Human Paradise 2030?

Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!

Diese Seite will einen wissenschaftlichen und künstlerischen Ideenwettbewerb zum Thema: "Das Paradies der Moderne" und "Ein Sozialsystem für die Zukunft" anregen.

Das "Paradies auf Erden" – Auch heute noch Utopie ?

Es gibt heute viele neue Möglichkeiten und Lösungsideen, vom ökologischen- und architektonischen- bis zum künstlerischen- und sozialen Bereich, die unbeachtet in Schubladen stecken und oftmals sogar unterdrückt anstatt erprobt und vernetzt werden. Unsere Gesellschaft sollte eine ökologische und ästhetische Modellstadt mit vernetzten Zukunftstechnologien aufbauen. Es ist eine Schande für Europa, dass so etwas, wie die Ökostadt Masdar (in Abu Dhabi), nicht auch hier möglich ist.


Masdar, die erste Hightech Öko- Zukunftsstadt der Welt für 50000 Einwohner (Masdar Youtube Video)

Es genügt jedoch nicht, nur die architektonische und technische Seite einer Stadt zukunftstauglich zu machen. Wir brauchen ein schöneres soziales System, ein angst- und gewaltfreies Zivilisationsmodell des Zusammenlebens, wenn unsere Spezies das Zeitalter der Umweltzerstörung, Egozentrik und Atomwaffen langfristig überleben will. In einer realen "Zukunftsstadt" sollte gleichzeitig der Bereich praktischer und wissenschaftlicher Friedensforschung abgedeckt werden. Es sollten soziale Pilotprojekte, wie z. B. das Projekt RealTheater (1) eingebunden werden.

Wir benötigen umfassende Best-Case-Szenarien. Es ist unlogisch nach echtem (1) Frieden zu suchen, wenn wir es nicht einmal schaffen, eine hierarchiefreie soziale Beziehungsstruktur in Dorf- oder Stadtgröße zu erreichen. In diesem überschaubaren Rahmen ist die Erarbeitung eines Lösungsmodells möglich.

       
Foto aus dem Architektur Doku Film:  "Das Wagnis mit der Phantasie"

Aus der Sichtweise der Vergangenheit leben wir in vielen Bereichen heute bereits im Paradies. Wir haben Unglaubliches erreicht mit unserer Technik und unserem Wissen. Das Wichtigste, was jetzt noch fehlt, ist die Lösung unseres mentalen Problems, dass vor allem ein Informations- und Kommunikationsproblem ist.
Die heutige Entfremdung und oftmalige Isolation der Stadtmenschen, wo der Nachbar oft eher ignoriert oder sogar gehasst als geliebt wird, ist keine wirklich gute Lösung des Zusammenlebens, sondern es ist im Bezug auf das soziale Miteinander sogar ein Rückschritt im Vergleich zu manch archaischen Gesellschaften.

Ich möchte hier einmal hemmungslos mit einer konkreten Stadt- & Sozialutopie loslegen, die heute offensichtlich technisch machbar wäre, wenn nur eine scheinbar unlösbare Bedingung erfüllt wäre: Wenn wir aufhören könnten, unsere Energie für den sozialpsychologischen Kampf gegeneinander zu verwenden:

Zukunftsstädte sollten nicht nur ohne jegliche Umweltzerstörung funktionieren, sie sollten auch von einer künstlerischen Ästhetik sein, die z. B. bei den architektonischen Werken von Hundertwasser Gaudi, oder beim Begriff: "Soziale Skulptur" von Joseph Beuys anklingt. Eine organische und spielerische Architektur (z. B. Jeppe Hein) ist möglich. Ein Konzept, dass Wohnen, Freizeitbereiche und Kunst miteinander verwebt, durch geschickte Planung den Fahrzeugverkehr vom Lebensbereich trennt und den heutigen KFZ - Straßenraum in den Städten zu ästhetischen Parks und Plätzen umwandelt. Flüsse in Städten sollten zum Baden nutzbar sein, wie dies in Basel (1) oder Zürich (1) (2) beispielhaft gelöst wurde. Eine Dachfläche, die wie üblich fast nur aus Ziegeln und nicht aus Terrassen, Glasflächen, Solarzellen oder einer Begrünung besteht, passt nicht zur Zukunft. Dieses ästhetische System wäre eine komplementäre (1) Antithese zum heutigen System.


