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Human Paradise 2022? Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!
Diese Seite will einen wissenschaftlichen und künstlerischen Ideenwettbewerb zum Thema: "Das Paradies der Moderne" und "Ein Sozialsystem für die Zukunft" anregen. Friedensforschung 2.0
1. Wir benötigen eine Mobilmachung der Friedensforschung 2. Lösung für den Streit der Standpunkte: Polykontexturale Logik 3. Das Kommunikationszeitalter benötigt eine neue Streitkultur 4 . Was ist "Struktureller Friede" und "Strukturelle Demokratie" 5. Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt! 6. United World Project - Vom Ich zum Wir - Wir sollten vom Ziel her denken! 7. Friedensforschungs TV - Neue Friedensideen erfordern eine Medienpräsenz Projekt RealTheater: Das "Paradies auf Erden" – Auch heute noch Utopie ? Es gibt heute viele neue Möglichkeiten und Lösungsideen, vom ökologischen- und architektonischen- bis zum künstlerischen- und sozialen Bereich, die unbeachtet in Schubladen stecken und oftmals sogar unterdrückt anstatt erprobt und vernetzt werden. Unsere Gesellschaft sollte ein ökologisches und ästhetisches Modelldorf oder eine Modellstadt mit vernetzten Zukunftstechnologien aufbauen. Es ist eine Schande für Europa, dass so etwas, wie die Ökostadt Masdar (in Abu Dhabi), nicht auch hier möglich ist.
Es genügt jedoch nicht, nur die architektonische und technische Seite einer Stadt zukunftstauglich zu machen. Wir brauchen ein schöneres soziales System, ein angst- und gewaltfreies Zivilisationsmodell, wenn unsere Spezies das Zeitalter der Umweltzerstörung, Egozentrik und Atomwaffen langfristig überleben will. In einer realen "Zukunftsstadt" sollte gleichzeitig der Bereich praktischer und wissenschaftlicher Friedensforschung abgedeckt werden. Es sollten soziale Pilotprojekte, wie z. B. das Projekt RealTheater (1) eingebunden werden. Wir benötigen umfassende Best-Case-Szenarien. Es ist unlogisch nach echtem (1) Frieden zu suchen, wenn wir es nicht einmal schaffen, eine hierarchiefreie soziale Beziehungsstruktur in Dorf- oder Stadtgröße zu erreichen. In diesem überschaubaren Rahmen ist die Erarbeitung eines Lösungsmodells möglich.
Aus der Sichtweise der Vergangenheit
leben wir in vielen Bereichen heute bereits im Paradies. Wir haben
Unglaubliches erreicht mit unserer Technik und unserem Wissen. Das
Wichtigste, was jetzt noch fehlt, ist die Lösung unseres mentalen
Problems, dass vor allem ein Informations- und Kommunikationsproblem
ist. Ich möchte hier einmal hemmungslos mit einer konkreten Stadt- & Sozialutopie loslegen, die heute offensichtlich technisch machbar wäre, wenn nur eine scheinbar unlösbare Bedingung erfüllt wäre: Wenn wir aufhören könnten, unsere Energie für den sozialpsychologischen Kampf gegeneinander zu verwenden: Zukunftsstädte sollten nicht nur ohne jegliche Umweltzerstörung funktionieren, sie sollten auch von einer künstlerischen Ästhetik sein, die z. B. bei den architektonischen Werken von Hundertwasser, Gaudi, oder beim Begriff: "Soziale Skulptur" von Joseph Beuys anklingt. Eine organische und spielerische Architektur (z. B. Jeppe Hein) ist möglich. Ein Konzept, dass Wohnen, Freizeitbereiche und Kunst miteinander verwebt, durch geschickte Planung den Fahrzeugverkehr vom Lebensbereich trennt und den heutigen KFZ - Straßenraum in den Städten zu ästhetischen Parks und Plätzen umwandelt. Flüsse in Städten sollten z. B. zum Baden nutzbar sein, wie dies in Zürich beispielhaft gelöst wurde und momentan mit der Spree in Berlin geplant ist. Eine Dachfläche, die wie üblich fast nur aus Ziegeln und nicht aus Terrassen, Glasflächen, Solarzellen oder einer Begrünung besteht, passt nicht zur Zukunft. Dieses ästhetische System wäre eine komplementäre (1) Antithese zum heutigen System.
Mauern, die Hinterhofbereiche
in kleine Parzellen zerstückeln, sind Ausdruck der heutigen oft
antisozialen Gesellschaft und gehören ins Museum. Jeder sollte
in unmittelbarer Nachbarschaft zum Beispiel gemeinsam nutzbare Schwimmteiche
oder mit Glas überdachte Spaßbäder und Theaterbereiche
haben, in denen täglich alle Leute aktiv miteinander
spielen, tanzen, singen, in denen sich Leute täglich eine Zeit
lang zu gemeinsamer Kunst treffen und miteinander feiern. Eine Welt
der Kunst und des Spiels wäre heute möglich! Wir könnten
die Zeitverschwendung des Berufs- und Freizeitverkehrs dadurch umgehen,
dass Beruf und Freizeit mehr in die Wohnbereiche integriert werden.
