andere Entspannungsart genügt
meist als Vorbedingung. Wie gesagt das ganz besondere beim Projekt RealTheater ist, dass mit Leuten gearbeitet wird, denen die wissenschaftliche Erkenntnis wie Wirklichkeit entsteht und ihre Relativität bekannt ist (siehe Radikaler Konstruktivismus) geläufig ist. Das heisst wir betrachten im Projekt das Gespielte nicht als gespieltes, wie es meist in der Theater- und Filmbranche betrachtet wird, sondern wir betrachten es während des Spiels als echt, als ernst, als absolut real. Die bisherige Betrachtungsweise dass nur die "normale" (kausale) Realität real ist, ist ein naiver Irrtum! Eine Glaubenswahrheit, die nur gilt solange man sie glaubt und ernst nimmt. Wir Schauspieler beherrschen den Glauben, das kann man in wenigen Tagen oder Wochen lernen! Die Ernstnahme erschafft den Glauben und der Ernst-Entzug/das Lachen zerstört den Glauben - ganz besonders dann wenn wir dies kollektiv anwenden. Das betrifft alles Soziale und Psychische, das Weltbild und das Selbstmodell. An diesem Punkt sitzt der Paradigmawechsel und der Perspektivwechsel: Wir sprechen der "normalen" und üblichen Realität das Monopol auf den Ernst ab! Wir nehmen unser Spiel, unsere Wünsche und unsere
kollektive Konstruktion ernst, dann ist es ernst! Das Ego-Ich (Ich bin: Name, Beruf, Status, Besitz, Hobbys, feste Meinungen, Partner, Parteizugehörigkeit, Religionsglaube, Karakterwert, Selbstwert...) wird vom Glaube, das dies Ernst ist getrennt und gemeinsam mit anderen, mit Wunschwerten ersetzt. Sicher bleibt das Wissen des Gehirns prinzipiell bestehen, es ist aber erstaunlich, wie anders die Welt wahrgenommen und erlebt wird, wenn man in einer anderen Rolle lebt. Dies zeigt, dass nicht nur eine fixierte Rolle leben kann, wie es bei unserem egozentrischen ("Betriebs-") System ist, sondern jede dem Menschen mögliche Rolle kann das, wenn sie glaubhaft konstruiert wird und ins soziale Netz eingebunden wird. Wenn aus einem "Punkt", also einem Zentrum
(Egozentrum) eine "Fläche", also die Auswahl vieler Ego-Punkte
wird, dann braucht das mentale Selbstmodell, also unser Ich eine neue
Definition: "Wer bin ich, wenn ich plötzlich nicht mehr bin,
wovon ich überzeugt war das ich nur das und nichts anderes bin? Wir
kommen hier zu etwas was, um in der Sprache der Kunst zu bleiben, man
Regieinstanz nennen könnte. (Die Regieinstanz kann auch kollektiv
sein.) Wir übertragen nur etwas auf die Wirklichkeit, was im Theaterbereich bereits funktioniert. Ausserdem erscheinen intensiv gespielte Improvisationen in der Erinnerung und in den Träumen, schon immer dem real erlebten gleichwertig . Schauspieler und Schauspielschüler wissen das. Unser Unterbewusstsein unterscheidet nicht, ob etwas auf der Bühne oder auf der realen Strasse stattfand. Wichtiger ist wie intensiv etwas erlebt wurde. ................... Wir spielen im "normalen" Leben nicht mit unseren Rollen, sondern die Rollen spielen mit uns - das muss sich ändern! Es gibt hier übrigens eine Analogie zu dem aus der
Traumforschung bekannten Phänomen des Klartraums
oder luziden Traums, das unter gewissen Umständen auf die Realität
übertragen werden kann: Es gilt für die Realität: Wer kollektiv „träumt“, kann sich kollektiv des Träumvorgangs bewusst werden und durch dieses Bewusstsein kollektiv die Realität verändern und umkonstruieren! Der Schauspieler konstruiert die Rolle ähnlich wie das Leben das Ich gestaltet - Schauspieler programmieren mit simulierten realidentischen Erlebnissen und Schlüsselerlebnissen. Das ist ein ungleich wirksameres Kaliber als z.B. NLP. Das sind echte Erlebnisse mit allen Sinnen, die es gibt. ................................... Ist das Thema Liebe nur in der Kunst seriös? " Es ist, was es ist.“ sagte Erich Fried und Erich Fromm sprach von der Kunst des Liebens. Einen Frieden
in der Liebe wird es nicht geben, solange uns unbekannt ist, wie wir kollektive,
dauerhafte, unverkrampfte, auch erotische und unverlogene Liebe erreichen,
die nicht flüchtig, privat oder auf 2 Leute beschränkt ist und
die keine Gewalt- und Eifersuchtsreaktion hervorruft, wenn nur eine 3.
Person hinzukommt. Ein Grund warum kaum ein ernsthafter Wissenschaftler auf diesem Gebiet forscht ist der, dass er nicht riskieren will von der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, da es eine unausgesprochene, nicht ausdiskutierte, naive und fatale gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dass diesbezügliche praktische Forschung generell als unseriös zu gelten hat. .............................. Vor allem immer mehr Jugendliche flüchten vor unserem „Film der Normalwelt“ in die virtuellen Welten des PC/Video und Online Spiels, (Es gibt neben den expandierenden Multi-Player Online Games wie "Second Life" oder "WOW" übrigens auch Real-Live-Rollenspielgruppen). Die Freiheit – als Avatar und Spieler (mit neuem Namen, neuer Identität...), die im Cyberspace möglich und so anziehend ist, könnten wir unter gewissen Voraussetzungen durchaus und weit besser, in die Realität übernehmen! Denn nichts ist so intensiv wie die Realität. Die Leute flüchten vor den Regeln der Realität ins PC-Game. Ich plädiere dafür die Regeln des Spiels und des Schauspiels (als Rolle Spielen zu können ohne echte Gefahr für Leib und Leben) in die Realität zu übertragen, im Projekt RealTheater. Der Nobellpreisträger Manfred Eigen nennt das Universum: "Das Spiel" - also, lasst uns spielen!
Eine Projektidee in der „Betaversion“ (Stand 2008) Verbesserungsvorschläge sind erwünscht - Eine perfekte Projektbeschreibung wird es hier wohl erst geben nachdem die Erfahrungen des ersten RealTheater Projektes vorliegen.
Es geht darum an einem hierzu passenden
Ort (ein Schloss, ein Institut, eine Art Big Brother Container etc.),
im überschaubaren Zeitrahmen und mit diesen anderen kollektiven sozialen
Bedingungen und Spielregeln eine „Anderswelt“, eine soziale
Insel, einen ästhetischen Raum, Gesellschaft im besten Sinne des
Wortes, ein virtuelles Paradies zu konstruieren und alles detailliert
auf Video verfügbar zu dokumentieren. Als wissenschaftliches Forschungsprojekt
wäre diese interdisziplinäre Arbeit ein Novum in der Geschichte.
Als künstlerisches Projekt betrachtet, steht es gleichzeitig jenseits
der Tabuisierung von utopischen Zielvorgaben durch sogenannte Vernunft.
(Die Kunst als letzte Bastion der Freiheit von Denkblockaden.) Spielen ist ein Prozess voll Spaß und schafft - eingebettet in eigene Spielregeln - die Möglichkeit, Erfahrungen in einem gesicherten, geschlossenen Raum zu sammeln. Man kann sich in einer selbst kreierten "Spiel" -Welt ohne Konsequenzen für die übliche Realität verlieren. Prozesshaft fördert es u. a. die Teamfähigkeit, Kreativität und das soziale und emotionale Lernen! 1. Grundbedingungen:
A: Sicherheit:
Im Schauspiel darf keiner sich in eine
andere Rolle vertiefen, bevor er es beherrscht, die absolute Kontrolle
über diese Rolle („Spirit“) zu halten und diese jederzeit
zu beenden. B: Bühnenfreiheit: C: Der vielleicht interessanteste Punkt: Die Regieinstanz - der kollektive Regisseur: Die Herstellung der Regieinstanz ist
absolute Vorbedingung. Sie muss vorher eingeübt werden und verlässlich
und erprobt! sitzen! Eine verlässliche Regieinstanz kennt man bisher
nur aus einer verantwortungsvollen Theaterarbeit. Durch das einfache Wort
Stop kann jeder Spieler die Situation wie ein Standbild einfrieren wenn
etwas verbessert oder wiederholt werden muss, oder etwas gefährlich
wird. Durch diese verlässliche "Notbremse" für das
Spiel (wie schön wäre es wenn die Realität das hätte)
kann unmöglich geschehen was beim Stanford
Gefängnis Experiment passiert ist. Was ist Regieinstanz - Was ist kollektive Regie? Jeder der sich selbst, nachdem er von einer Videokamera aufgenommen wurde, im TV Monitor gesehen hat, kennt zumindest schon einen Teil dieser Spaltung des Bewusstseins zwischen Beobachter und der beobachteten Person. (Wenn man eine konstruierte Rolle spielt, reagiert man nicht persönlich betroffen, wenn diese kritisiert wird. Die Spielsituation und die Regiefunktion ermöglicht endlich eine direkte Kritik, die nicht verletzt. Eine völlig andere Kommunikations- und "Streitkultur" ist so möglich. Fehler müssen nicht mehr mit aus Angst vor Ehrverletzung ignoriert oder mit Gewalt bekämpft werden, sie werden einfach verbessert) Beim gemeinsamen Schauspiel oder der Improvisation auf der Bühne des Schauspielunterrichts entsteht ein außergewöhnlicher Zustand. Man steht als Spieler auf der Bühne und ist sich der erweiterten Spielmöglichkeit bewusst. Jede Aktion bzw. Reaktion hat dadurch höherwertige Bedeutung und man fühlt und erlebt durch das Bewusstsein auf der Bühne zu stehen energetischer und intensiver Man steht im kreativen Handeln. Aufmerksamkeit energetisiert den Körper und Geist. Spielideen werden gegenseitig angenommen und nicht blockiert wie oft in der "Normalwelt". Die Freiheit nach freiem Willen handeln zu können ist hier bewusst. Die Funktion der kollektiven Regie steht im Raum und wird erlebbar. Diese Übereinkunft zwischen allen Teilnehmern im Raum auf die anderen Grundbedingungen und Regeln bewirken eine Art von „Gottfunktion“ sozusagen ein “Realitycheat“ die das freie Geschehen in diesem „ästhetischen Raum“ ermöglichen. (Man könnte was damit möglich ist, in der Computersprache vielleicht als Offenlegung und die Arbeit mit dem sozialen Quellcode bezeichnen). Jeder ist ein Regisseur! Dadurch erst wird es erstmalig möglich positive Kommunikationsweisen und Verhaltensarten (auch im Bezug auf Liebeforschung) in Interaktion zwischen den Spielern aufzuschaukeln, zu potenzieren und dieses Know-how detailliert zu dokumentieren (mit Video zu fixieren), zu verstehen und letztlich zu veröffentlichen. Die Natur selbst schafft es nur äußerst selten eine Vielzahl positivster Eigenschaften in einem Menschen zu vereinen oder zwischen Menschen zur Resonanz zu bringen. Wir können das. Dies führ dazu, dass echte Gefühle,