Hundertwasser Therme Bad Blumau

"Früher haben Maler Häuser abgemalt. Heute müssen Maler Häuser erfinden, und es müssen die Architekten die Häuser den Bildern nachbauen."
Friedensreich Hundertwasser  (1)  (2)

Mauern, die Hinterhofbereiche in kleine Parzellen zerstückeln, sind Ausdruck der heutigen oft antisozialen oder zerrissenen Gesellschaft und gehören ins Museum. Jeder sollte in unmittelbarer Nachbarschaft zum Beispiel gemeinsam nutzbare Schwimmteiche oder mit Glas überdachte Spaßbäder und Theaterbereiche haben, in denen täglich alle Leute aktiv miteinander spielen, tanzen, singen, in denen sich Leute täglich eine Zeit lang zu gemeinsamer Kunst treffen und miteinander feiern. Eine Welt der Kunst und des Spiels wäre heute möglich! Wir könnten die Zeitverschwendung des Berufs- und Freizeitverkehrs dadurch umgehen, dass Beruf und Freizeit mehr in die Wohnbereiche integriert werden. Notebook, Smartphone, HD Videokonferenz und Webcam unterstreichen diese Möglichkeit zunehmend. Ein harmonisches Freizeit-/Arbeits-Modell und ein angstloses soziales System wären möglich.

Wenn Mitmenschen echte Freunde und mehr wären, (1) dann wäre es sogar unsinnig in separaten Wohnungen zu leben, wo jeder für sich selbst kocht usw. Es wäre dann sinnvoll, manch Mauern in Häusern durchzubrechen und vielleicht sogar Hängebrücken anzubringen um Großstadthäuser miteinander zu verbinden...  ;-) Manche sagen: "Deutsche Bürokratie duldet niemals Hängebrücken zwischen den Häusern...", wobei Bürokratie, neben seiner sinnvollen Komponente, oft ein Ausdruck von hierarchischer Gewalt, Willkür, Ignoranz, wegtrainierter Empathie, Verantwortungslosigkeit, Anmaßung und Zensur ist. Dies produziert letztendlich Fantasielosigkeit, Lustlosigkeit, Lösungs- und Ästhetikresistenz.

Es geht um einen "sozialen Quantensprung"!  Das Kommunikationszeitalter und die technische Möglichkeit der Moderne fordern eine Organisationskultur für die Zukunft, die nicht mehr "Top-down", hierarchisch und zentral gesteuert ist, sondern fließend, vernetzt, mit ständigem Feedback, spielerisch und ohne strukturelle Gewalt funktioniert, siehe: Friedensforschung 2.0


Tropical Island
bei Berlin

Es geht weiterhin nicht um Technikfeindlichkeit, sondern um die Einbindung moderner Möglichkeiten zu einem neuen ästhetischen Ganzen, dies auch z. B. mittels der Bionik, es gibt heute z. B. schon Fenster, Waschbecken und Oberflächen, die nicht mehr geputzt werden müssen (1), weil sie eine bestimmte Nano-Struktur (1) aufweisen. Es gibt heute schon „Nullenergiehäuser“ oder Plusenergiehäuser, die durch geschickte Technik mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Umweltfreundliche Technik aus vielen Bereichen wäre letztlich sogar billiger, als das Bisherige, wenn in Großserie produziert wird. Das Problem liegt oft eher darin, das jeweils nicht die besten Lösungen verbreitet und angewandt werden, sondern die, die den Leuten, die an den Hebeln der Macht sind, ihren finanziellen Gewinn und ihre Macht sichern. Hermann Scheer schrieb im Buch „Der energethische Imperativ“ (1) (2) , dass im Zeitraum von 25 Jahren weltweit 100 % Ökoenergie technisch machbar wäre. Das Fraunhofer Institut arbeitet an einer smarten Stadt der Zukunft, der "Initiative Morgenstadt" (1).


Saunaduschen als künstlerischer Wasserfall - Therme Erding

Zum Beispiel das Venus Projekt ist eine Hochtechnologie Zukunfts-Vision des Sozial-Architekten und Erfinders Jacque Fresco (1). Nicht Unterdrückung, Zwang, Konkurrenz und Mangel soll die Antriebsfeder des Menschen sein, sondern Selbstverwirklichung, Erfinderlust und die gegenseitige Freude etwas für sich und den Mitmenschen zu tun. Das Venus Projekt möchte anscheinend „das globale Pferd richtig herum aufsatteln“.


