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Romantische Liebe & Sex in einer Zukunftsgesellschaft

Friedensforschung, Kunst und Sexualität

Liebesforschung (1), Sexualforschung (1), Wunschträume, Tantra (1), Polyamory (1), struktureller Frieden (1), angst- u. gewaltfreier Sex

Friedensforschung 2.0
1.  Wir benötigen eine Mobilmachung der Friedensforschung
2.  Lösung für den Streit der Standpunkte: Polykontexturale Logik
3.  Das Kommunikationszeitalter benötigt eine neue Streitkultur
4 . Was ist "Struktureller Friede" und "Strukturelle Demokratie"

5.  Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!
6.  United World Project - Vom Ich zum Wir - Wir sollten vom Ziel her denken!
7.
  Friedensforschungs TV - Neue Friedensideen erfordern eine Medienpräsenz

Projekt RealTheater:
1. Projekt RealTheater - Experimentelle Friedensforschung - Eine konkrete Utopie
2.  Grundlagen: Philosophischer Hintergrund - Radikaler Konstruktivismus (Realitätsforschung)
3.  Grundlagen: Künstlerischer Hintergrund - RealTheater und Schauspiel Know-how
4.  RealTheater & Klartraum (Im Klartraum weiß der Träumende dass er träumt und führt Regie)
5.  RealTheater & Liebesforschung: Für eine Kultur der Liebe durch Kunst und Wissenschaft
6.  RealTheater & Liebesforschung: Romantische Liebe & Sex in einer Zukunftsgesellschaft
7.  Projekt RealTheater - Ausführliche Informationen über das Friedensforschungs Pilotprojekt

Unsere Welt ist beim Thema Liebe & Sex offensichtlich falsch herum organisiert. Meist stehen hohe Barrieren vor der gegenseitigen Bewilligung und Ermöglichung von Sex & Liebe. Wer Hass will, braucht nur wenige beleidigende Worte zum nächsten Unbekannten auf der Straße zu sagen. Jeder kann funktionierenden Hass in seinem Gegenüber erzeugen, echte Liebe zu erzeugen und zur Resonanz zu bringen ist weit, weit schwieriger. Wir leben, trotz allem, immer noch in einer Kultur des Liebesmangels, der gegenseitigen Liebesverknappung (bei gleichzeitigem Lippenbekenntnis zur Liebesverehrung), der Zärtlichkeitsverneinung, Sexualitätspeinlichkeit, Geschlechtsangst und Orgasmustabuisierung.
Durch diese lachhafte Kultur der Liebesverweigerung entsteht der Hauptgrund für Hass, Gewalt und Diktatur auf dieser Welt. Wer würde daran zweifeln, dass der vernichtende Hass eines Adolf Hitlers der Welt erspart geblieben wäre, wenn dieser das Glück gehabt hätte, eine gegenseitige Liebespartnerschaft zu finden. Wer wirklich liebt, der liebt die Welt und den Menschen an sich, und der möchte keinem etwas Böses tun. Unsere "moderne" Gesellschaft hat (trotz der Aufklärungswellen) offensichtlich bisher weder das Phänomen Liebe noch das Phänomen Sex umfassend verstanden und beherrscht es definitiv nicht damit sinnvoll und gewaltfrei umzugehen und liebevolle & wirksame Regeln und Bedingungen zu setzen. Jede Nachrichtensendung beweist das. Deshalb ist eine Liebes- & Sex Forschung, als Fundament der praktischen Friedensforschung, das mit Abstand Wichtigste, was unsere Spezies heute tun sollte!

Wir sollten Sex als etwas Positives sehen, (nur ein erzwungener und gewalttätiger Umgang erzeugt das Negative am Sex). Nicht Sex, sondern Gewalt ist das Hauptproblem unserer Gesellschaft! Wir sollten die erwachsene Sexualität vollständig von Zwang und Tabu befreien, damit sie ihre volle Schönheit entfalten kann. Wir sollten ganz offen und transparent über Sex sprechen und wir sollten uns darauf einigen, uns auf die Seite der Sexualität zu stellen, um ihr die Macht und Anerkennung in der Gesellschaft zu geben, die sie verdient hat!
Wir sollten uns bei einem Körperteil unseres eigenen Körpers entschuldigen und dieses rehabilitieren und ihm heute seine, im Gesamtsystem des Menschen zustehende Würde zurückgeben. Es ist nichts, aber auch gar nichts schlechtes an unseren Sexualorganen. Sie sind genauso sinnvoll und nützlich wie unser Mund, wie unsere Ohren oder irgendein anderes wichtiges Körperteil.
Wir sollten eine neue Kultur von Sex & Liebe wissenschaftlich & künstlerisch  entwickeln! Wenn wir vollständigen Frieden und Harmonie wollen, dann muss auch der Krieg gegen unseren eigenen Körper beendet werden! Struktureller Frieden
(1) bedeutet, den eigenen Körper und seine Lebendigkeit nicht mehr zu unterdrücken. Die sexuelle Energieblockade (natürliche Energie und innere Impulse & Wünsche wird als "Triebe" verunglimpft) verursacht Gewalt, Krankheit, viel Leid und hohe Kosten im Gesundheitssystem, denn Körperteile, die ignoriert, tabuisiert, abgewertet und vernachlässigt werden, werden krank.
Die werbebasierten Medien verkaufen uns "das Schönheitsideal der Barbiepuppe". Dieser Perfektions- und Altersrassismus führt zu einer Fetischisierung der Jugend und einer Stigmatisierung der Ü30-jährigen. Wer z. B. Falten als etwas Hässliches ansieht, befindet sich im Krieg mit sich selbst, weil er den eigenen natürlichen Fluss des Altersprozesses ablehnt. Wir sollten über den brutalen Zwang und das Dogma zur zwangsgeglätteten "Photoshop-Haut" lachen und stattdessen zur Schönheit von Jugend und! Alter, von nichteinheitlichen Gesichtszügen, der natürlichen Vielfalt von Brustgrößen etc. stehen.

Wir ekeln uns von den falschen Dingen, weil wir eine Gewaltsozialisierung haben. Der moderne Mensch sollte sich generell vor Gewalt und Kommunikationsverweigerung ekeln, aber nicht vor Sex und Zärtlichkeit!

Was würden Menschen tun, wenn sie wirklich und tatsächlich frei wären? Wie stellen sie sich das Paradies (1) vor? Wenn man Leute fragt, was sie tun würden, wenn sie frei von jedem äußeren Zwang wären und jedes Geschehen selbst bestimmen könnten, wie das zum Beispiel beim Phänomen des Klartraums (1) vorkommt, dann gibt es zwei Wunschtraum-Favoriten: Die Menschen würden gerne fliegen können und sie möchten Sex (1) haben, wobei sich Sex dabei meist nicht nur auf einen Partner beschränkt. Diese Wunschträume haben Frauen und Männer gleichermaßen. (Dass Frauen angeblich weniger Lust auf Sex verspüren, liegt an der anerzogenen sozialen Rolle einer gewaltgeregelten Gesellschaft, die zwar z. B. Auto fahren und Mathematik, nicht aber Sex und Liebe lehrt und den dadurch geringen Fähigkeiten vieler Liebhaber.)

Das Erregungspotenzial einer zukunftsfähigen Gesellschaft sollte in Liebe, Sex, Kunst, Spiel und Humor und nicht in Gewalt, Hierarchie, Rechthaberei, Krieg und Hass liegen! Liebe & Sex sind damit als wichtige Elemente genauso wenig Privatsache, wie eine funktionierende Demokratie oder Menschenrechte Privatsache sind. Solange Liebe & Sex Privatsache bleibt, ist beides nicht gemeinschaftlich organisiert und daher weitgehend machtlos und unterdrückt. Das muss sich ändern!
Dieser Text handelt von einer alternativen Perspektive die Welt und den Menschen zu betrachten und von einem gewaltlosen Weltbild und System, das heute realisierbar ist. Dieser Text hier wäre in seiner gewagten Neubewertung unmöglich, ohne den Zusammenhang mit den Thesen aus "Friedensforschung 2.0"
(1) und dem interdisziplinären "Projekt RealTheater" (1). Der Autor dieser Zeilen hat als Schauspiellehrer gearbeitet und hat eine Ahnung davon, was mit Fantasie und Gruppendynamik alles realisierbar ist.
Wenn es darum geht, das friedensschaffende Potenzial des Menschen zu nutzen, dann kommen wir beim Zukunfts-Thema "kollektive romantische Liebe",
(1)  bzw. beim Zukunfts-Thema: "Wunsch Gesellschaft" um die Sexualität nicht herum. Wer die wichtigsten emotionalen Energien, die es für Menschen gibt, tabuisiert, der setzt eine Mauer vor das "Tor der Freiheit".  Der Hass in der Liebe muss aufhören! Ein System des Friedens wäre in einigen wichtigen Punkten das (sozialpsychologische) Gegenteil von dem, was wir heute haben. Wer den Gedanken einer völlig gewaltlosen Gesellschaft ernsthaft weiter denkt, der erkennt, dass bereits die "Besitzmauer" der Monogamie strukturelle Gewalt
(1)  benötigt. Wenn aber die romantische Liebe Gewalt benötigt, dann wird es paradox (1). Vollständiger Frieden (1) im sozialen System ist (a priori) erst dann möglich, wenn romantische Liebe und Sex aus dem engen Kastensystem (1) der Zweierbeziehungen, (die jeweils alle anderen ausschließt) befreit werden.