Ideen und wahre Impulse nicht (wie im normalen Leben) unterdrückt,
tabuisiert, ausgegrenzt oder bestraft werden müssen, sondern ausgelebt
werden können. Alle Energien, die einem Menschen möglich sind
können unter diesen Bedingungen ausgelebt werden. Der „Käfig“
ist offen - und das macht einfach einen unglaublichen Spaß! Deshalb geht es eben nicht darum das
Böse (Nostalgiker würden „Teufel“ sagen) im Leben
zu besiegen und gewaltsam auszugrenzen, was wir mit großem Aufwand
– Militär/Polizei/Justiz... seit Jahrtausenden in Sisyphus-Manier
vergeblich versuchen. Es geht darum das Böse wie im Theater üblich
zu integrieren, es auf ein gesellschafts- und menschenverträgliches
Niveau ohne reales Blutvergießen zu transformieren (das Böse
zu spielen– anstatt das das Böse mit uns spielt). Im Theater
beherrschen wir diese Technik schon! Übrigens wir müssen nicht
mehr passiv in die Glotze schauen, wir können selber spielen, davon
träumen viele. Das Leben wird spannender, wenn man schauspielert. Das, was wir in der „Normalwelt“
als einzelnes gesellschaftliches Ego darstellen, wird ähnlich aufgebaut
wie eine Rolle im Schauspiel (Name, Status, Sozialisierung, private Schlüsselerlebnisse
und Verspannungen...). Ein besseres Mitfühlen als die Bewusstseinserweiterung die andere Rolle zu sein, indem man als Schauspieler in sie einsteigt, ist schlichtweg nicht denkbar. Gerade am Mitgefühl zum Anderen krankt unsere Gesellschaft, für die Mitgefühl nur ein Wort ist, das die Tiefe und das echte Verstehen des anderen Standpunktes nicht beinhaltet. Ein Millionär, der schon mal ein paar Tage die Rolle des Bettlers gespielt hat, wird sich keine Uhr mehr für 10 000 Euro kaufen, er hat Mitgefühl weil er erlebt und gesehen hat. Man muss ihn nicht zwingen, Schauspiel ist Bewusstseinserweiternd. Die Freude über die Möglichkeit
Identitäten anzunehmen und wieder abzulegen auf dem Weg zu intensiven
Gefühlserlebnissen und Erfahrungen deklassiert unsere „Normal“-
Welt als farblos, statisch und eine ganze Dimension ärmer. Es geht darum die Schauspielkunst und Schauspieltechnik vom Rand ins Zentrum der Gesellschaft zu rücken, so dass sie für jeden verfügbar wird. D:
Die Paradoxie zwischen Ernst und Spiel: E: Die
Arbeit mit Schlüsselerlebnissen: Schlüsselerlebnisse wirken wie Weichen für Züge auf Schienen. Sie verändern die Richtung. Sie sind so intensiv, dass sie das Leben prägen – manch Erfolg oder Liebe entsteht genau an diesem Punkt, aber auch manch Scheitern oder gar Trauma. Man denkt oft daran, sie prägen das Leben und Selbstbild und erzwingen förmlich oft tausendfache Wiederholung in diesem „Geist“. Wir können hier Best-Case-Szenarien konstruieren, die in positiver Richtung weit über das hinausgehen, was man normalerweise im Leben erlebt! (Beim Negativen ist das jedoch nicht möglich, da ist das „reale“ Leben besser. Fast jeder Krieg schafft es bis zum absolut denkbarst Negativen für viele Betroffene.) Die „Schwerkraft“ der Regeln in der Normalwelt verhindern bisher wirksam allzu Positives! Wer Hass sucht wird in unserer Gesellschaft in 5 Minuten fündig um eine Hassresonanz vom anderen zu bekommen. Jedem fällt sofort ein was er machen könnte wenn ihm dies als Aufgabe gestellt würde. Das Gegenteil ist weit weniger einfach zu Realisieren. In diesem Bereich geht es um die wissenschaftliche Entdeckung von „Neuland“. 3. Zeitrahmen Optimal wären ca. 4 Monate. (Später fortlaufend falls alles klappt.) 4. Ort
und Szenarienaufbau 5. Mitwirkende 6. Finanzielle
Sicherheit der Mitwirkenden 7. Kosten
9.
Konkrete Startsituation des Projekts:
((Muss überarbeitet werden - das ganze Material auf Papier muss eingetippt
werden, der RealTheater PC Ordner muss sortiert werden und einiges hier
rein)) Genauso wie in der Physik für manche Grundlagenforschung die Schwerelosigkeit z. B. der International Space Station (ISS) nötig ist, benötigen wir auf sozialen Gebiet die "Schwerelosigkeit" solch eines Projektaufbaus und solcher "Laborbedingungen" um an Verhaltensweisen jenseits einer gewalttätigen Verhaltensmatrix unseres Systems heranzukommen. Um soziale Verhaltensweisen und Resonanz ohne den Einfluss der "Schwerkraft" von Kausalität und Egozentrik beobachten und verstehen zu können. Möglichkeit Nr. 2 wäre es, für das Projekt nötige konkrete Best-Case-Szenarien, und konkrete Rollenidentitäten als experimentelle Start- und Ausgangsrollen vor dem praktischen Einstieg als Auswahl verfügbar zu haben, vorher theoretisch überlegt, konstruiert, gescriptet. (eine Art gemeinsames „PC“ Spiel für die Realität? Eine Art kollektiver Klartraum in der Realität) Ein „Theaterstück“, das sich nach dieser Script-Vorgabe dann selbst weiterspielt, (an das sich bislang noch niemand gewagt hat). Hierzu könnte es eventuell sinnvoll sein, vorher einen Ideenwettbewerb auszuschreiben bzw. eine vorherige Recherche im Web und Literatur zu starten – wie ein real machbares Paradies für 10 bis 20 Leute und einige Tage, Wochen oder Monate ganz konkret aussehen könnte. Ein breiterer geistiger Fundus als Fundament, zur Verfügung wäre hilfreich. (Ideen erwünscht!) Ein eigenes Script hierzu ist in Arbeit. Es liegt im Sinne des Gelingens, sich eben nicht an die gewohnte Denke mit ihren Tabus zu halten, sondern die ganze künstlerische, autonome Freiheit des Denkens, Wünschens und der Phantasie auszuloten. Catch your Dreams! Eventuell wäre es Sinnvoll zwischen Möglichkeit 1 und 2 zu wechseln und abwechselnd einerseits frei zu spielen, improvisieren und danach wieder theoretisch zu konstruieren bevor das „Spiel“ weiter geht, also gescriptete und freie improvisierte Intervalle abzuwechseln (so läuft auch das "normale"Leben). Es könnte vielleicht sinnvoll sein, wenn sich alle Beteiligten ein bis zwei Stunden am Tag zusammensetzen (sozusagen als Autoren ihres eigenen kollektiven Stücks) und eine grobe Struktur des nächsten Tages bzw. die nächsten gescripteten Ereignisse besprechen und vorkonstruieren. Die Aufgabe könnte man ähnlich
sehen, wie die Vorbereitung des Stanford Prison Experiments, allerdings
ist es weit schwieriger ein Best-Case-Szenario aufzubauen als ein Worst-Case-Szenario.
Denn dort brauchte man nur ein (der Gesellschaft lange bekanntes und damit
verfügbares negatives) Gefängnisszenario nachstellen, das dann
real wurde und damit seine eigenen Grundgesetze offenbarte. (Die dort
gewonnene Erkenntnis könnte und kann jederzeit eingesetzt werden
um normale Menschen böse zu machen – Wir suchen hier genau
das Gegenteil) Es geht nicht um „Die Wahrheit“.
Es geht (im Sinne der Polykontexturallogik)
darum welche Wahrheit die beste und passendste ist und dies kann nur die
Praxis beweisen. Kritik an unserer Gesellschaft ist die eine Seite. Die andere Seite: „Was kann man tun um konkret zu verbessern“ ist jedoch die einzige die letztlich zählt! ............................................................................................................................. Weitere Aspekte: (frühere Seite 3) Wenn man sich etwas nicht vorstellen kann, dann sucht man auch keine Tatsachen darüber zu finden: Gerade in unserer Zeit gilt es, eine Welt gegen die herrschende Welt zu konstruieren - Ein Gegengewicht. Und dazu sind kreative Künstler und forschende Wissenschaftler die richtigen Leute. Thesen sind nichts, Beweise alles. Das lehrt uns etwa die Mathematik oder die Philosophie. Die spannendsten Beweise sind in jedem Fall die experimentellen, vor allem dann wenn sie klappen. Mit gesellschaftlicher Veränderung
muss man 1. konkret und 2. von unten anfangen. ......................... Viele sagen, Schauspiel, das ist ja nicht
echt, das ist doch nur Spiel – Sie meinen damit entweder minderwertiges
Schauspiel, das nur gemimt, aufgesetzt und pseudo ist – diese Qualitätsstufe
meine ich eben nicht, wenn ich von gutem Schauspiel rede. Es gibt bei der Betrachtung von Schauspiel eine Perspektive, die euch innerlich - von eueren inneren Impulsen her - anschreit: Es ist real! Diese Perspektive hat unsere Gesellschaft bisher gemieden wie die Pest, weil nicht sein darf, was nicht zum Weltbild passt. Beim Schauspiel entscheidet allein das Etikett "Ernst" oder "Spiel" ob etwas real oder nicht real ist, und unser Etikett sagt: "das ist Spiel und deshalb nicht echt". Beim Märchen "Des Kaisers neue Kleider" entscheidet auch nur das Etikett und nicht die Realität was real zu sein hat. Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Die wenigsten?, die z. B. vor dem Fernseher
den Bundestag betrachten oder im Büro, Kneipe, Disco, Wohnzimmer
oder Kirche usw. sitzen, hatten bisher den seltsamen Aha-Effekt, dass
sie einem (meist unbewusst) inszenierten Theaterstück beiwohnen –
Genau so ist es aber! (Erving Goffman hat dies im Buch: "Wir alle
spielen Theater" detailliert beschrieben) Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass „Das freie Spiel“ nur für die Leute möglich ist, deren Grundbedürfnisse des Lebens gesichert sind – in unserem Land sind das bereits viele. "Das freie Spiel" benötigt außerdem neue Spielregeln, wie weiter unten angesprochen. (Eine denkbare weitere Qualitätsstufe wäre es, auch die Erledigung der Grundbedürfnisse dann aus dieser Klasse heraus eventuell spielerisch und ohne ein Gegeneinander neu zu organisieren und immer mehr Leute in dieses „Boot“ aufzunehmen. Eine Arbeiterklasse, die stupide Arbeiten für die höher stehende Klasse übernimmt, wird übrigens dank der aktuellen Fortschritte in der Robotik und Mikroelektronik in den nächsten Jahrzehnten gar nicht mehr zwingend nötig sein, sondern kreative, d. h. lustvolle Arbeiten, werden immer wichtiger.) Die ganze Welt ist Bühne. Und alle Frau'n und Männer
bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab.