Venus Projekt - Architektur Idee eines Stadtentwurfs - YouTube: Städte der Zukunft   Neue Ideen von Designern und Ingenieuren

Es geht um eine Gesellschaft, deren Grundmotiv nicht Geld, hohes Ranking und Besitz ist, (ähnlich den Ideen des Sozialphilosophen Erich Fromm: „Haben oder Sein“). Heute ist es technisch möglich dafür zu sorgen, dass die gesamte globale Bevölkerung glücklich und im Wohlstand leben kann, wenn man alle anfallenden Arbeiten automatisiert und die produzierten Güter allen ohne Entgelt und Kampf zur Verfügung stellt. (Die Menschheit produziert heute genug für die Bedürfnisse von allen, nicht aber genug für die Gier von manchen.)
Wir sollten die Ressourcen dieser Erde als ein gemeinsames Erbe aller Menschen verstehen und verwalten. Eine ressourcenbasierte Ökonomie
(1) würde im Gegensatz zu einer geldbasierten Ökonomie auch das Problem der Gier und der Kriminalität lösen. Es geht darum eine alternative Zukunft zu entwerfen um "die Geldzeit" und ihre Gewalttätigkeit ins Museum zu schicken. Das von der UNESCO unterstützte Auroville , das Arcosanti Projekt des Architekten Paolo Soleri, das Newe Schalom, das Tamera (1) Projekt in Portugal, Schloss Tempelhof und das ZEGG in Deutschland setzen ebenfalls auf die Idee einer gewaltlosen Stadt bzw. Gemeinschaft der Zukunft. Im Film: "Empire Me" (1) (2) unternimmt der Autor Paul Poet, ein Veteran alternativer Netzwerke und sozialer Experimente, eine dokumentarische Reise zu sechs utopischen Gegengesellschaften. Hierbei wird auch das Seasteading (1) angesprochen, die künstliche Schaffung von Wohn- und Lebensraum auf dem Meer, außerhalb der von Regierungen beanspruchten Gebiete und deren Regeln.

"Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst."
Joseph Beuys  (1)

      
"Hydropolis" und "Mermaid" - Zukunftsarchitektur aus dem YouTube Film: "Floating Architectural Structures". (Mehr im YouTube Film: "Future Cities")

Die aktuelle Diskussion in westlichen Staaten, ein bedingungsloses Grundeinkommen  (1)  (2)   (3) einzuführen, wäre ebenfalls ein Baustein in diese Richtung.  Die für eine Demokratie gefährlich größer werdende Spannung zwischen Arm und Reich würde dadurch entspannt. Menschen würden sich dann eine Arbeit suchen zu der sie Lust haben und zu der sie sich berufen fühlen und nicht zu der sie gezwungen werden. Weiterhin sollte niemand mehr zum (Bulimie-(1) (2)) Lernen gezwungen werden. Durch E-Learning wird dies möglich. Der Ex-Stanford-Professor Thrun sagt hierzu im Spiegel Online Interview: (1) "Die Uni nutzt Methoden wie vor tausend Jahren. Dabei sollte Unterricht wie ein guter Film funktionieren. Er muss so spannend sein, dass man erst ausschaltet, wenn er vorbei ist."


"Earthship" - ein autarkes Nullenergiehaus aus Recyclingmaterialien. Seit 2015 auch in Deutschland, Schloss Tempelhof.

Die Robotik steht kurz vor dem Durchbruch. Es gibt eine positive Utopie für einen humanen Umbau zur roboterfreundlichen Gesellschaft, FAZ 18.5.2012: "Manifest für eine Sozialisierung der Automatisierungsdividende". Es wird erwartet, dass in ein bis zwei Jahrzehnten humanoide Roboter (1) (die dann wie die heutigen Autos in Großserie gebaut werden) sämtliche einfache Arbeiten des Menschen erledigen können. Es gibt heute schon 3D Drucker, (1) (2) die immer größere Werkstücke wie durch Zauberei entstehen lassen.
Digitale Fertigung (digital fabrication) nennt sich die nächste industrielle Revolution. Diese ermöglicht potentiell jedem Haushalt bis ca. 2030 eine computergesteuerte Fertigungsmaschine.

Jeremy Rifkin, Zukunftsvisionär, Sozialphilosoph und Bestsellerautor, fügt mit seinem neuen Buch 2014 „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“
(1) die Koordinaten der neuen Zeit und ihrer Technologie endlich zu einem erkennbaren und faszinierenden Gesamtbild zusammen. Aus unserer industriell geprägten erwächst eine globale, gemeinschaftlich und spielerisch organisierte Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. In ihr ist Teilen mehr wert als Besitzen. Erwähnt sei hier auch der neue, charmante, ethische und basisdemokratische Entwurf einer neuen Wirtschaftsordnung: Christian Felbers alternatives Wirtschaftsmodell, die "Gemeinwohl-Ökonomie“.