Notebook, Smartphone, HD Videokonferenz und Webcam unterstreichen
diese Möglichkeit zunehmend. Ein harmonisches Freizeit-/Arbeits-Modell
und ein angstloses soziales System wären möglich.
Es geht weiterhin nicht um Technikfeindlichkeit, sondern um die Einbindung moderner Möglichkeiten zu einem neuen ästhetischen Ganzen, dies auch z. B. mittels der Bionik, es gibt heute z. B. schon Fenster, Waschbecken und Oberflächen, die nicht mehr geputzt werden müssen (1), weil sie eine bestimmte Nano-Struktur (1) aufweisen. Es gibt heute schon „Nullenergiehäuser“ oder Plusenergiehäuser, die durch geschickte Technik mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Umweltfreundliche Technik aus vielen Bereichen wäre letztlich sogar billiger, als das Bisherige, wenn in Großserie produziert wird. Das Problem liegt oft eher darin, das jeweils nicht die besten Lösungen verbreitet und angewandt werden, sondern die, die den Leuten, die an den Hebeln der Macht sind, ihren finanziellen Status quo und ihre Macht sichern.
Zum Beispiel das Venus Projekt ist eine Hochtechnologie Zukunfts-Vision des Sozial-Architekten und Erfinders Jacque Fresco (1). Nicht Unterdrückung, Zwang, Konkurrenz und Mangel soll die Antriebsfeder des Menschen sein, sondern Selbstverwirklichung, Erfinderlust und die gegenseitige Freude etwas für sich und den Mitmenschen zu tun. Das Venus Projekt möchte „das globale Pferd richtig herum aufsatteln“.
Es geht um eine Gesellschaft,
deren Grundmotiv nicht Geld, hohes Ranking und Besitz ist,
(ähnlich den Ideen des Sozialphilosophen Erich Fromm:
„Haben
oder Sein“). Heute ist es technisch möglich
dafür zu sorgen, dass die gesamte globale Bevölkerung glücklich
und im Wohlstand leben kann, wenn man alle anfallenden Arbeiten automatisiert
und die produzierten Güter allen ohne Entgelt und Kampf zur Verfügung
stellt. (Die Menschheit produziert heute genug für die Bedürfnisse
von allen, nicht aber genug für die Gier von manchen.) "Die einzig revolutionäre
Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Die einzig
revolutionäre Kraft ist die Kunst."
Die aktuelle Diskussion in westlichen Staaten, ein bedingungsloses Grundeinkommen (1) (2) einzuführen, für das auch die Piratenpartei eintritt, wäre ebenfalls ein Baustein in diese Richtung. Die für eine Demokratie gefährlich größer werdende Spannung zwischen Arm und Reich würde dadurch entspannt. Menschen würden sich dann eine Arbeit suchen zu der sie Lust haben und zu der sie sich berufen fühlen und nicht zu der sie gezwungen werden! Weiterhin sollte niemand mehr zum Lernen gezwungen werden. Durch E-Learning wird dies möglich. Der Ex-Stanford-Professor Thrun sagt hierzu im Spiegel Online Interview: (1) "Die Uni nutzt Methoden wie vor tausend Jahren. Dabei sollte Unterricht wie ein guter Film funktionieren. Er muss so spannend sein, dass man erst ausschaltet, wenn er vorbei ist."
Die Robotik steht kurz vor dem Durchbruch.
Es gibt eine positive Utopie für einen humanen Umbau zur roboterfreundlichen
Gesellschaft, FAZ 18.5.2012: "Manifest
für eine Sozialisierung der Automatisierungsdividende". Es
wird erwartet, dass in ein bis zwei Jahrzehnten humanoide Roboter
(1)
(die dann wie die heutigen Autos in Großserie gebaut werden)
sämtliche einfache Arbeiten des Menschen erledigen können.
Es gibt heute schon 3D Drucker, (1)
(2)
die immer größere Werkstücke wie durch Zauberei entstehen
lassen und es wird eine Zukunft sichtbar, in der nicht Bauarbeiter,
sondern Hausbauroboter (1)
(2)
oder sogar Quadrocopter (1)
(2)
Häuser errichten. Mit der Serienproduktion von
selbstfahrenden Autos (1)
wird 2020 gerechnet und z. B. Staubsaugerroboter (1)
sind heute schon Normalität. Dies wird den Menschen
von der Last stupider Arbeit befreien und folglich wird dann vom Menschen
neben der Freizeit fast nur noch kreative und erfinderische Tätigkeit
benötigt.
Durch all die faszinierenden
heutigen technischen und künstlerischen Möglichkeiten wird
aber nur die materielle Seite eines Paradieses ermöglicht. Die
mindestens ebenso wichtige mentale und soziale Seite des Paradieses
fehlt aber noch. Kern und Drehpunkt, uns eine Art reales Paradies
aufzubauen, ist deshalb eine funktionierende Art miteinander in Harmonie
bzw. strukturellem Frieden zu leben! =>> Die Zukunfts- und Friedensforschung benötigt ein Medienarchiv =>>
Text: Neo von Terra alias
Hans Mack (1)
2012 |