Suche nach Friede und Freiheit? Es ist Unsinn den Frieden auf Erden auf abstrakte Weise oder theoretisch zu suchen. Solange wir es nicht einmal schaffen dies in einer überschaubaren Gruppe von 10, 20, oder 50 Leuten real, dauerhaft, unverlogen und ohne Gewaltverspannung herzustellen und dieses Wissen und Know-How dann wirksam und wissenschaftlich (d.h. ohne Verbot der Gegenrede) weiterzuvermitteln, solange bewegen wir uns auf Irrwegen. Solange die Wissenschaft, für die nur das reale (verifizierbare) Ergebnis zählt, dieses Thema nicht aufgreift, solange bewegen wir uns auch heute noch im Dunkeln des Aberglaubens, des Pseudo, Placebo, und der nur aus einer Scheuklappenperspektive wahren Wirklichkeit, der Religionen, ...Ismen, gewaltbasierten Regeln und des Mangels an realen gewaltfreien sozialen Lösungen. Der Kern, Keim und Grundstein eines neuen
sozialen Regelwerks muss zuerst praktisch und tatsächlich funktionieren,
und es muss Spaß machen und den ganzen Menschen mit Herz, Verstand,
Sex usw. begeistern, ohne seine Fähigkeit zur Kritik einzuschränken
und seinen Focus zu verengen! (Einen Meister, ...Ismus oder „Gott“
anzubeten der vermeintlich das hat, was wir nicht haben, mag zwar teils
beruhigen, ist aber letztlich absolut kontraproduktiv und hemmt die eigene
Aktivität.) Eine Dimension mehr! Es geht in unserer holographischen Realität
nicht mehr um Spiel oder! Echt – das sind zwei Seiten der selben
Münze – das ist das Gleiche! (Keine Münze ist echt, die
nur einseitig geprägt ist). Es geht nicht mehr darum ob etwas Theater
ist oder „Realität“. (Die Realität ist Theater) Wenn wir diese Kunst des Theaters auch
noch von Ihrer Einschränkung: "nur festgeschriebene Stücke
zu spielen" befreien und gleichzeitig die festgeschriebenen Rollen
und Szenen, die wir im realen Leben täglich in oft ähnlichen
Variationen spielen durchschauen, dann könnten wir den Spiess umdrehen. Der Nobelpreisträger Manfred Eigen beschreibt in seinem Buch: „Das Spiel“ den grundlegend spielerischen und selbstorganisierenden Charakter des Universums. Diese fundamentale Tatsache der Existenz dürfte in unserer oft absurd ernsten Gesellschaft noch nicht angekommen sein. Philosophie und die Frage der Fragen: Philosophie als offenes System der Liebe zur Wahrheit und Weisheit (im Gegensatz z.B. zur Religion), hat meiner Meinung nach die Aufgabe und ihre Daseinsberechtigung darin, einen funktionierenden Beitrag zur Lösung der ungelösten Probleme unserer Gesellschaft zu liefern. Dies steht bislang aus (so lange die ungelösten Probleme real ungelöst bleiben wie jede Zeitung beweisst). Dass die Spezies Mensch zum Teil verrückt ist, ist für den Philosophen nicht neu, diese Erkenntnis ist nur noch nicht allgemein verbreitet und verstanden: Was würde, gäbe es ihn - der „Weise Mensch“ halten von Schauspielern, die auf der Bühne stehen und mit scharfen Kugeln statt mit Platzpatronen aufeinander schießen? Ein Fall für Polizei und Irrenhaus. Im Anbetracht der Logik, die aus dem Konstruktivismus ableitbar ist – passiert weltweit genau das!! Unsere Wirklichkeit ist nur im Ursprung
der Kausalität/Vergangenheitskette aus der sie kommt real –
nicht im Ursprung der Wahrheit und schon gar nicht im Ursprung unserer
heutigen Möglichkeiten, der Vernunft und Weisheit. Unsere Welt-Geschichte ist ein Konstrukt dass großteils aus Kausalitäten besteht, aus einer Ursache und Wirkungskette die uns noch mit dem Neandertaler und Primaten-Affen verbindet (in jeder TV - Nachrichtensendung ist die geschwungene Keule sichtbar). Die konstruktivistische Quintessenz daraus lautet: Unsere Realität ist (ausgenommen, den unumstrittenen! Naturgesetze – wie Schwerkraft, Mathematik etc.) bezüglich unseres gemeinsamen Soziokosmos nicht wahrhaft real – sie ist unbewusst selbstgemacht – und lebt durch gegenseitige Resonanz und Bestätigung (oft gegen eigene, innere Wahrnehmung) – Es ist nur EIN Welttheater – EINE Möglichkeit von vielen – Es ist ein gemeinsames Schauspiel im tiefsten Sinne des Wortes. ................... "In jedem Manne steckt ein Kind und
das will spielen" ............. Wir leben in einem Sado/Masochistischen System. Von den kleinsten Strukturen wie Schule, Beziehungen, Arbeit… bis hin zu den grossen Strukturen, wie ReGIERungen, die das Volk nur alle 4 Jahre fragen und faktisch Monarchien oder Diktaturen auf Zeit sind. Wir leben in einer S/M Demokratie. Wir brauchen keine REGIErung wir brauchen REGIE Der Zustand der Regie muss gesellschaftlich verankert werden eine Regieinstanz kann man eintrainieren, auch kollektiv. Ausserdem kann man das auch detailliert erklären. Dies entspräche einer zeitgemässen Ethik der Moderne für eine angst- und gewaltfreie Welt, die bisher fehlt. Wir brauchen dringendst eine Erneuerung unserer sozialen Basis und unseres gewaltbasierten Systems. Man braucht hierzu auch keine gefährlichen Experimente, wie dies z. B. bei der vermeintlichen Einführung des Kommunismus der Fall war. Wir können bei dieser Theorie erst im kleinen proben und testen, bevor wir die Neuerungen dann wenn sie ausgereift sind, unters Volk bringen bzw. sie kontinuierlich verbreiten. ........................ Die konstruktivistische Schauspielarbeit, ist eine Arbeit von der erwartet wird, dass sie auf wissenschaftlich beherrschbare Art und innerhalb von Monaten zu einer höheren Wissensstufe führt - Hier werden auf völlig neue Art auch Themen angesprochen, die teilweise auch der Buddismus behandelt Es geht um Konzentration, Lenkung der Aufmerksamkeit, die bewusste Beherrschung der Kraft der Phantasie, körperlich - muskuläre Entspannung, Körpersprache, Gestik, Mimik, Gefühlsarbeit, Sinne, und die Fähigkeit verschiedene, selbstbestimmte Rollen von innen zu spüren und zu leben, und damit ein transzentrales Selbst zu entwickeln, dessen Ich-Zentrum ein spielerischeres ist als unser tierisch ernstes Ego, das durch das versteinerte Beharren auf nur einem Standpunkt zu all der Verhärtung und zum Krieg gegen andere Sichtweisen führt. Statt zum größten und besten gemeinsamen Vielfachen, führt das bisherige Weltbild nur allzu oft zum kleinsten gemeinsamen Nenner (Egozentrik, Dogma, Nationalismus, Krankheit und Krieg). Eine altbekannte Tatsache ist die, das dass ganze menschliche Spektrum von Jesus bis Hitler prinzipiell in jedem Menschen möglich ist. Nicht weniger wichtig, neben der konstruktivistisch-evolutionären Erkenntnis für den Schauspieler, dass (wenn er gut spielt und selbst kreativ mit der Rolle improvisiert) sein Tun echt ist, ist für das Projekt „RealTheater“ die Tatsache, das im Improvisationsteil beim Schauspielunterricht bei der Aufforderung (mit gegebener Ausgangsrolle) „Und jetzt lasst die Szene laufen“ bei der darauf folgenden Improvisation ein ganz bestimmter Zustand entsteht, der in dem Projekt, das hier bezweckt wird dauerhaft gehalten werden soll und dauerhaft gehalten werden kann. Der Spieler ist Beobachtender und Rolle gleichzeitig, es entsteht sowohl individuell, als auch kollektiv ein von jedem im Raum getragener Geist des Kollektiven-Regisseurs, der im Hintergrund steht und ständig eingreifen kann – Es entsteht die Mitte/eine Balance zwischen den beiden Gegensätzen Ernst und Spiel, dies ist ein ganz besonderer bewusstseinserweiternder Moment, den man nur praktisch und nicht theoretisch verstehen kann. Ein neues Bündnis zwischen Glaube und Vernunft. Rebellion heute findet deshalb nicht zuletzt und kaum bemerkt von der Öffentlichkeit in den Räumen, in denen Schauspielarbeit entsteht statt – weil dort die normale Wirklichkeit zusammenbricht und unterhöhlt wird (bisher zeitlich begrenzt). Schauspiel greift die normale Wirklichkeit als solche an, zeigt ihre Relativität, ihren spielhaften Boden, den fragwürdigen Ernst und untergräbt so das scheinbar feste Fundament. (Jeder Erwachsene, der zum ersten Mal beim intensiven Schauspielunterricht teilnimmt, wird das entsprechende Grinsen in den ersten Stunden aus diesen Gründen kaum aus dem Mund bekommen. Hier lebt ein paradoxer Widerspruch zur Realität) Theaterpädagogik hat heute die Aufgabe, Spiel und Theater als Methode ganzheitlicher Persönlichkeitsbildung und Erkenntnis in unser allgemeines Bildungswesen zu bringen! Schauspielunterricht auf der Basis des Stanislavky-Systems und der Strasberg-Method: Mit dieser Methode können Anfänger den Einstieg in ein glaubwürdiges Schauspiel finden und dank dieser Arbeitsweise neue Dimensionen und Rollen in sich freilegen. Grundsätzliches: Den Wunschzustand
eines Schauspielers umschreibt Stanislavsky so: Im Regelfall aber muss das unbewusst-organische Schaffen durch vorbereitende psychische Verfahren wie Willensanstrengung, Konzentration der Aufmerksamkeit, Aktivierung der Einbildungskraft und Phantasietätigkeit erst angeregt werden. Die Gesamtheit der dazu entwickelten Methoden nennt Stanislavsky "Psychotechnik". Ihr Ziel ist die Herstellung des "schöpferischen Befindens", das ein "natürliches Erleben" des Schauspielers zur Folge hat und damit für ihn selbst wie für den Zuschauer die Glaubwürdigkeit der Bühnenvorgänge sicherstellt. Diese Vorarbeit Stanislawskys griff Lee Strasberg (der Stars wie z.B. James Dean und Marlo Brando ausbildete) auf und entwickelte sie weiter. In "Ein Traum der Leidenschaft"
schreibt er: Neben diesen beiden Koryphäen und Pionieren der heutigen Schauspieltechnik, widmeten sich unzählige andere Fachleute den Problemen von Schauspielern und entwickelten Übungen, Techniken und Methoden, um diese zu meistern. Da es bislang noch kein abschließendes, allumfassendes und mustergültiges Gesamtkonzept der Schauspielausbildung gibt, (da in diesen praktischen Bereich der Verknüpfung und Erforschung der verschiedenen Methoden kaum größere Forschungsmittel hineingesteckt werden, weil bislang kein öffentliches Interesse besteht) wird in dieser Ausbildung bislang davon ausgegangen, dass es keine absolute Wahrheit, keine "Bibel" und keinen Atlas der praktischen Schauspieltechnik gibt. Dies muss sich ändern!! Die Theaterwissenschaften, wie sie an unseren Universitäten gelehrt werden, sind vorwiegend theoretisch und vergangenheitskonditioniert (deshalb ähnlich ohne praktische Lösungskompetenz wie die Theologie). Jede darstellerische Herausforderung ist (allein schon bedingt durch das vorher vorhandene spezielle „Verspannungsmuster“ des Einzelnen, das gleichzeitig abgebaut werden muss) ein Einzelfall und muss auf spezifische Art und Weise kreativ gelöst werden. Je mehr Wege und Techniken der Schauspieler zur konstruktiven Lösung herbeiziehen kann, umso größer ist seine Fähigkeit, ein überzeugendes Resultat zu erzielen. Da Schauspieler gleichzeitig ihr eigenes "Instrument" sind, gilt es, dieses immer wieder zu "stimmen". Durch ein kontinuierliches Training und zunehmende Erfahrung ist dies möglich. „Wir wissen wohl,
wer wir sind; aber nicht, was wir werden können.“ Ein historischer Mangel haftete der Schauspielkunst bisher an. Anders als bei vielen Künsten, wie z.B. der Malerei, der Architektur oder der Musik waren die Kunstwerke der Schauspielkunst bis zur Erfindung der Film- und Videotechnik flüchtig und konnten allenfalls, (wie ein Musikstück vor dem schriftlichen Notensystem) nur von einem zum anderen persönlich vermittelt werden. Da es, um eine perfekte Übertragung zu ermöglichen, neben dem Originalton sowohl auf Mimik, Gestik, Haltung und Gruppenzusammenhang ankommt, kann dies erst heute durch den verfügbaren Einsatz (hochauflösender) Videotechnik hergestellt werden. Erst heute können die Meisterleistungen der Schauspielkunst bei einem richtigen Einsatz des Kameramannes und mehrerer Kameras exakt konserviert und damit allgemein vermittelt werden. Sogar ein „Duden“ der menschlichen darstellenden Verhaltensweisen als lehrreiches Videoarchiv wäre heute damit keine Utopie mehr. Die Techniken des Theaterpädagogen Augusto Boal: Die sogenannten „neuen Techniken“
Augusto Boals können dazu dienen, zwischenmenschliche oder innerseelische
Konflikte – seien es die eigenen oder die der zu erarbeitenden Bühnenfigur
– differenzierter wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um vorschnelle
Lösungen, sondern um das Erkennen der Muster, aufgrund derer bisherige
Lösungen scheitern. Bei Übungen wie „Bild und Gegenbild“,
„Analytisches Bild“, „Kaleidoskop-Bild“ oder „Regenbogen
der Wünsche“ steht der jeweilige Darsteller bzw. die Bühnenfigur
mit ihren Erlebnissen, Wünschen, Widersprüchen und Barrieren
im Zentrum. Diese werden im Zusammenspiel aus den unterschiedlichen Perspektiven
der Mitspieler bzw. der weiteren Figuren beleuchtet, wobei Übereinstimmungen,
andere Facetten oder ungeahnte Ressourcen deutlich werden können.