"Letztlich ist Monogamie widernatürlich. Das Dogma der Monogamie ist emotionaler Faschismus."
Tom Tykwer ("Lola rennt") Regisseur des Films "Drei" (1) (2), 2010 im Interview bei Spiegel Online (1),   Sind wir alle bisexuell? (1)
Der polyamore Film "Drei ist eine Spurensuche im Gefühlsleben einer Generation, die versucht, ihre neuen Möglichkeiten und alten Sehnsüchte in Einklang zu bringen." Blu-ray Disc Text

Es gibt viele Möglichkeiten und Experimente, die wegen des sexuellen Tabus noch nie künstlerisch und wissenschaftlich mit einer Gruppe erforscht wurden. Deshalb können wir gar nicht wissen, welches emotionale Lösungspotenzial für das Gewaltproblem unserer Spezies sich in der Kombination von Sex mit unseren Künsten, Kulturgütern und Wissen befindet. Die vielen Möglichkeiten durch Kunst und Liebe in Bezug auf Sexualität in der Gruppe wurden mit unseren heutigen modernen Mitteln noch nie kombiniert. Meist findet Gruppensexualität nur in einer oft relativ lieblosen Form z. B. in Swingerclubs statt. 
Noch niemand hat Kombinationen aus Entspannung,
Wellness, Ayurveda, Soziologie, Psychologie, Tantra, Sex, Tanz, Gruppenchoreografien, Theater, Liebesimprovisationen,  eigene Liebeserinnerungen
(1) , traumhaften Szenen, Kostümen und Bühnenbildern zu einem wirksamen "Gruppen-Liebesszenario" verknüpftWir kennen Gruppenszenarien des Hasses aber wir kennen keine Gruppenszenarien der Liebe. Wir kennen "Teufelskreise" aber wir haben noch nicht einmal ein Wort für das Gegenteil dieses Begriffs: z. B. "Liebeskreis". In einer "Schlachtfeldszene" des Krieges werden Menschen in Umstände und Verhaltensmuster gebracht, in denen sie sich wegen der Umstände hassen müssen und sie handeln dort miteinander auf eine Art und Weise, welche die Beteiligten (oft sogar durch ein einzelnes extremes Erlebnis) lebenslang negativ prägt (z. B. durch die posttraumatische Belastungsstörung (1) ).
Was ist eigentlich das Gegenteil von einem Trauma? Kein Trauma? Nein! Das Gegenteil von einem Trauma wäre ein extremes Liebeserlebnis, das als Schlüsselerlebnis genauso emotional stark und unvergesslich wie ein Trauma wirksam wäre, nur in die gegenteilige positive Richtung. So gesehen wäre das Gegenteil von Krieg (=  "GruppenHassErlebnis") ein "GruppenLiebeErlebnis". Wir sollten damit beginnen Szenarien, Umstände und Handlungsmuster zu konstruieren, die so etwas ermöglichen.

Viele "Bausteine" hierzu sind heute verfügbar. Eine bemerkenswerte künstlerische Arbeit kommt von der Choreografin und Regisseurin Sasha Waltz . Das Bühnenstück "S" (ihrer Trilogy: "Körper", "S", und "noBody") siehe YouTube aus der Berliner Schaubühne behandelte das Thema Eros und Sex. Auch Elemente aus Wim Wenders Film: "Pina"  über die experimentelle Tänzerin und Choreografin Pina Bausch (1) könnten in eine "moderne erotische Liebes-Kultur/Liebes-Kunst" eingebunden werden. Der Künstler Felix Ruckert hat eine Art "Lexikon der Bewegungen bei Contact Improvisation und Choreografien" für Partnerarbeit und Gruppen zusammengestellt (1) . Einen Teil der "Lebensspiele und zentralen Verhaltensmuster des Menschen" hat der Psychiater Eric Berne in seinen Büchern: "Spiele der Erwachsenen" (1) und "Spielarten und Spielregeln der Liebe" (1) aufgelistet. Ein kompletter "Atlas der Lebensspiele des Homo sapiens" fehlt noch und sollte erstellt werden, damit wir unser eigenes Handeln überblicken und bewusst wählen können! Der Psychologe Paul Ekman hat z. B. einen "Atlas der Gefühle" mit 10.000 Mimiken des Menschen erarbeitet (1) .

"Wir unterdrücken unsere Güte und unsere Zärtlichkeit" Keith Johnstone (1)

Im Bereich Kunst & Sex gibt es offensichtlich vieles, was durch die traditionelle Tabuisierung noch nie in neuen Kombinationen und in der Praxis auf Terra ausprobiert worden ist und was niemals wissenschaftlich auf seine psychosoziale Wirkung auf den Menschen bzw. auf eine Gruppe erforscht worden ist. Diese Tabuisierung ist argumentativ heute nicht mehr haltbar! Rituale, Tänze, Bräuche, Rollen und Handlungsmuster entstanden bisher durch unsere Vorfahren meist eingeschränkt durch die Tabus und Horizonte der jeweiligen Kultur und Zeit. Heute wären wir fähig nicht nur weltweit diese Hinterlassenschaften der Weltkultur zu sichten und deren Nutzen zu bewerten, sondern darüber hinaus Kombinationen und Neuerungen zu entwerfen, die emotionale zwischenmenschliche Erlebnisse in einer völlig neuen Qualität und Art ermöglichen! Elemente einer experimentellen sexuellen Grundlagenforschung: Sex in Kombination mit Liebesritualen verschiedener Kulturen, Sex und Gruppentänze, Sex und Rituale, Versöhnungsrituale, Sex und Entspannungstechniken, Sex und Improvisationstheater... Auch Theaterstücke oder Spielfilme mit dem Thema Liebe blenden bisher meist die echte Sexualität aus, obwohl diese im realen Leben oft ein untrennbares wichtiges Schlüsselerlebnis mit dem geliebten Partner darstellt. Das Schönste, zu dem unsere Spezies fähig ist, wird also nur stark verwässert, verblödet, zensiert oder zersplittert gezeigt. Gewalt dagegen wird jedoch ohne Scheu und teils in voller Wucht und Ganzheit gezeigt. Es gibt z. B. Filme, die den Hass anstacheln, aber gibt es Filme, die wirklich die Liebe schüren? Es wird höchste Zeit diese zu drehen!

Nieder mit der mentalen Mauer!

Liebe & Sex gehören untrennbar zusammen und gehen fließend ineinander über, wenn wir unsere verinnerlichte Unterdrückungsinstanz entmachten. Damit ist der "Polizist im Kopf" (1) gemeint. Wo sexuelle Lust nicht versteckt werden muss und nicht unterdrückt wird, führt sie auch nicht zu Scham, Perversion oder Aggression. Erst wenn die Gewalt des Kampfes der Geschlechter endet, beginnt die Glückseligkeit und die Fähigkeit zu echter Empathie und Liebe. Wenn Sexualität unterdrückt wird, entsteht automatisch Aggression (1) .
Wir sehen unser Anliegen in der Tradition der sexuellen Aufklärung, unter anderen von Oswalt Kolle
(1) , Beate Uhse (1) , Shere Hite (1) , Masters & Johnson (1) und Alfred Kinsey (1) . Zum Beispiel Kinseys Forschungsergebnisse und Umfragen im Kinsey-Report (1) zeigten, dass erstaunlicherweise über 90 % der Bevölkerung bis zu einem gewissen Grad bisexuell veranlagt sind.
Viele Leute träumen von liebevollem Gruppensex. Unsere historische Gewaltkultur bewertet es immer noch als "peinlich" das auszusprechen, was fast jeder denkt. Dieser liebesfeindliche Unsinn gehört im 21. Jahrhundert ins Museum!