Roboter bauen Roboter (1) (2) (3) und es wird eine Zukunft sichtbar, in der nicht Bauarbeiter, sondern Hausbauroboter (1)  (2)  (3)  (4)  (5) Häuser errichten. Mit der Serienproduktion von selbstfahrenden Autos (1) wird 2020 gerechnet und z. B. Staubsaugerroboter (1) sind heute schon Normalität. Adidas baut 2016 in Ansbach die erste Fabrik, die ohne Menschen produziert, die Industrie 4.0 ist im kommen. Dies alles wird den Menschen von der Last stupider Arbeit befreien und folglich wird dann vom Menschen neben der Freizeit fast nur noch kreative und erfinderische Tätigkeit benötigt (1).
Es sei noch darauf verwiesen, dass Dubai heute der Welt zeigt, dass es möglich ist, ganze Landschaften zu einer Art konstruiertes Paradies (für Reiche)
(1) (2)  (3) (4) zu formen. Das Grazer Unternehmen "Orsos Island GmbH" (1) plant künstliche Mini-Inseln (1), auf denen Solarpaneele, Windgeneratoren und Trinkwassergewinnungsanlagen für Unabhängigkeit und Umweltfreundlichkeit sorgen sollen. Die britische Firma "Yacht Island Design" (1) plant Kreuzfahrschiffe als Architekturkunstwerke, z. B. das "Tropical Island Paradise"(1) oder die künstliche Insel "Utopia"(1). Neben immer größeren Segelkatamaranen (1) wären auch ökologische Kreuzfahrtschiffe (1) möglich.

Durch all die faszinierenden heutigen technischen und künstlerischen Möglichkeiten wird aber nur die materielle Seite eines Paradieses ermöglicht. Die mindestens ebenso wichtige mentale und soziale Seite des Paradieses fehlt aber noch. Kern und Drehpunkt, uns eine Art reales Paradies aufzubauen, ist deshalb eine funktionierende Art miteinander in sozialer Harmonie bzw. strukturellem Frieden zu leben!
(Ein vollständig friedliches System stünde zu unserem heutigen System vielleicht weitgehend in einer komplementären
(1) Beziehung. Komplementarität erklärt ein Phänomen mit zwei Modellen, die sich möglicherweise widersprechen bzw. ausschließen.)
Das interdisziplinäre Projekt RealTheater möchte diese wichtige soziale Grundlagenforschung durch Simulation beginnen. Außerdem wäre es wichtig alle hier im Grundriss vorgestellten Fragmente einer humaneren Welt der Wissenschaft, der Kunst und des Spiels zu einem Gesamtbild und Modellprojekt zu verknüpfen:
Europa sollte eine experimentelle Friedensstadt als Staat 2.0 entwickeln. Europa sollte eine Zukunftsstadt realisieren!

   

Orientierung/Gliederung:

Projekt RealTheater:
1.
RealTheater - Konkrete Utopie - Experimentelle Friedensforschung
2.  Grundlagen: Philosophie - Kommunikationsforschung - Konstruktivismus
3.  Grundlagen: Künstlerischer Hintergrund - Schauspiel Know-how
4.  RealTheater & Klartraum (Regieführung in den eigenen Träumen)
5.  RealTheater & Liebesforschung: Kunst, Kultur und Wissenschaft der Liebe
6.  RealTheater & Liebesforschung: Liebe & Sex in einer Zukunftsgesellschaft
7. 
 Projekt RealTheater - Ausführliche Informationen über das Pilotprojekt

Friedensforschung 2.0
1.  Wir benötigen eine Mobilmachung der Friedensforschung
2.  Lösung für den Streit der Standpunkte: Polykontexturale Logik
3.  Das Kommunikationszeitalter benötigt eine neue Streitkultur
4 . Was ist "Struktureller Friede" und "Strukturelle Demokratie"

5.  Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!
6.  United World Project - Vom Ich zum Wir - Wir sollten vom Ziel her denken
7.
  Friedensforschungs TV - Neue Friedensideen erfordern eine Medienpräsenz

 

 

   


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Text: Neo von Terra  alias Hans Mack  (1)   2012
Der Autor dieser Seite ist freischaffender Künstler und arbeitet als Friedensaktivist, Kabarettist und Schauspiellehrer