Daher sind die ‚new techniques‘ sowohl für intensive
Theater- als auch Gruppenarbeit in hohem Maße geeignet. Das Improvisationstheater: Seit einigen Jahren erst gibt es in unseren
Großstädten eine neue Form des Bühnentheaters, das Improvisationstheater:
Nichts ist geplant, alles entsteht aus dem Moment. Das Ich Rätsel: -stellt jedem von uns die scheinbar simple Frage: Wer bist Du? Sagen wir mal Du wärst arbeitslos, hast kein Auto, eine schäbige Wohnung, keine Freunde, keinen Partner usw. Du erbst überraschend eine Villa und bekommst von einem verschollen geglaubten Verwandten Hilfe. Ein Designer kleidet dich neu ein, ein Imageberater schult dich, du wirst in Rhetorik und Körpersprache geschult und ein Freund führt dich ein in den Kreis von interessanten Leuten und bringt dir neue Hobbys nahe. Dein Umfeld hat sich total verändert, und dadurch Deine Mimik, Dein Auftritt usw. Es geht dir plötzlich bestens und es dauert so nicht lange, bis Du einen Liebespartner kennen lernst... Wer bist Du? Jetzt bist Du fast das Gegenteil
von dem, was Du vorher warst. Utopien im Vergleich: Mit diesem Projekt mutet es ähnlich an, wie es z.B. dem ersten Konstrukteur eines Flugzeugs oder Autos ging, bevor es das erste Auto gab. Der den Leuten vorher zu Vieles auf einmal erklären musste, damit sie sich das Ganze vorstellen können. Jeder der damals lebte war erst dann erstaunt, als er das fertige Produkt ohne Pferd davor, ratternd in Bewegung sah. Aber kaum jemand hätte es begriffen um was es geht, hätte Herr Benz vorher von Vergasern, Kurbelwelle, Kolben, LENKRAD und Tank gesprochen – so geht es hier wohl auch – Die Sache ist zu komplex als dass man hoffen kann, dass ohne einen fertigen „Prototyp“ vorzeigen zu können, hier die Allgemeinheit sich das Ergebnis schon vorher vorstellen kann . Wir brauchen ein funktionierendes, vorzeigbares Ergebnis! Ein Modellprojekt. Genau wie beim Auto vor etwa 100 Jahren ist die Zeit dazu heute reif und zwar deshalb, weil sämtliche „Bauteile“ verfügbar sind und nur noch zusammengefügt werden müssen! .................................................................................... PS: Regie umfasst den Aufgabenbereich des Regisseurs/der Regisseure und damit die Einrichtung, Einstudierung und künstlerische Leitung einer Inszenierung. Das Weltheater spielt bislang ohne vernünftige Regie. Raumschiff Erde fliegt ohne Lenkrad. Sartres Theaterstück: „Geschlossene Gesellschaft“ (3 Personen die sich das Leben zur Hölle machen) mit umgedrehtem Vorzeichen... ist noch ungeschrieben! Die Kunst des Krieges ist es, die gesamten Ressourcen einer Nation zu aktivieren. Der Friede könnte dies potentionell genauso, auch wenn er das bisher noch nie geschafft hat. Der Konstruktivismus und ein Satz von Novalis "Die künftige Welt ist das vernünftige! Chaos" könnte als Leitgedanke stehen. Diese Vorstellung einer hochentwickelten, für den heutigen Intellekt aber nur bruchstückhaft erkennbaren und daher geheimnisvoll erscheinenden Ordnung der Welt steht im Hintergrund der Überlegungen zur Organisation der neuen Möglichkeiten. "Das Leben ist viel zu kostbar, um es dem linearen Schicksal zu überlassen. Das Ende der kausalen Geschichte wäre der Anfang einer selbst bestimmten offenen Story", könnte Michael Ende sagen. „Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ würde Humphrey Bogart sagen. ......................................................................................................................................................... Ähnlichkeiten zu Endemols Big Brother Projekt oder zu Peter Steins tagelanger Faust Inszenierung auf der Weltausstellung in Hannover mag es vordergründig zwar geben, was hier beabsichtigt ist beschreitet jedoch Neuland. Denn es geht weder darum sich in den Schienen nur eines festen Scripts und Stücks zu bewegen (wie bei Peter Stein), noch darum (wie bei Big Brother) die üblen Regeln (z.B. Konkurrenz) der Normalwelt beizubehalten, oder gar zu potenzieren. Noch Niemand bisher hat es gewagt, die Leichtigkeit, die durch die schauspielerischen Regeln z.B. im Improvisationsteil des Schauspielunterrichts oder in Johnstones aktuellem Improtheater entstehen, tagelang beizubehalten und auf diese Weise (seine normale Ego-Rolle überschreitend), kollektiv begleitet vom Regisseur-Ich und einem Team von begleitenden Wissenschaftlern zur virtuellen Realität zu erschaffen – Ein Stück, dass sich selbst schreibt – nach anderen Regeln als die Realität (die sich ebenfalls selbst schreibt). Erstmalig würde es hier darum gehen die Schwerkraft normaler gesellschaftlicher Regeln durch die Kunst ohne Kurzzeitbegrenzung zu überwinden. .................................. Gibt es Lösungen die wir in unserer Verbissenheit und in unserer festgefahrenen Perspektive nicht sehen? Ist das Schwert das falsche Instrument um Probleme zu LÖSEN. Könnte es zentrale Punkte geben, bei denen ein relativ kleiner Eingriff eine große Wirkung erzielt? ....................................................................... Von Ursula Storost 2010 Aber es gibt Menschen, die darüber nachdenken, wie Frieden gelingen kann, wie es zu wechselseitiger Verständigung und Konfliktbewältigung kommen könnte. Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg hat in Zusammenarbeit mit dem Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung dazu einen Workshop veranstaltet. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, Philosophen und Klimaforscher, Soziologen und Psychologen kamen hier zusammen, um gemeinsam über Wege aus der Gewalt und neue Entwicklungen in der Konfliktforschung zu diskutierten. Denn - so die Überzeugung - nur gemeinsam kann man dem Ideal des Weltfriedens näher kommen. ................ Die innere Bewertung ob Erlebnisse oder Wahrnehmungen wahr und real oder
Fiction und Phantasie sind, ist sehr wichtig (1 hier link zu oliver stocks
buch "der mann der seine frau mit einem hut verwechselte").