Bei der ausführlichen Untersuchung des Themas "struktureller Frieden" (1) wurde klar, dass eine tatsächliche Befreiung von den üblichen gewalttätigen Regeln unserer Gesellschaft automatisch das Thema Sexualität einbezieht. Ein (subtil) gewalttätiges System benötigt eine ausgegrenzte, tabuisierte oder gewalttätige Sexualität, weil eine harmonische und liebevolle Sexualität die Gewalt ausgrenzt! Dies bedeutet: Wenn wir vollständigen Frieden, das heißt, strukturellen Frieden wollen, dann müssen wir die Sexualität freigegebenen bzw. anders organisieren. Man kann nur dann unbeschwert und in voller Blüte lieben, wenn man keine Mauern gegen andere Menschen verteidigen muss und wenn man keine Angst haben muss.

Wer die Liebe einsperrt, indem er Mauern um sie baut, der verrät sie!

In einem funktionierenden, wirklich freien und liebevollen Beziehungsnetz zwischen Menschen, könnte Sex sogar ein "Missing Link" sein, das eine emotionale Schlüsselfunktion für unser Herz hat und das unsere Herzen tatsächlich zusammenbringt. Ich habe einige erstaunliche schauspielerische Gruppenphänomene als Schüler von Keith Johnstone (1) kennengelernt und spreche hier auch als Schauspiellehrer, der es gewohnt ist mit Gefühlen, Szenarien und Rollenverhalten umzugehen. Es geht um das Gefühl einer "Gruppenliebe". Es gibt hier eine Vision, die getestet werden sollte, in der es darum geht, eine Einheit und einen Gleichklang aus Körpern, einschließlich Sexualorganen herzustellen. Es geht um die Harmonie (1) und Empathie der Gruppe als eine Einheit, oder anders ausgedrückt um eine praktische Art Menschenliebe/Philanthropie (1) . Freier Sex ist die Lösung? Nein, freier Sex könnte EIN TEIL der Lösung sein. Ein wirklich (strukturell) friedliches System steht auf mehreren wichtigen Säulen, die zusammenpassen, miteinander harmonieren und sich gegenseitig stützen (1)  (2)  (3). Wer Liebe und Sex gewaltsam trennt, der erschafft eine Liebe, die keine Macht hat, weil sie nicht im Körper "tanzt". Es entsteht so eine Pseudo-Liebe, die nur als fixe Idee oder Ideologie "im Wolkenkuckucksheim des Kopfes" existiert und die dort, wo es ernst wird, (beim Sex, bei echt transparenter Kommunikation ohne Notwendigkeit zur Lüge, bei der "Geldmauer", bei Gemeinschaft ohne Herrschaft (1) etc.) kneift.

Der friedlichste Affe: Bonobo - Make Love not War - Sex statt Ellenbogen

Es mag manche überfordern, aber ich möchte darauf hinweisen, dass nicht der Homo sapiens das friedlichste Lebewesen mit 2 Händen auf diesem Planeten ist. Die Affenart der Bonobos ist uns im gewaltlosen Sozialverhalten überlegen und beschämt damit unsere Spezies. Die im Matriarchat lebenden Bonobos haben auf verblüffend einfache Art durch ihre freie Sex-Kultur mehr Frieden und Empathie untereinander realisiert, als der Homo sapiens mit all seinen Gesetzbüchern und tollen Worten. Bei den Bonobos gibt es fast nie Streit um Sexpartner, Kokosnuss und Banane, da wird niemand ausgegrenzt, eingesperrt oder gar ermordet, sondern alles wird geteilt. Die gewalttätigen Schimpansen und Menschen benutzen Besitzrechte an Sexpartnern und schlagen sich um das Stück vom Kuchen, die Bonobos nicht. Bonobos leben als Einzige aus der Familie der Menschenaffen eine Kultur der weitgehend freien und unkomplizierten Sexualität untereinander und offensichtlich deshalb, geht es bei ihnen viel gewaltfreier zu. Das sollte uns zu denken geben. Die kollektive Sexualität entspannt und verbindet alle Gruppenmitglieder emotional miteinander. Durch den Sex entstehen viele Konflikte erst gar nicht. Hätten die Bonobos eine Zeitung, dann gäbe es in dieser "Tageszeitung der Bonobo Welt" keine Schlagzeile über Mord, Krieg und Verteilungskampf wie bei uns.

Der Homo sapiens wird heute zur Gattung der Trockennasenprimaten gezählt. Die friedlichsten Trockennasenaffen auf Terra sind peinlicherweise nicht die Menschen, sondern die Bonobos, da sie kollektive Sexualität, anstatt kollektiver Gewalt (1) als soziales Regelsystem nutzen. Das Sozialsystem des "Sexaffe Bonobo" ist deshalb gewaltfreier und dadurch humanistischer als das des heutigen "Kampfaffe Mensch" im "Geldzeitalter"!  ;-)

Aus einem Interview
(1) mit der Bonoboforscherin und Autorin des Buches: "Wilde Zärtlichkeit" Claudine Andre: "...was können Menschen von den Bonobos lernen? Wir können lernen, friedlicher zu sein, weniger kämpferisch, gruppenorientierter."   Auch Frans de Waal, einer der global führenden Primatenforscher, vergleicht im Buch: "Der Affe in uns" (1) den aktuellen Kenntnisstand über die verblüffenden Ähnlichkeiten menschlicher Verhaltensweisen mit unseren engsten Verwandten im Tierreich, den Schimpansen und Bonobos. 
  

Paul McCartney schrieb 1968 den Beatles Song "Why Don´t We Do It in the Road"(1), nachdem er 2 Affen beim Sex auf einer Straße in Indien beobachtet hatte. Er staunte über die Natürlichkeit und Unkompliziertheit dieser Szene und sagte: (1) "Seltsam, es ist bei Tieren so einfach und wir Menschen haben entsetzliche Probleme mit Sex und Fortpflanzung."

Unsere Kultur hindert uns daran friedlich zu sein - Wir benötigen eine Kultur 2.0

Wenn Sexualität frei und ungezwungen und in gegenseitiger Liebe stattfindet, dann führt die Intimität und die körperliche Nähe von Zärtlichkeiten bis hin zum Orgasmus, zu einem Gefühl der Freiheit, des Lachens, der Nähe und Würde. Durch Liebe und einem gemeinsamen gleichzeitigen Orgasmus in Harmonie erlösen sich Menschen gegenseitig von Fremdheit, Maskenhaftigkeit, Berührverbot, Statusgehabe und von der oft üblichen entwertenden Beurteilung und Verzerrung. Man zeigt sich bei "glaubhafter gegenseitiger Liebe" unverstellt und unverkrampft als vollständiger Mensch. Die Nähe beim Sex und Orgasmus erzeugt für einen Moment sogar das Verschmelzen der Identitäten und die Auslöschung des Ego-Ichs bis hin zu einem "Einheitserlebnis". Der gemeinsame Orgasmus ist die stärkste emotionale Basis von glücklichen Liebesbeziehungen. Entspannung ist Voraussetzung (und Ergebnis) für romantische Liebe und ein synchroner Orgasmus ist das Entspannendste, das es gibt für den menschlichen Körper und Geist (es ist wie eine Art "Reset", bei einem PC, bei dem ein Reset fehlerhafte Programme beendet und das System danach in gereinigter Form neu startet).
Aus dem Buch: "Die Psychologie sexueller Leidenschaft"
(1) von David Schnarch: "Man muss lernen sich dem Partner gegenüber mit echten Gefühlen zu zeigen und in der Intimität bei sich selbst zu bleiben... Was ich beschreibe, ist ein Orgasmus, bei dem sowohl die Augen als auch die Seele offen sind."

Sexualität 2.0 - Kollektiver Sex als Weg zu unverlogenem sozialen Frieden

Es ist wohl eine der spannendsten Fragen unserer Zeit für die Friedensforschung: Geht das, die Utopie einer Gemeinschaft aufzubauen, in der jeder jeden auf romantische Art liebt, und in der es keine Berührungsverbote, keine Lügen und Zärtlichkeitstabus gibt? Kann "Gruppenverliebung", die auch die erotische Seite einschließt, ohne Eifersucht überhaupt möglich sein? Kann man einen Prozess, den wir bisher meist nur von 2 Personen kennen auf eine Gruppe übertragen? Was müsste bei einer romantischen Liebesbeziehung von mehr als 2 Leuten speziell beachtet werden damit Balance und Harmonie im Liebesnetzwerk entsteht? Eine echte "Gruppenliebe" würde dem Gruppensex den Malus des primitiven und würdelosen nehmen! Manchen Menschen mögen sich bei solchen Überlegungen die Nackenhaare aufstellen. Dies war aber schon immer so, wenn neue und unkonventionelle Lösungsideen vorgestellt wurden.  Es geht um eine Sozialstruktur, die uns die Natur nicht mitgegeben hat, die wir also wissenschaftlich und künstlerisch selbst entwickeln müssen.