Der Schauspieler beherrscht es, dieses für den Menschen äusserst
wichtige (und von Natur aus autonome) Mess- bzw. Orientierunggsinstrument
zu beeinflussen und willentlich zu manipulieren, das für "die
Abstempelung" von wahr/ernst oder nicht wahr/nicht ernst steht. Es
kommt in diesem Rahmen nicht darauf an, was wahr ist, es kommt darauf
an was wir gemeinsam willentlich als wahr stempeln. Die meist ungeschriebenen
Gesetze beim Schauspielunterricht docken beim kindlichen Spieltrieb an,
es ist also leicht an dieser "gemeinsamen Verschwörung"
auf Zeit beim ernsthaften Spiel mitzumachen. ........... Wir sollten Theater und Improtheater verbinden. Das Improtheater leidet
unter der Oberflächlichkeit der kurzfristigen Etüde, dem fehlenden
Script und der sprunghaftigkeit, die eine Tiefe oft verhindert und dem
normale Theater fehlt die erhöhte Lebendigkeit. ................... RealTheater - Wohin tabulose Ehrlichkeit und die Möglichkeit des impulsiven und emotional unverfälschten auslebens durch Schauspielmethoden führt: Das Ausleben des vorher tabuisierten Negativen in der Form des Theaters, (das niemanden zum echten blutvergiessen bringt,) erschafft das Positive, genauso wie umgekehrt das nichtausleben des tabuisierten negativen das Negative erschafft, da nichtausleben von erlebten Ereignissen/Energien immer zum ansammeln führt und Ansammlung immer schon "Materie" erst entstehen lässt. Die muskuläre und geistige Anspannung bei unausgelebter Wut erschafft Hass und/oder Krankheit. Staut sich davon genügend an, dann bricht der Hass und/oder die Krankheit irgendwann aus und muss sich ein Ziel für die Agression suchen. (die Bioenergetik beschreibt dieses Phänomen detailiert. Muskelpanzerung ist weiterhin der Grund warum im Schauspielunterricht Entspannungsarbeit, wie Strasbergs Stuhlentspannung so wichtig ist) Wir Schahauspieler verhindern den negativen Spirit und die nagative Tat (innerhalb der Schauspielregeln) nicht, sondern wir lassen es eskalieren. wir gehen mit konflikten so um, dass sie sich völlig frei ausleben können, weil dies sowohl am spannendsten für die zuschauer, als auch am intensivsten und unverlogendsten für die spieler ist. dies führt dazu, dass wir menschliche verhaltensweisen, die nicht zum positiven führen durch die sichtbare eskalation sofort entlarven (und danach durch ein lachen beenden können, denn wie bekannt stehen die toten auf der theaterbühne schnell wieder auf.) letztlich können wir damit verhaltensweisen, die in die gewalt und zuendegedacht zu tod oder gar "atombombenhass aufeinander" führen, erkennen und müssen somit nicht wie bisher sozusagen unausgelebtes mit uns herum schleppen und damit in die falsche richtung denken und hassen und unser gehirn mit ärger zuspinnen, was ständig bei ungelösen sozialen konflikten, in die in der "normalwelt"fast jeder involviert ist, getan wird. dies führt vermutlich dazu, dass nach einer weile negative kommunikations- "Spielzüge" ( verhaltensweisen), die in eine loose - loose situation führen, sowie auch spielzüge, die in ein nullsummenspiel führen weniger begehrt werden und durch den lerneffekt nicht mehr getätigt werden, nicht wegen einem gesetz oder einer bestrafung, die es nicht gibt, sondern wegen der höheren freude an win- win situationen, wobei wir bei unserem gruppensystem bei der bevorzugung gemeinsamer kunst und situationen und kommunikationszügen sind, die beim anderen gute gefühle oder gemeinsame kunst auslösen (ich bin gerade auf diesen text gekommen, durch ein ipad "textunes" buch mit dem titel: "Logbuch der angst" (1) bei dem das alpraumszenario mit einer segelyacht über den antlantik - (das ich bereits einmal im schauspielunterricht als impro thematisiert habe - mit fremden mitseglern ohne ausweichmöglichkeit) beschrieben wird, die dinge die geschehen sind abhängig von der konstellation des szenarios und der möglichkeit der vorstellung. insbesondere eine kollektive angst, an die eine gruppe ihre aufmerksamkeit hingibt, hat immer schon die tendenz gehabt sich wie eine selbsterfüllende profezeiung zu erfüllen. (siehe techniken zu suggestion, hypnose und selbsthypnose) (dieselbe angstthematik durch fehlende soziale kontrolle gibt es bei der bemannten marsmission) und um zum realtheater zurückzukommen: das umgekehrte, das positivste war bisher nicht möglich, weil die grundbedingungen durch tabus und fehlende übereinkunft, synchronizität, und "fehlende den leuten bekannte soziale muster" bisher nicht möglich war ) wir brauchen also das gegenteil eines alptraumszenarios: ein gemeinsames wunschtraumszenario als verhaltensmuster für gruppen - ein verhaltensmodell ohne angst, eifersucht, strukturelle gewalt, hierarchie - ein zukunftsverhaltensmuster, eine konkrete utopie... etwas was wir erst konstruieren und austarieren müssen, mit vielen einzelschritten die in einem gruppenverhalten absolut neu sind.. ................ folgendes versteht wahrscheinlich nur ein Schauspiellehrer oder Sozialpsychologe: (Es geht darum leute durch die macht der umstände zum positiven
zu formen, wir brauchen so etwas wie ein Anti-Bootcamp! (1)
) Die Macht der Umstände, die Macht des Szenarios: Ein Spiegel Online Interview (1) mit dem Sozialpsychologen Philip Zimbardo, dem Leiter des Stanford Gefängnis Experiments: "...Zimbardo: Mein Schulfreund an der Monroe High School in der Bronx, der kleine Stanley Milgram, und ich führten später zwei der bekanntesten Studien zur Macht der Umstände durch. Wir saßen 1949 zusammen in einer Klasse. Das war nicht lange nach dem Holocaust - und wir fragten uns: Könnte so etwas auch in Amerika passieren? Ich antwortete damals, sei nicht dumm, Stan, das war Nazideutschland, aber er erwiderte: Würdest du einem völlig Fremden einen Elektroschock verpassen, wenn es dir eine Autorität wie Hitler befehlen würde? Niemals, sagte ich. Und Stanley schüttelte den Kopf: Die Aufpasser im Konzentrationslager haben das auch gesagt, bevor sie da hinkamen! In Ihrem Buch "Der Luzifer-Effekt" haben Sie dargelegt, warum jeder Mensch unter gewissen Umständen verrohen kann und zu brutaler Gewalt fähig ist - die Situation entscheide stärker über moralisches Handeln als die Persönlichkeit. Muss man aber nicht stets beides in Betracht ziehen? Zimbardo: Der Streit über die Persönlichkeit auf der einen und den sozialen Kontext auf der anderen Seite ist müßig: Es geht immer um die Person in der Situation. Der entscheidende Punkt ist: Wir betrachten nicht die schwarzen Schafe in der Herde, sondern den Hirten, der sie hütet - das System, die Autorität. Beim Militär beispielsweise gibt es häufig Situationen, in denen Menschen manipuliert werden. Psychologisch heißt das, dass wir die dynamische Wechselwirkung zwischen Person, Situation und System verstehen müssen... " ................................................................................ ..................................................................................... ((Zum Thema "Improvisation im Theater" evtl. eine eigene Webseite machen:))
.......... auf der rk schauspielseite sind keine w - fragen, erkläre das noch
hier Beim Schauspielunterricht gibt es einen speziellen Teil, den wir hier
genauer betrachten sollten und welcher der spannendste Teil des ganzen
Unterrichts ist, weil dort "Dynamische Realität" in der
Gruppe entsteht. Im sogenannten Improteil, oder exakt bezeichnet: "Improvisationsübungen
nach Stanislawski" gelten im Bühnenraum bessere und faszinierendere
Regeln als im normalen Leben: Keinem darf körperlich real etwas passieren.
Jeder kann jederzeit "Stop" sagen . 3. Die Ausgangssituation
der Simulation kann bezüglich "wer, wann, wo, warum" bestimmt
werden. Bis auf diese Regeln, soll aber auf der Bühne so gelebt werden,
als wäre man in der Realität. Diese Regeln führen zu Spieloffenheit,
Angstlosigkeit und Annahme von inneren Impulsen und Ideen der Mitspieler,
anstatt wie meist in der Realität sich gegenseitig zu blocken oder
dem "inneren Polizisten" zu gehorchen. Das erweckt Lust und
Energie. Die Spieler realisieren dort ohne Textblatt und in voller Freiheit
ca. 10 bis zu 60 Minuten eine fiktive Rolle und ein Szenario (er ist gleichzeitiger
Spieler & Regisseur der eigenen Phantasie) . Oft wird die Simulation
so gut, dass sie praktisch real ist. Der Spieler spielt nicht nur, er
ist dann ein anderer für die Zeit des Spiels. wenn man die handlungen im theater als real betrachtet, dann ergibt sich folgendes bild: 1. im theater wird eine simulation eines geschehens in ein festes script gesperrt 2. im improtheater werden simulationen des echten lebens in kurze stücke zerhackt 3. beim film werden simulationen des wahren lebens in kurze stücke zerhackt und aus dem zeitlichen zusammenhang gerissen (um später in der richtigen reihenfolge zusammengeschnitten zu werden) 4. im schauspielunterricht werden simulationen des lebens zeitlich begrenzt auf ca 5 minuten bis 1 stunde 5. in der realität wird vieles improvisiert, aber vieles läuft auch in einer art autopilotmodus, und teile sind gescriptet... realität ist mischform aus freien entscheidungen, kulturellen scripts und autopilot gewohnheiten 6. im realtheater... wird punkt 4 verlängert, punkt 3 wird nicht von der logik her zerhackt, dafür haben wir eine art videorecorder funktion, pause/freeze, rückspulen und anders wiederholen... ................... im schauspiel haben (wie im videospiel) auch die übelsten taten keine schlimmen konsequenzen für das echte leben, deshalb ist die freiheit hier so groß ............. die Sterne kann man nur dann im See sehen wenn es windstill ist und klar zum Thema improvisieren hier eine eingehende Erklärung: http://www.kreatives-lehren-und-lernen.de/bank/11_impro/Improvisation.doc http://www.amazon.de/Improvisation-Theater-Keith-Johnstone/dp/3923854676/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1276375307&sr=8-2 Improvisationsübungen nach Stanislawski mit 5 Sätzen hier beschreiben und auch auf die Wikipedia Stanislawski seite stellen (dort steht darüber noch nichts 2010-06, obwohl Stanislawskis Bücher voll davon sind) ............. Technik und Ablauf von kollektiver Regie in der Umsetzung auf
einer Improvisationsbühne („kollektiver luzider Traum“): wie bei Augusto Boal kann ein Zuschauer einen Spieler ersetzen,
hierzu schreit er aus der Zuschauerbank heraus stopp, geht auf die Bühne
und legt dem Spieler den er ersetzen will eine hand auf die schulter,
dieser geht dann von der Bühne herunter und der neue ersetzt ihn. bei Keith Johnstone habe ich so eine Szene folgendermaßen
erlebt: 2 Spieler, ein Mann, eine Frau, bekommen als vorgabe: „ihr
habt euch gerade in einer Disco kennergelernt und findet euch äußerst
sympathisch und attraktiv, nach der Disco auf der Straße fällt
der Satz: „zu dir oder zu mir“ und die Szene auf der Bühne
startet mit dem eintreten von euch beiden in die Wohnung.
(Spieler können ausgetauscht werden und Zuschauer können ihre
Zustimmung oder Ablehnung oder Neutralität durch ein Lichtsystem
- z. B. Rot/Gelb/Blau in Echtzeit übermitteln und so kann die emotionale
Intelligenz der Zuschauer direkt auf das handeln der Spieler beeinflussen
und lenken, man könnte die Bühnenbeleuchtung über einen
Computer und einen Regler mit 3 knöpfen für jeden Zuschauer
steuern, noch wirksamer - weil als spot sogar noch auf eine position richtbar
- aber vielleicht zu dunkel wären Taschenlampen mit 3 Fach farbfilter,
wie es das in einigen experimentellen Theaterstücken bereits gibt .........................improthema bis hier ....................................................................
„...damit steht die gleichermaßen belastende Anforderung,
sich die sprachlichen, stimmlichen und körperlichen Ausdrucksmittel
einer (gedachten oder wirklichen) anderen Person so zu eigen zu machen,
dass die eigenen „natürlichen“ Ausdrucksmittel dahinter
weitgehend oder ganz zurücktreten. Man könnte das aber auch aus einer anderen Perspektive sehen: Dass der heute übliche, auf ein festes Selbstmodell fixierte Mensch nur eine Möglichkeit von mehreren Möglichkeiten ist, die einige Kollateralschäden verursacht. Eine dynamische Persönlichkeitsstruktur für uns alle wäre vielleicht nicht nur möglich, sondern sie wäre eventuell besser. Wir sehen bei vielen Menschen den Wunsch aus dem eigenen historisch gewachsenen Ich auszubrechen und die Freiheit einer Wunschrolle zum Beispiel durch einen Avatar auszuleben. Auch haben Schauspieler, die aus ihrem fixierten sozialen und mentalen Selbstmodell ausbrechen für uns eine hohe Attraktivität (Dittsche, Horst Schlämmer, Anke Engelke etc.). Ein Dynamisches „Ich“ muss nicht mehr seine „Ehre“ verteidigen und hat wesentlich mehr Möglichkeiten des Ausdrucks und des Spiels. Es geht um die Freiheit über seinen Schatten zu springen, die dem Schauspieler unter gewissen Umständen möglich ist. Eine Gesellschaft, die ihren Mitgliedern die Freiheit eines dynamischen Selbstkonzepts bietet funktioniert natürlich nur dann, wenn ein Netzwerk von Menschen und hierzu passende und schützende Regeln eine neue Orientierung und ein sozial stabiles Fundament bieten. Ein solches Regelsystem, dass besser als unser jetziges sein sollte, kann ich sehr wohl erkennen. Dies soll im Projekt RealTheater perfektioniert und eingeschliffen werden. .................. Das Kind in uns erobert den Erwachsenen zurück! Die "inneren" und äusseren Polizisten werden als Spielverderber entmachtet. Wir sind was wir tun und wir sind prinzipiell frei zu tun was wir wünschen. Würde das erschaffene Wunschrollen-Szenario real, dann wäre dadurch offensichtlich das Monopol der üblichen anerzogenen kausalen Egorolle gebrochen. Dadurch soll die Relativität der üblichen sozialen Realität durch eigenes erleben fundamental erkannt werden, wie der Radikale Konstruktivismus dies theoretisch belegt. Eine Fragestellung wäre auch, ob eine Ich- und Gruppenstruktur entstehen kann, die nicht mehr egozentrisch dominiert ist. Die heute lebenden
Größen der Schauspielpädagogik, die neue Methoden entwerfen,
wie Augusto Boal (Theater der Unterdrückten/Der
Regenbogen der Wünsche), Jakob Levy Moreno (Psychodrama) und Keith
Johnstone (Improvisationstheater/Life-Game) arbeiten daran Schauspiel
und Realität zu verknüpfen und nicht nur deren unterhaltendes,
sondern dessen realitätsveränderndes Potential bekannt zu machen
und zu nutzen. Auch die früheren Größen der Schauspielkunst
bzw. Schauspielpädagogik: Shakespeare, Tschechow, Brecht, Stanislawski
und Strasberg betonten oft, dass Schauspiel weit mehr Potential besitzt
als nur zur Unterhaltung durch ein Theaterstück oder einen Spielfilm
Verwendung zu finden. Aus Wikipedia - Stichwort: Schauspiellehrer Stanislawsky: "Die Diskussionen um das Verhältnis vom "Ich" und "Rolle" halten bis heute an. Zur Zeit dominiert am GITIS in Moskau die Lehrmeinung, dass das "Ich" des Schauspielers eine Art spielerisches Kind sei, ein "künstlerisches Ich", welches sich unabhängig vom "privaten Ich" des Schauspielers in die verschiedenen Umstände hineinversetzt. Dieser feine Unterschied zwischen Selbstdarstellung und persönlichem künstlerischen Herangehen bietet seit Jahrzehnten Stoff für Diskussionen." Der sichere Rahmen für alle Teilnehmer ist bei solch einem
Projekt sehr wichtig. Die wissenschaftliche Verantwortung erfordert dass
das Projekt zu jeder Zeit innerhalb einer Sekunde angehalten werden kann,
um es zu verändern. (Jeder kann im Notfall diesen Stopp auslösen.) Dieses RealTheaterstück soll letztlich den Wunsch im Zuschauer wecken, seinen passiven Zuschauerstuhl zu verlassen, die Schwelle zur Bühne zu überwinden und einzutreten. ............................ Alles was getan wird steht jedoch im Schutz der kollektiven Regie und der Theaterregeln. anstatt "lineare Realität" geht es um "dynamische Realität"...) diese Regeln sollten ins Leben adaptiert werden, dort den Ernst und die Trägheit aufbrechen und zu einer neuen Art von Freiheit führen, und letztlich für alle diese Möglichkeit sichtbar machen. Von den Schauspielern wird hier (nach Einarbeitung
und Entspannung) außerordentliches abverlangt, die völlige
Aufgabe der üblichen "Mauern" im Ensemble. Wie heisst es
so schön: "Echte Freunde sind die, vor denen man laut denken
kann". Dies bedeutet, wenn nötig, die Offenlegung des realen
Subtextes und inneren Dialogs . Selbstkontrolle und Disziplin sind zur
kollektiven Regie unbedingt nötig (ich kann z.B. das Pferd, das ich
reite, nur dann sich frei austoben lassen, wenn ich jederzeit! weiß
wo die Zügel sind). Es geht sozusagen während der Spiels darum,
die eigene gesellschaftliche Maske abzulegen, und die außerordentliche
Lust am Gesichtsverlust auszuleben. ............................ .................................................................. Big Brother contra RealTheater: Wir arbeiten in ein paar Punkten etwas ähnlich wie das Big
Brother Projekt (Big Brother Deutschland 2010 wurde/wird von uns übrigens
komplett mitgeschnitten zwecks einer sozial-psychologischen Auswertung
der Gruppendynamik). Bei Big Brother ist soziales Leben mit all den Statuskonflikten,
mit all der ganz normalen strukturellen Gewalt, mit den Konflikten des
Alltags, mit sexuellen und emotionalen Bedürfnissen und Grenzen sehr
gut von außen beobachtbar. Täglich werden etwa ca. 40 Minuten
der wichtigsten Ereignisse dieser Gruppe von im Schnitt ca. 12 Leuten
bei RTL2 gesendet. Der Autor dieser Zeilen vergleicht diese Sendungen
manchmal mit den Dokus und Beobachtungen von Jane Goodall bei Schimpansengruppen
in Gombe/Afrika. Es gibt erstaunliche Ähnlichkeiten bei der Hackordnung
oder dem Verhalten der „Alphamännchen“ ;-) Ein RealTheater Projekt könnte man sich wie ein Big Brother
Projekt vorstellen, bei dem die Anzahl der Leute ähnlich ist, bei
der die Kamera- und Mikrofontechnik ähnlich ist, bei dem die Räumlichkeiten,
Kulissen und Kostüme jedoch zum Teil wesentlich schöner, künstlerischer
und traumhafter sind. Beim RealTheater Projekt sind die Fachleute im Hintergrund
nicht immer räumlich getrennt, sondern sie sind wie bei einem Filmset
(nur wenn nötig) mit dabei im Raum und können manchmal direkt
ins Geschehen eingreifen. HIER WEITERARBEITEN Das Mars 500 Projekt (1)
ist eine Marsflug Simulation in Moskau (start 3.6.2010) mit 6 Leuten und
40 Kameras, das über 520 tage geht: dies ist auch ein soziales Projekt.
Beim Projekt "Biosphäre 2" (1) war es ähnlich: 1991 ließen sich acht Menschen für 2 Jahre in dem US Mega-Treibhaus "Biosphäre 2" einsperren. Doch schon bald lief die "Selbstversorger-Raumstation" aus dem Ruder, auch deshalb weil sich zwei verfeindete Gruppen bildeten. Beim jährlichen Big Brother
TV Projekt (1)
mit bisher 11 Gruppen in Deutschland ist am TV Bildschirm sehr gut zu
beobachten, wie sehr oft eine Gruppe in zwei zerstrittene Hälften
zerfällt. Die angelernten gesellschaftlichen Regeln scheinen eine
Spaltung wahrscheinlicher zu machen als eine nachhaltige Lösung bei
Konflikten. Wer das Leben als Spiel sieht und dieses spiel ernst nimmt und dieses spiel annimmt kann also "echter" sein als Leute, denen der Ernst des Lebens die Muskeln verkrampft und sie damit zu einem Roboter oder zu einer Statue macht. .................................. die frage ist mit welchen konstruierten erlebnissen beeinflusse ich die psyche und das selbstbild eines menschen am stärksten und nachhaltigsten in eine positive richtung wir arbeiten mit echtem erleben und nicht mit imaginationen oder nur
texten wie NLP ..................... .................. Wir sagen: Das Lebensspiel ist die Fähigkeit wahrhaftig unter gemeinsam künstlerisch konstruierten Umständen zu leben und zwischen SpielLeben und Regieführung hin und herschalten zu können ................. Thema Liebe: Diese Resonanz einer Schlüsselrolle gilt natürlich
auch im negativen, wenn Leute sich in eine negative Rolle so hochschaukeln
dass das Da der homo sapiens meist diese rollen nicht steuern kann, weil
er sich nicht gegenseitig synchronisiert, ist er der Willkür dieser
je älter Menschen werden und je mehr Enttäuschung sie
in bezug auf liebe schon erlebt haben, desto negativer zugewandt sind
sie. die Ernstnahme und der Respekt des negativen Spirits, der negativen
rolle ist dann oft höher als die des positiven. viele Leute empfinden
Verachtung oder Zynismus gegenüber der liebe und haben ihren glauben
diesbezüglich verloren. vor allem weil sie erlebt haben das der positive
Spirit leichter willentlich kaputtbar zu machen ist als der negative (jeder
kann das wenn er will, die dazu passenden Sätze und Rituale sind
wohlbekannt unsere Kultur hat damit kein Problem liebe zu zerstören).