Erst Sex, Berührungen und Zärtlichkeiten geben der Liebe emotionale Wahrheit.

Je mehr die sinnliche Wahrheit des ganzen Körpers fehlt, desto mehr ist die Liebe nur eine Idee, eine Fantasie, eine Kulisse wie ein Baum ohne Wurzeln. Vielleicht wirkt der Satz: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" erst dann nicht nur als Lippenbekenntnis, wenn das sexuelle Tabu ihn nicht konterkariert, wenn er also auch körperlich und sexuell gemeint ist. Erst die romantische Liebe, die das Berührungsverbot überwindet, vermag Menschen mit der ganzen Wucht der Körperlichkeit und der Gefühle zu einer Transzendenz zu führen, in der eine edlere Form des Menschseins in aller Schönheit durchdringt. Warum sollte man das (auf jeweils 2 Leute) begrenzen? Warum sollte man den "Spirit der Liebe" zerstückeln?

Eine provokative Frage: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst?" - Kann es sein, dass diese Idee erst dann funktioniert, wenn wir sie nicht nur geistig und theoretisch meinen, sondern wenn wir die Praxis der gemeinsamen Sexualität einbeziehen?

Könnte eine sexuelle Liebesgemeinschaft "Grundstein" eines Systems ohne das Dogma der Egozentrik sein? Kollektiver Sex mit kollektiver Liebe, die bis zum Akt der gemeinsamen körperlichen Vereinigung geht und vielleicht sogar zu einer Art von "sozialer Fusion", Identitätsfusion (1) oder "sozialer Kernfusion" führt, die gemeinsame Liebesenergie freisetzt und damit unsere Egomauern sprengt. Ein glückliches sexuelles Erlebnis bis zum gemeinsamen Höhepunkt, bei dem romantische Liebe im Spiel ist, lässt die zwischenmenschliche Mauer überwinden. Wer dieses Ritual der "Psychodynamik der Liebe" gemeinsam erlebt, dürfte danach eine große Leichtigkeit im Umgang miteinander spüren. Die mentale und sexuelle Mauer ist weg. Wenn eine Einschränkung und Mauer fällt, dann wird stets Energie frei.
Wie oft ist es in unserer normalen absurden Welt so, dass aus Liebenden sogar Todfeinde werden (durch Trennung, Scheidung etc.). Manche fragen sich: "Waren das vorher überhaupt echte Liebende, wenn die Möglichkeit der Trennung und des Hasses, wie bei einem Januskopf jederzeit aus der geliebten Person entstehen kann?" Welch zerbrechliche, halbe und schwache Liebe ist diese "Liebe nach unseren anachronistischen Regeln der Vergangenheit"? Die romantische Liebe hat keine große Macht, gemeinsame Organisierung und Lobby. Das sollte sich ändern!

Bei solch einer Art von Polyamorie 2.0 verliert keiner etwas, wenn eine neue Person hinzukommt, sondern es entsteht im Gegenteil eine Win-Win Situation.  Die Logik einer vollständigen Liebe erfordert ein intelligenteres System. In einer Welt, in der Menschen sich wirklich und damit auch körperlich romantisch lieben, wäre es nicht vorstellbar, unmöglich und unlogisch, dass diese Leute sich untereinander töten oder foltern. Bei einem System der Liebe wäre es sogar unlogisch zu lügen. Genauso unvorstellbar ist es in unserer bisherigen Welt, das Fremde oder Feinde sich lieben oder (hier setzt die Gewaltkonditionierung extrem massiv ein) dass sie sogar miteinander ins Bett gehen. Das Wort "Fremder" sollte seinen Sinn verlieren.  Es gibt kein richtiges Leben im falschen sagte Adorno, deshalb ist ein fundamentaler und tief greifender Lösungsansatz so wichtig. Wir benötigen eine soziale Ordnung, die den einzelnen harmonisch und ohne jegliche Gewalt in die Gruppe, oder dem Schwarm einbindet. Solange dieses Organisationsmuster nicht gefunden ist, solange gibt es keine kollektive Weisheit, kollektive Liebe und kollektive Entspannung und es gilt die traurige Tatsache von der Michael Schmidt-Salomon spricht:  "Schwarmdummheit: Ameisen sind im Kollektiv intelligent, Menschen nicht...".
Wir haben es in Beziehung einzelner Mensch/Ego => Gruppe/Familie =>  Nation/Stamm => Menschheit/UNO mit immer größeren und komplexeren Organisationsmustern zu tun. Das jeweils höhere Organisationsmuster funktioniert nur dann ohne regelmäßige Zusammenbrüche, wenn die Bausteine des unteren Organisationsmusters reibungslos passen. Wenn ich z. B. einen Turm aus Legosteinen baue, dann darf es keine Abstände und Risse zwischen den einzelnen Bausteinen geben. Falls es die aber gibt, so vergrößern sich die Spannungen mit der Höhe des Turms und der Turm wird bei einer gewissen Höhe auseinanderfallen. Genau das passiert, bis hin zur globalen Ebene. Wir benötigen also zuerst eine Gruppe, die wirklich harmoniert
(1) um dann, wenn dies gelungen ist, als nächsten Schritt eine Modell-Stadt/Modell-Staat (1) bilden zu können, die/der real harmoniert. Dies wäre Aufgabe der Forschung und wahrscheinlich schon mit dem Geld, das die Welt in nur einem Tag für Rüstung ausgibt (3 Milliarden €) zu finanzieren. Dieses Lösungskonzept ist vermutlich aber auch ohne "Unterstützung von oben", durch einen "Selbstorganisationsprozess von unten her", möglich.

Wenn wir in einem sozialen System, das auf einem gewalttätigen Fundament aufgebaut ist, eine romantische Liebe nur aufsetzen, so kann diese entweder nur relativ kurzfristig oder nur pseudo sein, oder nur in Ecken und Nischen funktionieren. Was tiefer greift, hat den längeren Hebel und damit die Macht. Wir brauchen für eine liebevolle Welt auch ein liebevolles Fundament (auf das wir dann sogar z. B. einmal im Jahr einen "Tag des kollektiven Hasses" aufsetzen dürften, dieser Hass bliebe nur gespielt). Aus unserem aktuellen gewalttätigen Weltbild heraus ist die Welt der Liebe als Gesamtsystem unmöglich und aus einem System der Liebe heraus wäre unsere aktuelle Welt, geregelt durch Gewalt mit den dazu passenden "Tabus der Gewalt", unmöglich. Beides widerspricht sich.


ReLOVEvolution - We Need A Love Revolution!

Wir wissen, das unsere heutige Welt genug für die Bedürfnisse von allen produziert, aber nicht genug für die rücksichtslose egozentrische Gier von einigen. Es ist eine Farce zu behaupten, uns würde der Satz: "Liebe deinen nächsten..." leiten, wenn wir faktisch in einer Welt leben, die von sichtbarer und unsichtbarer Gewalt auf allen Regulationsebenen geregelt wird, bis hin zur mittelfristigen Zerstörung unseres "planetaren Raumschiffs" im Akt einer unfassbaren Dummheit unsers globalen Führungspersonals.

Die Zeit zwingt uns heute dazu so schnell wie möglich ein modernes "Betriebssystem" für unsere Spezies zu entwickeln, eine Art Polyamorie in einer perfektionierten Form, die Liebespartner nicht wie in der Moderne meist üblich, nacheinander in Zeitfenstern (1) erlaubt, sondern miteinander, inclusive gemeinsamer tantrischer Sexkunst. Ein kollektiver Orgasmus (1) wäre denkbar, als eine Art gemeinsames und einfühlsames Kunstwerk. Ein mitreißendes emotionales Erlebnis, in ähnlich feinfühligem und aufeinander hörendem Zusammenspiel, wie eine Jazzband bei einer Jamsession, die sich zum Ende hin in Tempo und Energie zu einem ekstatischen Finale der ganzen Gruppe steigert.

Kollektiver Eros führt zu Entgrenzung und macht "soziale Verschmelzung" bzw. "eine fließende Gruppe" erst möglich, da sie erfahrbar und erlebbar das Sozialgefüge und seine Sozialbindungen von Status und sozialer Maske befreit und ein Sozialgefüge herstellt, das fließend ist, ein "Sozial-Plasma", eine emotionale Einheit während des sexuellen Rituals. Gleichzeitig entsteht durch die Tiefe der dadurch möglichen Beziehungen eine hohe Energie. Ein gelungenes liebevolles kollektives Orgasmusritual wäre ein absolutes Best-Case Szenario und eine neue "Soziale Software" und möglicherweise ein künftiger emotionaler Kern einer strukturell gewaltfreien Gemeinschaft und eines gewaltfreien Systems. Es geht darum, sich aus der üblichen gewalttätigen soziokulturellen Matrix zu befreien und die Dinge völlig anders zu denken und zu tun.

Die sexuelle Gruppendynamik ist die eine Seite des emotional Schönsten, was Menschen möglich ist. Die andere Seite wäre die persönliche enge Verbindung von jedem Einzelnen mit jedem Einzelnen. Eine Liebesgemeinschaft, wäre erst dann eine echte Liebesgemeinschaft, wenn nicht nur alle als Gruppe miteinander, sondern auch jeder mit jedem ein separates, persönliches und auch sexuelles Liebeserlebnis hätte. Leute, die man auch körperlich liebt, betrachtet man nicht mehr als Fremde und man ist ihnen so nahe, wie dies einem Menschen nur möglich ist! Man nimmt sie in ihrer intimen und höchstpersönlichen und seelischen Individualität wahr. Die zwischenmenschliche Mauer wäre tatsächlich weg. Die Gefahr, dass ein solches Rendezvous schlecht endet, wäre nicht gegeben wenn dies im Rahmen der RealTheater (1) Regeln geschieht.  Hier ein wirksames kulturelles Muster zu entwickeln ist eine der Erwartungen an das Projekt RealTheater. Übrigens sind zum Beispiel rein anatomisch auch Zungenküsse zu dritt möglich.

Wenn wir, wie bisher, darauf warten, bis der Zufall zwei Menschen zeitgleich in die richtige Position bringt, in der echte romantische Liebe von selbst entsteht, dann bewegen wir uns in der Kategorie "One Moment in a Million" und erdulden die übliche weitgehend lieblose Welt, in der beidseitige echte Liebe die Ausnahme bleibt.
Wie viel Liebe ist alleine deshalb schon verhindert worden, weil 2 Leute nicht zeitsynchron waren, mit all den bekannten Absurditäten: "Ich liebe dich nur, wenn du mich nicht liebst", oder: "Als sie mich liebte, liebte ich sie nicht und jetzt, als ich sie liebe, liebt sie mich nicht". Wie viele Leute bereuen im Nachhinein zu oft im Leben "Nein" gesagt zu haben und zu wenig ein "ich liebe dich" gewagt zu haben, oder die Bedingungen dazu zu hoch geschraubt zu haben. Oder wie oft sieht es so aus: A liebt B, B lieb C und C liebt D und alle sind unglücklich. Welch ein Wagnis ist es in einer liebesarmen Welt dem anderen seine Liebe zu gestehen und wie viele Male wurde Liebe durch diese Angst verhindert. Wie oft wird der Impuls der Liebe, der in uns entsteht durch unsere lieblose und affige Kultur im Keim erstickt.

In unseren Widersprüchen steckt so viel Humorpotenzial, dass diese Energie wahrscheinlich zur "Kernspaltung unserer Egos" reichen würde! 

Die "sexuelle Liebe einer Gemeinschaft" hätte eine völlig andere Architektur, Logik und Dynamik, als unser heute übliches System. Das menschliche Gehirn liebt die Abwechslung. Es wäre ein großes Glück, wenn man nicht nur einen hat, den man liebt und mit dem man glücklichen Sex hat, sondern viele, ohne dabei lügen zu müssen. Wenn sich 100-mal die gleiche oder eine ähnliche Situation wiederholt, dann stumpft die Erregungskurve ab und es wird mit der Zeit langweilig. In dieser schlichten Tatsache sind unzählige Paare gefangen. Langeweile und der ewig gleiche Rhythmus. Wenn wir uns aus der gegenseitigen Unterdrückung befreien und das Leben als ein gemeinsames Spiel ernst nehmen, wie das im RealTheater Experiment (1) beabsichtigt ist, dann könnte man einen Tages- und Wochenrhythmus etablieren, der jeden Tag ein paar Stunden dieses intensiven Erlebens (1) zulässt (z. B. anstatt der heute durchschnittlich 4 Stunden passiven TV Zeit). RealTheater öffnet die mentale Mauer zwischen den Menschen und stellt Menschen in der Gruppe sich gegenseitig zum freien Spiel zur Verfügung.

Im Arte TV "Journal" vom 6.10.2011 sagt der Regisseur einer neuen französischen "Romeo und Julia" Verfilmung Olivier Py: "Dieser Romeo und diese Julia sind keine einfältigen Heranwachsenden, ...vielmehr sind sie wie Propheten... deren körperliches Begehren etwas in ihnen weckt, das viel größer ist als Religion, viel größer als Philosophie..."
Die Schauspielerin der Julia, Camille Cobbi sagt dazu: "Diese Liebe trägt jeder in sich, auch wenn sie nicht immer gelebt wird. Es ist eine absolute Liebe, die das Menschliche, das Irdische übersteigt."
Matthieu Dessertine, der den Romeo spielt, ergänzt: "...es ist groß wie ein Feuer... ich glaube wir haben alle den Wunsch uns in diese Rolle hinein zu projizieren."
Camille Cobbi spricht im Film als Julia, nachdem sie das erste Mal Romeo küsst: "Dieser Kuss ist das Buch der Bücher!"

Der Geist der romantischen Liebe, wie er im Stück "Romeo & Julia" sichtbar wird, sollte die "Verbannung auf die Bühne" bzw. die Verbannung der Liebe ins Private überwinden und als eine "Mischung von Kunst und Liebe" ins wahre Leben aller Menschen eindringen, um die Tragödie der "Liebe in der Affenmenschengesellschaft" zu einem Happy End zu führen! Nicht das Reden und Theoretisieren, sondern erst das Tun (to act) erschafft die Realität! (1)    Wir benötigen heute eine Art "Romeo & Julia für alle!"

Aus der "National Geographic" Dokumentation: "Im Sog der Delfine" (Phoenix TV 2011):
"...Alle Arten von Delfinen leben in Gemeinschaften. Singende Laute und ständige Berührungen dienen der Verständigung und festigen die Bindungen innerhalb der Gruppe (...) Sex erfüllt bei ihnen offenbar nicht nur den Zweck der Fortpflanzung, sondern wird häufig und beiläufig genossen. Der ständige Austausch von Zärtlichkeiten unter allen Mitgliedern hält die Gemeinschaft zusammen (...) Delfine suchen andauernd Körperkontakt zueinander."

Aus der Dokumentation "Humanimal" (Arte TV 2007):
"... Die Sozialstruktur der Delfine unterscheidet sich von den klassischen Sozialstrukturen andere Tiere. Sie scheinen in einer sogenannten Fish & Fusion Gesellschaft zu leben. Das bedeutet dass die Beziehungen fließen (...) außerdem gibt es keine dominanten Alpha-Tiere. (...) Um Spannungen abzubauen, setzen die Delfine, genau wie die Menschen, sinnliche Berührungen ein. Die sozialen Beziehungen der Delfine sind sehr sexuell geprägt, es gehe darum Bindungen herzustellen (...) Das ist ähnlich wie bei den Bonobo Schimpansen (...) Wie bei den Menschen dient die Paarung nicht nur dem Ziel der Fortpflanzung, sondern ist Ausdruck der Freude und der Lust."

Rituale, Rausch & Ekstase:
Es gibt einen Bedarf, die sexuelle- und künstlerische Ekstase in die Kultur zu integrieren und zu kombinieren. Der Wunsch, eine kurzzeitige Pause von der persönlichen Identität zu nehmen ist keine Krankheit, sondern im Gegenteil ein entspannender Gegenpol zur Last der Selbstdarstellung im Alltag und zum kulturellen Verhaltenszwang in einer Ego-Rolle mit ihren Statuskämpfen und Statusanforderungen
(1) . Ein Rausch der Kunst und Liebe sollte neu choreografiert und optimiert und als regelmäßiges Ritual für alle verfügbar sein. Rituale unserer Zeit, z. B. das, was meist in Schlafzimmern, Diskotheken oder auf Rock-Konzerten abläuft, könnten wesentlich verbessert werden! Es geht darum, gemeinsame Gefühle in höchster Intensität zu erzeugen. Der aktive Rausch durch Kunst, Spiel und Bewegung ist übrigens viel gesünder als der passive "Rausch durch Schlucken" von TV, Alkohol, Schokoriegel, Schweinebraten & Co.