eine liebe kann einer der Partner schnell zerstören wenn er wirklich
will. hass dagegen in liebe umzuwandeln ist in unserer Gesellschaft eine
schwere bis fast unmögliche Sache weil einfach das kulturelle know
how fehlt (z.b. israel-palästinenser) .......... ................................................... Es geht darum unsere Soziale Strukturen von der Vergangenheitskonditionierung (Affe) auf Zukunftsfähigkeit umzustellen, von der Gewaltbasis auf die Liebe Basis. Ein Quantensprung .................................... Kunst & Spiel ist die Lösung! Die Realität findet im RealTheater Konzept einen Rahmen in dem sie gewaltlos inszeniert werden kann, durch eine gemeinsame Allianz aus Spielfreude, Spielorganisierung, transparente Kommunikation und Kunst. Dadurch ist die alte gemeinsame Abmachung aus historischen Tabus, Gewalt, Egozentrik, Ernst und Justiz veraltet. Es geht nun um Regie statt Regierung! Die Steuerung und Organisierung von Menschen und Gruppen ohne Gewalt und versteckte Gewalt. ........................ es gibt diesen wunsch der welt: der planet als gesamtkunstwerk, das im harmonischen, musikalischen und spielerischen flow schwingt (zum thema: planet der kunst, des spiels und des strukturellen friedens) ................. wir müssen alle Leute überprüfen, die behaupten
sie würden eine Idee haben und ein licht sehen, wir sollten deren
Ideen einem reality check unterziehen und ihnen bei der Umsetzung helfen
um neue Friedensideen zu beweisen oder zu widerlegen Eric Berne, ein berühmter Soziologe und Psychologe, liebte folgenden Aphorismus "Die Menschen werden als Prinzen und Prinzessinnen geboren, bis ihre Eltern sie in Frösche verwandeln." Wir wollen sie wieder zurückverwandeln, von Fröschen zu Prinzessinnen und Prinzen! .......................... Statt Planet MONOPOLY: von MONO zu POLY: eine friedliche
epoche setzt auf netzwerke und ensembles auf allen ebenen und nicht mehr
auf zentrale machtzentren mit einem hierarchischen zentrum an der spitze
(diktator, boss, chef, kanzler, König, präsident) ........................ http://www.razyboard.com/system/morethread-neues-theater-forschungskolleg-an-der-fu-berlin-neue_schauspielschule-1537518-4849447-0.html Es gibt weltweit so viele schone Geister und Herz und Seele ergreifende Verhaltensweisen dass wir eine Datenbank dafür brauchen wurden. Einedatenbank menschlichen Verhaltens, wirksamer Rituale und Schlüsselerlebnisse, die es noch nicht gibt. Eine Enzyklopädie der Verhaltens Etüden und Ritualen und ihre Wirkung auf die Formung des Menschen der diese Erfahrungen erlebt .................... .............. ich erkenne, dass die natur für jedes problem auch eine lösung hat, sonst gäbe es das weltall nicht, es wäre stecken geblieben und ein unbeweglcher metallblock aus uran ;-) ich schätze dass die lösung unserer zeit in der kommunikation liegt (kommunion anstatt kommuinon - kommunion heisst einem dogma beitreten, monolog, klappe halten und einem diktator gehorchen. kommunikation heisst mitdenken, dialog, ehrlichkeit, offeneit und seine eigenen erfahrungen, impulse und ideen einbringen, letzteres ist ein weit höherwertiges system) ich glaube dass es argumente, sätze und worte gibt, die jedem dogma überlegen sind, wenn man sie nicht mit gewalt unterdrückt (gewalt ist übrigens das gegenteil von liebe) worte, die jede härte, lüge, vernebelung, starre und brutalität in klarheit, übersicht und lachen auflösen können. Die Sturheit eines Dogmas macht Menschen starr, hässlich, humorlos und gewalttätig, so dass man sie nicht mehr lieben kann, sondern nur noch fürchten muss! .............. Ich mag, um ein Voltaire-Zitat zu bemühen, verdammen, was Kritiker über mich schreiben, doch würde ich mein Leben dafür einsetzen, dass sie es weiterhin tun dürfen. Ich bejahe Kritik an meiner Arbeit, das gehört zum Diskurs und zum „Schachspiel“ der Argumente und Gegenargumente, der Sätze, Wörter und Erkenntnisse auf denen wir stehen. Ich bestehe darauf, dass wir, reflektiert und auf das Thema und
vor allem auf die Lösung konzentriert streiten. Wir brauchen eine
Debatte über das, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält:
einen Diskurs über die Freiheit des Wortes und über neue praktische
Möglichkeiten diese Freiheit grenzenlos zu nutzen. wenn 2 Leute diese art von 3. Auge als Stirnband benutzen während
sie streiten dann ist es möglich dass sich jeder danach die Videoaufnahme
des Partners ansieht. man sieht sich selbst normalerweise nie aus der
Perspektive des anderen. diese Sichtweise verschafft eine art bewusstseinserweiterund,
da sich eigenes Selbstbild und die Wirkung nach außen oft stark
unterscheiden. diese Geräte sind sowohl in der mediation, Therapie,
und Kunst anwendbar. Das "Human Love Projekt" oder so könnte man das nennen (das erinnert ein bisschen an das Human Genom Projekt, oder an Kennedys Plan zur Mondlandung innerhalb eines jahrzehnts). wir können hier in Gruppenarbeit forschen, notfalls in zig oder hunderten Versuchsgruppen, die alle etwas anderes probieren, wenn es in einem modell-dorf mit 20 oder hundert Leuten kollektive liebe real funktioniert, dann haben wir die zwischenmenschliche mauer durchbrochen (die bisher nur paare durchbrechen dürfen) vielleicht war „liebe deinen nächsten“ nicht theoretisch sondern praktisch und auch sexuell gemeint, so radikal wie es geht und so wie unkonditionierte liebe ist, einschließlich kollektiven sex und Polyamory was ist das schlimmste was ein Mensch einem anderen antun kann
und was ist das beste was ein Mensch dem anderen antun kann? ersteres
kennen wir und letzteres brauchen wir (in „Massenproduktion“). Eine begleitende Kameraführung bei der gesamten
Arbeit ist nötig. .......... es geht auch darum verhaltensweisen von aussehen und alter zu trennen.
wer sich heute als 60 jähriger wie ein teenie benimmt, der wird seltsam
angeschaut oder sogar ausgegerenzt. in einer grauen stadt wird derjenige
der sein haus bunt anmalt verhaftet (link zu m.ordilo bild) ............... 3Sat Lebensart/Schauspieler Florian Teichtmeister: .............. mit "Tacheles reden“, meine ich voll zu seiner eigenen/subjektiven Perspektive zu stehen (bemerkenswert ist hier z. b. Georg Schramm der bis 2010 bei dem ZDF Kabarett "Neues aus der Anstalt" mitgespielt hat . Diese Art von Polemik könnte man als einen "Disput ohne die übliche Verlogenheit" bezeichnen. Wikileak bringt hier ebenfalls auf ganz anderem Weg knalloffene Realität in die übliche verlogene Kommunikation der Diplomatie. ........................................................... Aus Illusion wird Realität. ..................................... Erkenne Dich selbst, indem Du Dich von aussen anblickst - dies ist heute
technisch realisierbar: .......................... Durch Schauspiel lässt sich Realität nun direkt statt
indirekt steuern. Mit der philosophischen Erkenntnis, dass historisch-reale
Realität genauso real ist wie konstruierte Realität („Realitätsbooster“
durch den Radikalen Konstruktivismus) , man kann das vergleichen mit der
Gentechnik, die die direkte Information des Codes verändert, also
nicht über den indirekten und ineffizienteren Umweg der Pflanzenauslese
durch Gärtnerarbeit geht. big brother versucht die Realität
im Versuchslabor der Gruppe durch Manipulationen zu ändern (Bundeswehr
auch etc) wäre es Schauspiel dann könnten die Big Brother Regieseure
(die im Hintergrund Strategien austüfteln) direkt eingreifen: was wäre, wenn man sich nicht wie gewohnt aus der Egoperspektive
(aus seinen Augen heraus) sondern aus der Perspektive des Gegenübers,
oder aus einer 3. Person Perspektive, wie bei Videospielen wahrnehmen
und steuern würde?
........................................................................................................................................................................... ... ........................................................................................................................ folgendes hier zwischenlagern:....................................................... Folgende Verbindungen mit dem Projekt
RealTheater als Möglichkeit, (wenn
viel Geld für visuelle Realitätsgestaltung Grundlagenforschung
vorhanden wäre) ...einen 6- flächigen Projektionsraum wie man ihn von den Entwicklungsabteilungen der Grosskonzerne kennt, mit Schauspielimpro verbinden (dies wurde wahrscheinlich noch nie getan so etwas mit Schauspiel zu kombinieren) eventuell dazu noch ein paar Requisiten/Möbel, eventuell sogar aus dem 3D Drucker, dann wäre in Zukunft fast jede Sezenerie jederzeit spielbar in diesem "Realitätssimulator" (kurze Rechnung für eine Art heute realisierbares "Holodeck": .............. Das Internet als Betriebssystem der Gesellschaft (Sichtweise der Piratenpartei), oder das Internet als zukünftiges Gehirn der Menscheit. ........... Als Schauspieler ist man Akteur und Beobachter zugleich, man ist also nicht mehr nur ein Ego das nur aus der Egosichtweise heraus wahrnimmt. Man ist Regisseur und Spieler gleichzeitig, nicht mehr nur Akteur ohne Beobachtung von sich selbst und seiner Lage im Spiel, und man sieht das Geschehen als gemeinsames Spiel. In diesem Zusammenhang passt die psychologische Schlüsselszene des Films "Matrix". Die Entscheidung in der Schienen der Vergangenheit zu bleiben (die blaue Pille) oder das Leben als Regisseur in die eigene Hand zu nehmen und sein eigenes "Wunderland" daraus zu machen (die rote Pille).
((muss besser erklärt werden=>)) angeregt durch Keith Johnstone
Übungen: Wir können auch Skripte entwerfen oder einzelne gescriptete Ereignisse ins RealTheater einweben. Weiterhin das Thema Wunschrollen Wer will ich wirklich sein?, samt zugehörigen Schlüsselerlebnissen sind hier möglich. Diese können vorher, als Startposition oder erst im Stück konstruiert werden.
Außerdem können wir auch Skripte entwerfen oder einzelne gescriptete Ereignisse ins Realtheater einweben. Weiterhin das Thema Wunschrollen, wer will ich wirklich sein?, samt zugehörigen Schlüsselerlebnissen sind hier möglich. Diese können vorher, als Startposition oder erst im Stück konstruiert werden. Ob die Veröffentlichung dieses Stücks bei Erfolg auf der Bühne,
im TV oder im Internet stattfindet, steht offen. Am besten auf allen 3
Medienkanälen.