Die Journalistin Dawn Porter besuchte in der ZDF-Neo Reportagereihe: „Dawn Porter testet die Liebe“ das für sein freies Lebens- und Liebesmodell bekannte ZEGG (1) - Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung nahe Berlin. Dort nahm sie an dem Ritual der sogenannten „Ölsitzung“ teil. Von dieser ungewöhnlichen Mischung zwischen „Kuschelabend“, „Kontaktimprovisation“, und Gruppentrantra mit eingeölten nackten Körpern auf einer riesigen Matratze spricht Dawn Porter im Video (1): „...nach 15 Minuten passiert etwas Seltsames. Während wir der Wärme, der Musik und dem Moment erliegen, fangen alle Körper an zu verschmelzen, und obwohl ich es kaum glauben kann, tut das ganz langsam auch meiner...“   Lediglich Körperöffnungen und Ejakulation sind dort Tabu.
Ich denke, dass dieses Ritual dem, was hier als „soziale Fusion“ bezeichnet wird, schon nahe kommt. Der nächste mutige Schritt wäre, wie hier beschrieben, echte Liebe
(1) und echten Sex in solch ein „Liebeslaboratorium“ zu integrieren. Das geht sehr wohl! Es gibt Theatermethoden, die den Spirit und das Gefühl der eigenen Liebe und der stärksten persönlichen Liebeserinnerung ins Hier und Jetzt bringen. Wenn diese Glut nun auf Resonanz trifft, dann brennt das Feuer wirklich... Ich bin dabei hierfür ein „Workshopkonzept“ und “Drehbuch“ zu entwickeln (1) das diesen wichtigen nächsten Schritt, "unsere Liebesfähigkeiten wie offene Karten gemeinsam auf den Tisch zu legen und uns gegenseitig in der Gruppe zu befreien" beinhaltet. Sexualität ist die lebendigste, umfassendste und intensivste Form der Interaktion zwischen den Menschen, wenn der Spirit dabei optimal ist. Die Zeit ist reif das Phänomen der Liebe mit den Möglichkeiten des Schauspiels, der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden, die Zeit ist reif für einen kreativen Prozess und Ergebnisse in der nächsten Zeit!

Wir brauchen eine Liebes- & Sexkultur um die Gewaltkultur zu überwinden!

Leute, die Sex ablehnen, kennen offensichtlich keinen guten, liebevollen und fantasievollen Sex. Wie üblich bei Vorurteilen ist es eine Tragödie, dass es ein Verhaltensmuster gibt, das Leute dazu bringt, durch ihr dogmatisches Urteil keine weitere Erfahrung mehr machen zu können, um Sex in voller Schönheit kennenzulernen. Sie "rasten ein" und versteinern aus Verbitterung. Viele Leute geben auf, weil sie keinen wirklichen Liebespartner finden. Deshalb "schütten sie das Kind mit dem Bade aus" und sind in einer sich selbst erfüllenden negativen Prophezeiung gefangen, die zu ihrem traurigen Schicksal wird.
Eine freie Sexualität würde sich ihren natürlichen Teil des Lebens nehmen, wie essen, schlafen... Es ist Unsinn zu glauben, dass Sex dann alles Dominieren würde.

Keine andere deutsche Tageszeitung schreibt so viel über Sex wie die (zwar oft zweifelhafte) Bild, die sich in dieser Hinsicht als eine Art "Bravo für Erwachsene" (1) präsentiert. Manche Argumente sind durchaus nutzbar: folgendes aus Bild.de 22. 3. 2010:
"Zehn gute Gründe für Sex
1. Sex macht gesund.       Wer sexuell aktiv ist, wird seltener krank. So reduziert sich beispielsweise das Risiko tödlicher Herzkrankheiten durch regelmäßigen Sex um bis zu 50 Prozent.
2. Sex macht glücklich.    ...es wird eine Flut von Wohlfühlhormonen ausgeschüttet, die happy und ...„high“ machen. Der stimmungsaufhellende Effekt dieses Psychococktails hält gut 24 Stunden an.
3. Sex macht schön.        Dafür sorgt das verstärkt ausgeschüttete Östrogen. Es verbessert die Regenerationsfähigkeit der Zellen, fördert die Bildung von Kollagen. Das macht die Haut straff, elastisch und faltenfrei....
4. Sex macht schlank.     Auf der Hitliste der Schlankmacher steht Sex ganz oben: Lustvoller kann man 350 Kalorien in 30 Minuten kaum verbrennen. ...schon ein leidenschaftlicher Zungenkuss verbraucht 20 Kalorien!
5. Sex macht stark.        ...30 Minuten Liebesspiel bringen so viel wie 15 Minuten Fett-weg-Workout im Studio...
6. Sex macht jung.         Frauen mit aktivem Sexleben wirken optisch um fünf bis zehn Jahre jünger. Männer...: Regelmäßiger Sex hält die Vorsteherdrüse elastisch und schützt vor Prostataproblemen.
7. Sex macht clever.      Sex macht...schlau und kreativ..., (Anm. d. Autors: weil guter Sex den Körper entspannt. Wer sexuell entspannt ist, ist kreativer, humorvoller und geistesgegenwärtiger.)
8. Sex macht locker.      Lustvoller Sex ist der schnellste Weg zum Stressabbau. Denn die freigesetzten Glückshormone sind wirksame Gegenspieler zu Stresshormonen wie Adrenalin. Gleichzeitig lösen sich nach jedem furiosen Finale auch körperliche Spannungszustände – vom steifen Nacken bis zum Muskelkater.
9. Sex macht aktiv.       In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird davon ausgegangen, dass Sex einen Überfluss an Lebensenergie erzeugt und jedes Organ langfristig aktiviert und gestärkt wird. TCM-Experten empfehlen daher ein ausdauerndes Vorspiel, intensive Küsse und leidenschaftliche Umarmungen als ideales Mittel zum Abbau von Energieblockaden.
10. Sex macht verliebt. ...das Hormon Oxytocin, das beim lustvollen Liebesspiel ausgeschüttet wird, löst (immer wieder) Verliebtheitsgefühle aus und zaubert „Herzeln“ in die Augen."

Sex ist ein Grundbedürfnis des Menschen wie Nahrung oder Kommunikation. Wenn man Menschen dieses Grundbedürfnis verweigert, dann werden sie aggressiv und rastlos. Sex sollte nicht nur dort erlaubt sein, wo die hohe Hürde einer lebenslangen Liebe als "bürokratische" Vorbedingung erfüllt ist. Dies ist bei der Mehrzahl der Beziehungen im "Zeitalter der Egozentrik" sowieso nur eine Illusion und wirkt deshalb vorwiegend als eine Verhinderung von Sex und damit eine Verhinderung von zwischenmenschlichem Lebensglück. Sex sollte nicht verboten werden, oder nur unter strengsten Bedingungen erlaubt sein. Sex und Liebe gehören zusammen, das eine fördert das andere, egal in welcher Reihenfolge, zumindest solange das Element "Gewalt & Zwang" nicht dabei ist.

Nach ca. 5 Jahrzehnten der weiblichen Selbstbefreiung benötigen wir heute eine Emanzipation des Mannes! Der Mann sollte seine historische Gewaltaffinität abschütteln. Heute schadet die Gewalt ihm selbst und uns allen weit mehr als sie Nutzen bringt. Nicht Faust, Aggression und Bizeps, sondern Hand, Gefühl und Gehirn gehört die Zukunft!

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Worte und Begriffe zum Thema:

Aufklärung 2.0, Fließendes Sozialsystem ohne Hierarchie, liquid social system, Liebessystem, Lovesystem, System der Liebe, Love System, unconditional Love, kollektive Liebe, kollektiver Sex, kollektiver Orgasmus, ohne soziale Mauer, ohne psychische Mauer, ohne mentale Mauer, absolute Offenheit, absolute Ehrlichkeit, ohne Lüge, soziale Fusion, soziale Verschmelzung, soziale Liebe, emotionales Erlebnisdesign, Liebe ohne Besitzmauern, Sozialdesign, soziales Spiel, soziales Tantra, Masterplan, Tantrakunst, Tantrawelt, Liebesrat, Liebesrad, System der Freiheit, Tantra und Kunst, Tantra & Kunst, Sex und Kunst, Sex & Kunst, Sexkunst, Sozialplasma, kollektives Tantra.