Thema Sprache und babylonische Sprachverwirrung und Missverständnisse. Wir haben viele Wörter, wie Seele, Liebe; Geist etc. die nicht klar definiert sind, sondern die lediglich Platzhalter sind, wie ein verschlossener Karton, in dem alles mögliche rumkugelt und bei dem jeder etwas anderes in diesem Karton hat. ............................................................................................................... "Meine Religion heißt Kunst" - "Kunst als Religion" -- kunst schreibt zwar keine "wahrheit" vor, ausser der wahrheit der "harmonie in der kunst" (wobei sogar disharmonie erlaubt ist, wenn es um den zweck geht sie ins licht der aufklärung zu stellen), der ernst des spiels in der kunst, die lust der kunst zum experiment und die lust der kunst an der tabuüberschreitung Ich weiß dass es Kinder wirklich gibt - ob es Erwachsene wirklich
gibt, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich glaube eher an Natur als
an eine gewalttätige, verkrampfte, archaische und verlogene Kultur
zwischen Affenzeit bis Heute (andererseits wäre ein Mensch ohne die
Überlieferung der Kultur eine Art "Kaspar Hauser", eine
Art Affe ohne Sprache, das kann niemand wollen) Eine Kultur 2.0 ohne die
"Struktur der Gewalt" mit den nützlichen Elementen der
alten Kultur, die wichtige Elemente wie Sprache weiterentwickelt ("Esperanto
2.0") etc. wäre dagegen sinnvoll. Das Ganze sollte danach umgeben sein und wenn nötig unterstützt werden von Fachleuten aus Schauspiel, Soziologie, Psychologie, Autoren ... Eine weitere Aufgabe kommt gleich oder besser etwas später hinzu: Die Avatare sollen ein Best Case Szenario gemeinsam als Gruppe entwerfen, oder anders formuliert sie sollen durch ausprobieren und durch Regie- und Besprechungspausen gemeinsam eine Simulation konstruieren, in der sie Menschen darstellen wie sie "in einer friedlichen Zukunft auf diesem Planeten leben". Die Teilnehmer sollen also in den kollektiven Geist einer strukturell gewaltfreien Zukunft einsteigen. Damit sind fast sämtliche bekannte Zukunftskonzepte aus Film und Literatur weitgehend unbrauchbar um als Muster zu dienen. Raumschiff Enterprice zum Beispiel rechnet unsere Gewalttätigkeit weitgehend einfach in die Zukunft fort. Wir sollten eine Bestandsaufnahme machen was aus Kunst und Literatur zum Thema Paradies und Zukunftswelten hilfreich und nutzbar ist, einiges Material ist schon vorhanden. jetzt stelle man sich weiter vor, dass diese Kunstfiguren
in ihrem individuellem Spannungsmuster, Haltung, etc nicht schlechter,
sondern besser aufgebaut sind. (erkläre: normale Parodien zeigen
immer Leute die verspannter sind als man selbst, weil man Leute, die lockerer
sind, nicht a tok spielen kann, sondern nur wenn man Entspannungsarbeit
voraus geht - beim Realtheaterprojekt wollen wir aber auch hier den ungewöhnlichen
weg gehen und es wird nicht eine rolle/ein Typ gespielt, der verklemmter/gehandicapter
ist als man selbst, sondern es wird vorwiegend ein Typ gespielt, der eine
Wunschrolle verkörpert. um dies zu erreichen ist bei der Aufbauphase
der Rolle Entspannungsarbeit und nachherige Rollenarbeit nötig. es
kann sein, dass es z. B. eine oder mehrere Wochen dauert bis dies geschehen
ist. es handelt sich hier um Entspannungsarbeit, muskular, psychisch,
systemisch evtl. mit Methoden von Ayurveda, Tantra, .............. eher unverständlich und zuviel pathos: ................ Diese Seite ist als Anregung zu einem mindestens stundenlangen, (später evtl. tagelangen oder längeren) avantgardistischen Theaterstück zu sehen, in dem die Grenzen zwischen Realität und Theater ineinander fließen, indem wir das Beste von beiden Seiten miteinander verweben und zur Synergie bringen. Es geht auch darum das Improtheater auf eine neue Stufe zu heben. Nicht wie üblich kurze Stücke zu Improvisieren, oder wie im normalen Theater ein Script und eine feste Rolle nachzuspielen, sondern Realität zu zeigen, wie sie sein könnte wenn Menschen mit den anderen Spielregeln des Improtheaters und Theaters stundenlang, tagelang oder länger jenseits fester Egorollen leben. ........................................................................................................................................................................................................... ............................................................................................... folgendes eher raus............................................................ . Eine Rückkehr zu den schamanischen und ursprünglichen Anfängen des Theaters? Einige Bedingungen für das Verständnis des Projektes: Für Teilnehmer des Projekts sollte der Radikale
Konstruktivismus (die Kenntnis wie Wirklichkeit
durch Kommunikation entsteht) in Grundzügen verstanden sein
- siehe hier: klick Von den ersten Spielern und den betreuenden Fachleuten wird erwartet, hierzu eine neue, schnelle Schulungsart für den Einstieg zu entwerfen, damit die so entstehende Art der Freiheit optimal genutzt, perfektioniert und fortgeführt werden kann. ............. aus diesem blickwinkel heraus könnten wir auch verschiedene
kulturen des menschen und von menschen gemachte systeme, konzerne zum
beispiel als lebenden organismus betrachten, auch das westlich geldgesteuerte
gewalttätige system könnte man auf diese art wie ein lebewesen
wahrnehmen, wenn wir herauszoomen, dann sieht aus satellitenperspektive
betrachtet das ergebnis unseres kahlschlags der erde tatsächlich
ähnlich wie ein pilzgeflecht aus. die wichtige und eigentlich spannende
frage in diesem zusammenhang ist diese: wie würde ein system der
liebe aussehen, wenn man es als „gesamtorganismus“ und „lebewesen“
hätte. Es geht um Realität mit Theaterregeln, anstatt mit
den üblichen Realitätsregeln. Eine neue Zusammenarbeit aus der aktuellen philosophischen Richtung der Wirklichkeitsforschung / Konstruktivismus und Schauspiel Know-How zeigt neue Möglichkeiten virtuelle Wirklichkeiten zu konstruieren, die zur Realität werden können! .........................................................................................eher raus - bis hierher................................................. ........................................................................................................................................................................................... ............................................................................................... WORTE: Psychotechnik, Ministerium für Friedenskultur, mit heiligem Ernst, parallele Welten, Multiversum, Gruppenbewusstsein, soziale Pilotstudie, kreative Sozialisierung, Liebesdesign, Liebesscript, Freizeitdesign, Realitätsdesign, Realitätsspiel, Spielkunst, freies Liebesspiel, künstlerische Sozialordnung, spielerische Sozialordnung, transpersonale Liebe, Kunstwelt, Rollendesign, Rollenspirit, Liebesarchitektur, Sozialfantasie, Informationsdesign, Kommunikationsdesign, SÄTZE & SLOGANS: Wir benötigen ein künstlerisches und gewaltfreies „Betriebssystem“
für den homo Sapiens. LINKS & QUELLEN: Buch: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit: Eine Theorie der Wissenssoziologie von Peter L. Berger und Thomas Luckmann (1) Ken Wilber, ein Vertreter der "Integralen
Theorie" und der "Transpersonalen Psychologie":
(1)
(2) Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen: ................................................... Ein Traum (von Neo/Hans Mack): Die Welt aus Stein: Ich hatte 2002 einen von den besonderen Träumen,
bei dem man am Ende sofort aufwacht und der einem nicht aus dem Kopf geht,
so dass man ihn aufschreiben muss: Ich habe über diesen Traum lange nachgedacht. Ich glaube dass dieser Traum das Ideal und den tragikomischen Irrtum des Ideals unserer heutigen Welt darstellt. Unser Ziel und unsere Orientierung von Schönheit, Glück und Vollendung ist statisch. Wir beten ewige Jugend und die Schönheit der Jugend an, aber wir erspähen nicht, dass wir eine Barbiepuppe, die eine Maske trägt anbeten. Wir versuchen ein Ideal zu erreichen, aber gerade deshalb entgeht uns die Schönheit der Bewegung. Wir beten etwas an, dem eine ganze Dimension des lebendigen fehlt. Es ist egal ob ein Körper, ein Busen, ein Bauch perfekt ist, wenn der Mensch der in diesem Körper wohnt lebendig ist und wenn das "Kind" in ihm lebendig blieb und Spaß hat und einen junggebliebenen "Geist" trägt. Wir haben nur 3-Dimensionale Lösungen für 4-Dimensionale Probleme. Wir glotzen hypnotisch auf eine tote Skulptur der Welt und wir beten das Weltbild eines hohen Ideal an, dass nur wenige unter brutalsten Anstrengungen erreichen können (wie bei Olympia - die Pervertierung des globalen Spieles). Wir beten starre Masken an auf die ein schönes lachendes Gesicht aufgemalt ist. Wir beten sinnbildlich eine goldene Statue an. Unsere Welt ist so mechanistisch wie eine Miniatur-Eisenbahnanlage. Eine riesige Maschine, in der wir alle eine Puppe auf Schienen sind, ein Männleinlaufen. So kann man aber nicht glücklich werden. Wir leben in einem System das die falschen Ziele hat und wir unterschätzen die macht unserer Hypnotiseure, z. B. die Werbeindustrie. Das Geld hat die Macht übernommen, aber Geld kann nicht denken. Wir sollten aufwachen, endlich die versäumte Billanz 2000 erstellen, die Möglichkeiten der Moderne kapieren und unsere Wünsche sortieren, Das schöne Ziel wäre das gemeinsame Spiel, das (erst) heute möglich ist. Die Welt als Spiel wäre schon bis 2020 prinzipiell möglich, durch unsere Technik, die uns ernährt und versorgt, was Grundbedingung ist, um frei gemeinsam spielen zu können. Wir stehen am Beginn des Roboterzeitalters und sie werden militärische (statt helfende zivile Roboter) in großer Zahl gegen uns bauen, wenn wir der Angst/Gewalt nicht mit echten Lösungen das Wasser abgraben. Wir brauchen die Generalmobilisierung zum Frieden! Wenn wir aufhören uns gegenseitig zu "kloppen", dann hätten wir einen Planeten des Spiels und der Kunst, ein Paradies. Niemals vorher gab es eine Aussicht auf das Ende des Arbeitzwangs für unsere Spezies oder eine globale Kommunikation an die jeder angeschlossen werden kann... und wir könnten dann Stolz auf unsere Art sein... wir könnten unser absurdes Handeln und den ganzen affigen planetaren Witz erkennen und zum Zeitpunkt x alle zusammen einen globalen Lachkrampf über die 20000jährigen Menschheitsgeschichte und einen anerkennenden letzen Applaus geben und "Die Geschichte" als ein riesiges Theaterstück auf der Weltbühne der WAffenmenschen sehen bei dem nun der Vorhang fällt. Wir waren gut und jeder von uns hat einen Oskar verdient für den Ernst mit dem wir unsere historisch kausalen Egorollen gespielt haben. In den nächsten Jahrzehnten geht das heutige Spiel zuende, es kann so oder so ausgehen und die Medien lassen uns den Irrwitz klarer und klarer erkennen: wir sind heute dabei unser Raumschiff Erde total zu ruinieren. Wir haben nicht mehr viel Zeit aus unserer kollektiven Hypnose und aus unserer Duldungsstarre zu erwachen. Wenn der Traum zum Alptraum wird, dann ist die Zeit gekommen aufzuwachen und einen besseren Traum zu träumen wenn wir leben wollen. Es wird Zeit für ein noch lustigeres Spiel. Niemand wird verurteilt, keiner muss zurückbleiben und jeder wird ins neue Spiel mitgenommen, und wer an seiner alten Rolle hängt, der kann die SPIELEN wann er will, aber wer will schon an nur einer Rolle kleben, wenn er ein ganzes "Theater mit allen Rollen und Kostümen" zur Verfügung hat. Ich ahne schon wie der geplante 3. und letzte Teil von James Camerons Avatar Filmen ausgeht: Pandora ist hier! Jeder von uns bekommt einen schauspielerischen Avatar und die Kugelbühne wartet auf uns alle! Willkommen auf Terra! :-)) Applaus Applaus Applaus!
[ Projekt RealTheater | Friedensforschung 2.0 | Friedensforschung & Philosophie | Friedensforschung & Schauspiel | Friedensforschung & Klartraum | Paradies Projekt | RealTheater Forum | RealTheater-Newsletter | Email | Impressum ] Text: Neo von Terra 2011
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soziale Zukunftswerkstatt, experimentelle Zukunftswerkstatt,
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