Viele sagen: Sex benötigt ein Element der Gewalt. In unserem babylonischen Sprachgewirr verwechseln wir hier aber das Wort "Gewalt" mit dem Wort "Energie"! Gewalt bedeutet Unterdrückung und Unterdrückung blockt letztlich die Energie.

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Sonstiges & Links zum Thema:

*Ausschnitt aus einem Interview aus Spiegel Online mit Professor Volkmar Sigusch,  (1) einem der wichtigsten Sexualforscher weltweit, vom 28.02.2011:
"SPIEGEL: Herr Professor Sigusch, Sie haben 33 Jahre lang das Institut für Sexualwissenschaft in Frankfurt geleitet und als Therapeut gearbeitet. Sagen Menschen über Sex eigentlich jemals die Wahrheit?
Sigusch: Wenn es um Sexualität geht, sagen die Leute gern die Unwahrheit. Nur beim Geld wird noch mehr gelogen ...
Das gesellschaftliche Problem liegt darin, dass wir keine alternativen Modelle entwickelt haben. Unsere Kultur hat keine Ars erotica (Erotische Kunst) entfaltet.
...dieses Kaninchenartige....rein und raus und fertig. So ist das immer noch... ein Trauerspiel.
SPIEGEL: Unsere Gesellschaft redet seit 40 Jahren über Sex, und eigentlich hat sich nichts geändert?
Sigusch: Ich behaupte, wir sind sexuell immer noch eine weitgehend unwissende Gesellschaft. Wir reden falsch und oberflächlich über Sexualität...."
Volkmar Siguschs Buch:  Neosexualitäten zeigt, daß die heutige Gesellschaft nach der ersten sexuellen Revolution der 1960er Jahre nun eine zweite neosexuelle Revolution erfährt. 

* Schwelle 7 in Berlin - Zentrum für Sinnlichkeit, kreative Sexualität, sexuelle Improvisation, sexuelle Performance, sexualwissenschaftliche Analyse, Kontaktimprovisation, Yoga, Psychotherapie, BDSM, Körperforschung, politische Aktionen, Theater, experimentelle Grenzerfahrung, Selbstbefreiung, Kunst, Tanz und Spiel. Jedes Jahr im Juli findet dort das 3-tägige Festival „Xplore - das Festival zur Kunst und Lust“ mit vielen Workshops statt.

* Dieter Duhm aus dem Buch: "Zukunft ohne Krieg" über den Zusammenhang von Sex, Lüge und Ethik:
"Freie Liebe, freie Sexualität – in Freundschaft und Vertrauen. Das ist kein moralischer Appell an einzelne Menschen, sondern wir bauen ein menschliches, soziales System auf, in dem die Wahrheit im Eros möglich wird. Dadurch werden die Menschen befreit von einem heimlichen Dauerzwang zur Lüge. Und dadurch können sie im ethischen Sinne gut werden. Und dann können sie das Gebot einhalten „Du sollst nicht lügen“. Wenn wir die Struktur nicht aufbauen, dann appellieren wir an den Einzelnen „Bitte höre auf zu lügen“, aber den Grund für seine Lüge behalten wir bei. Viele Ehepartner müssen sich heimlich beschwindeln, weil sie ihr Verlangen nach anderen Partnern voreinander nicht zugeben dürfen. Und dann müssen sie auch noch dafür sorgen, dass sie es gegenseitig nicht merken. Was für eine schreckliche Geschichte! Und dann komm mal mit den Geboten „Du sollst nicht lügen“. Da verzweifelt man moralisch."

* Im Telepolis Interview zum Thema "Sex-Fantasien in der Hightech-Welt"
(1) sagt der Autor und Filmkritiker Georg Seeßlen: "Sexualität ist die Urform einer Interaktion mit einem selten erreichten Ziel, einander nicht-hierarchisch zu begegnen. (...) Jeder, der herrschen will, herrscht zunächst einmal über die Sexualität, ganz egal, ob es ein Papst, ein Kaiser, ein Diktator, ein faschistischer Führer oder auch eine Ökonomie, ein Markt, eine Werbestrategie, eine Technologie, eine populistische Hegemonie, eine Mediokratie ist. Und daher ist umgekehrt natürlich auch Sexualität das, was Herrschaft bedroht."

* Eugen Drewermann  (1)  aus Focus Online vom 8.2.2010:
"Der Zwang zur sexuellen Enthaltsamkeit richte sich zentral gegen die gesamte Botschaft Jesu und versündigt sich elementar an den Bedürfnissen der Menschen und dem Geist der Neuzeit.

* Der neue Geschäftsführer der Piratenpartei (und Nachfolger von Marina Weisband seit April 2012) Johannes Ponader lebt in Polyamorie (1). Dies passt bestens zur Forderung der Piratenpartei, Menschen nicht mehr in zwei Geschlechter einzuteilen und eine Gesellschaft zu fördern, die den Titel „postgender“ verdient. (1)

* Joseph Beuys schuf den Begriff der Sozialen Plastik/Sozialen Skulptur. Das menschliche Zusammenleben als Gesamtkunstwerk. Beuys hielt jeden Menschen potenziell für einen Künstler. Eine Verbindung dieser künstlerischen Seiten aller Menschen würde zu einem „Sozialen Organismus” führen, der Spiritualität, Offenheit, Kreativität und Fantasie freisetzt. Diese "Kräfte des Schönen" sind in jedem Menschen bereits vorhanden, sie müssten nur erkannt, ausgebildet und gefördert werden. Die Kunst sollte in unserer Gesellschaft einen zentralen Platz einnehmen, um veraltete soziale Lebensformen durch neue zu ersetzen. Beuys TV (YouTube)   (1)

SEX & GESUNDHEIT:

* Regelmäßiger guter Sex senkt das Brust- und Prostata Krebsrisiko, schützt vor Depressionen und verlängert das Leben: (1)

SEX & FILME:  

* Verschiedene Filme zwischen Autorenfilm, Kunstfilm und absolut freizügiger Sexdarstellung: The Rocky Horror Picture Show (1), Shortbus (1), Malen oder Lieben (1), Room in Rome (1), Du sollst nicht lieben (1), Lie with me, 9 Songs, Eyes Wide Shut, Themroc, Harold and Maude (1), ...

* Der Filmemacher Moritz Boerner hat 2 Spielfilme gedreht, die man als Tantra Spielfilme bezeichnen kann. Der 1983 entstandene Film "Catch Your Dreams" (1) versammelt 10 Leute in einem Schloss, die auf sehr liebevolle und ästhetische Weise und ohne mit der Kamera abzublenden gemeinsam ihre erotischen Träume verwirklichen. Der Film "Abenteuer meiner Seele" dokumentiert Ausschnitte einer Tantra - Encountergruppe der Bhagwan-Schülerin Margo Anand (1).

* Der Film: "Der Name der Leute" (1), in dem es um Sex für eine gute Sache geht, zeigt das Thema "Liebe deinen Nächsten" und "Make Love Not War" aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

*Feminismus und Pornografie, passt das zusammen? Die taz (1) schrieb über den Film "Too Much Pussy!"der Künstlerin Emilie Jouvet: "Dass die Entblößung von Haut und Scham ein Zeichen für weibliche Unterdrückung sein könnte, findet Emilie Jouvet "altfeministisch" und "körper- und lustfeindlich". Der Kultursender Arte schrieb über den Film "One Night Stand": "Emilie Jouvet hat mit diesem Film eine neue Ästehtik gefunden, Sex als Kunst darzustellen".  Emilie Jouvet wurde für ihre Darstellung offen gelebter Sexualität und femininer Pornografie unter anderen mit dem "Feminist Porn Award" ausgezeichnet.

* "Hotel Desire" (1) (2) (3) oder wie ein PorNEO-Film mittels „Schwarmfinanzierung“ zustande kommen soll.

* Die Webseite beautifulagony.com zeigt Videos der Gesichter von Menschen, die einen Orgasmus haben, (1) gerade Frauen finden diese gefühlvolle Sexseite sehr erotisch.

* Jaiya - New World Sex Education (1) - Tantra Schulung in englischer Sprache - Jaiya YouTube Videos (1)

* Auf der täglich von ca. 60 Millionen (1) Leuten weltweit besuchten Webseite YouPorn (Wikipedia) kann man bei immerhin ca. 2 % der Videos human-ästhetischen Sex finden. Niemals stand der Menschheit ein größeres (demokratisches, weil YouTube ähnliches) Video Archiv von sexuellen Verhaltensweisen/Mustern/ Erfahrungen/ Schulungen/Fantasien/Ideen zur Verfügung, das heute auf eine wissenschaftliche Auswertung wartet. Wie von unserer Gewaltkultur zu erwarten ist, gibt es vermutlich vorerst niemanden, der diese sinnvolle Arbeit ausführt, da die Wissenschaft das Geld für die Erforschung von Waffen benötigt. YouPorn hält uns außerdem den Spiegel vor, zeigt den Mangel unserer Sexkultur und ist ein Beispiel dafür, wie unerfahren, mechanisch, gewalttätig oder gefühllos Sexualität in unserer Kultur oft vollzogen wird. Da es ein Problem ist, dass viele Jugendliche heute ihre eigenen sexuellen Handlungsmuster von Webseiten wie YouPorn beziehen, sollte gerade via YouPorn eine qualitativ hochwertige Initiative zur Aufklärung einsetzen. Einfache Verbote und Zensur greifen im Kommunikationszeitalter nicht mehr. Nur der bessere, emotionale, intensivere, völlig freizügige Film kann dem groben und gewalttätigen Porno das Wasser abgraben und diesen dann im Kontrast als "Doofmann-Sex" oder "Sex-Sport" dem Spott preisgeben.

SEX & BÜCHER:

David Schnarch: Die Psychologie sexueller Leidenschaft (1),   Lob der offenen Beziehung: über Liebe, Sex, Vernunft und Glück (1),  Alexander Lowen: Liebe und Orgasmus. Persönlichkeitserfahrung durch sexuelle Erfüllung (1) , Wilhelm Reich: Die Funktion des Orgasmus (1) , Rettet den Sex. Ein Manifest von Frauen für einen neuen sexuellen Humanismus (1) ,  vom Nehmen und Genommenwerden: für eine neue Beziehungserotik (1),   Radim Vlcek: Spielesammlung für Theaterarbeit, Ausdrucksfindung und Gruppendynamik mit Tantraübungen (1) ,   Luce Irigaray ist eine führende Denkerin in den Bereichen Gegenwartsphilosophie, Psychoanalyse und Feministische Theorie (1)  (2)


SONST:

* Wenn die kulturelle Unterdrückung von Sex zum Beispiel bei Demenz wegfällt, dann erwacht das sexuelle Verlangen sehr stark. (1) Das sollte uns zu denken geben, wie sehr die Denke unserer Kultur Sexualität im Einzelnen unterdrückt, den eigenen Körper unterdrückt, der dann mit der einzigen Sprache, die ihm (außer nächtlichen Träumen) möglich ist, mit Krankheiten reagiert.

* Sibylle Berg schreibt in Spiegel Online (1) über die Trennungskultur in heutigen Liebesbeziehungen: „Warum ist es eigentlich so schwer, sein Leben mit nur einem einzigen Partner zu verbringen? ...Jeder Mensch belebt andere Teile unseres Charakters. Der eine lässt uns wild sein, intellektuell, der andere kindisch und albern. Möglich, dass so ein neuer potentieller Partner einem das Gefühl gibt, eine Seite zu aktivieren, von der wir selbst glaubten, sie sei nicht vorhanden. Das lässt einen lebendig fühlen, und das heißt, sich jung zu fühlen. ...Da wird die Idee, dass jeder austauschbar sei, zur Gewissheit ...was einen schnellen Effekt hat: eine Affäre, eine neue Liebe, das alte Leben scheinbar hinter sich lassen...“

* PorYes, der Feministische Porno-Filmpreis Europa : "...bietet Raum für einen positiven, mutigen und bewussten Zugang von Frauen zu ihrer Lust und einen wertschätzenden Umgang mit dem weiblichen Körper... Die Initiatorinnen setzen damit einen Kontrapunkt zur sexistischen Mainstream-Pornografie: Wir wollen den Erotik-Filmmarkt revolutionieren." Ein Taz Artikel über feministische Pornos, die "guten Pornos".

* Eine Forendiskussion zum Thema: Es fehlt eine zivilisierte und hochstehende Sexkultur.

* Liebesschule in Wien, ein Lehrplan voll Zärtlichkeitsschulungen und Sextechniken.

* Bennetons "Unhate" Foto Kampagne mit einer "Liebe deine Feinde Utopie": gegnerische Regierungschefs, die sich küssen.

* Julie Peters - Poetry Slam Auftritt - Thema "Tantric Philosophy" (Video englisch)

* der freitag.de - Thema "Sex und Schuld" ...Polansky, Assange, Kachelmann - Liebe, Sex, Gewalt und Mittelalter -  Sex ist überall, doch wir schweigen über nichts lauter, als über Sex.

* Meinungsumfrage: Provokative Comedy mit ernstem Hintergrund und interressanten Reaktionen der Passanten: "Was halten Sie von Ficken für den Weltfrieden": Youtube Video

* Tantra (1) als Methode sexuelle Lust im harmonischen Einklang mit Körper und Geist zu leben.

* Osho - Sex, Tantra und höheres Bewusstsein (1)

* Manifest für den modernen Mann. Für ein anderes Rollenbild des Mannes. "Der Penis ist keine Waffe" (1)

*Das "Tantraprojekt" der Diamond Lotus Tantraschule aus Berlin (von "Andro" gegründet), versteht sich als tantrisches Laboratorium. Das "Tantra-Projekt" ist ein Experiment, das wissenschaftlich begleitet und dokumentiert wird.

* Links zum Thema Polyamorie: offene Beziehungen einschließlich Sex und Liebe mit mehreren Liebenden, Polyamorie ein alternatives Liebesmodell  (1) ,  Forum (2)

* Polyamorie Forum

* Wikipedia - Freie Liebe

* Im "Lachdach" München, das sich als  Forum mit der Entwicklung von zukunftsweisenden künstlerischen Inhalten definiert, findet regelmäßig das "Liquid Lumen Ritual" statt. Tänzer, Live-Musiker & Live-Projektionen beziehen sich interaktiv aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig: "Geistige Grundlage ist ein Netzwerkbewusstsein (Fritjof Capra), in dem systemische Prozesse in autopoetische (1)  (2) Zustände (Umberto Maturana) gesteuert werden." (Siehe auch "Fraktale Selbstorganisation".)

* Der Sexualwissenschaftler Kurt Starke (1) verneint die Ansicht, dass einfache Pornografie schädlich oder jugendgefährdend sei. In einer großen Anzahl von Studien zu diesem Thema kam er zu dem Schluss "dass eine schädliche Wirkung von Pornografie per se auf Jugendliche nicht belegt werden könne". Starke hält sogar das Verbot einfacher Pornografie für jugendgefährdend, da damit sexuelle Handlungen dämonisiert würden und es zu einer falschen Selbstwahrnehmung Heranwachsender kommen könne.


Unikat - Design: Neo von Terra

Liebevolle Sexualität ist ein Katalysator für zwischenmenschliche Nähe, Offenheit, Entspanntheit, Zärtlichkeit und sozialpsychologische Befriedung.

Liebesforschung Teil 1:  Ist wissenschaftliche Erforschung und Kultivierung der Liebe möglich?

Friedensforschung 2.0 - Wir benötigen eine Mobilmachung der Friedensforschung!

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Text: Neo von Terra  alias Hans Mack  (1)   2012
Der Autor dieser Seite ist freischaffender Künstler und arbeitet als Friedensaktivist, Kabarettist und Schauspiellehrer

Wir freuen uns über Unterstützung oder Mitarbeit! (1)

Anmerkung zum Projekt RealTheater.de (1).: Das Thema Sexualität wird für die Spieler erst aktuell, wenn die vorherigen Schritte dies erfordern. Mitarbeit am Gesamtprojekt ist auch möglich, ohne selbst einen aktiven Schritt zur Sexualität zu wagen. Es ist selbstverständlich, dass jeder Mitspieler zu jeder Zeit aussteigen kann, die künstlerische Arbeit lehnt jeden Zwang ab. Ein umfassender Schutz ist im Falle einer tantrischen Aktivität nötig. Teilnehmer und Kandidaten für das Projekt müssen generell mindestens 18 Jahre alt sein.