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Projekt RealTheater Es geht um eine Verschmelzung von Theater und Realität für eine praktische Friedensforschung. Mit den Fachbereichen, die hier erstmals vernetzt werden, lassen sich strukturell (1) gewaltfreie Gruppenmodelle und soziale Systeme künstlerisch, wissenschaftlich, kreativ und spielerisch (1) konstruieren. Wer die Zukunft durch Simulationen (1) und Best Case Szenarien erforscht, wird fähig sie zu gestalten und zu lenken. Wir nutzen zu viel Energie, um in den Rückspiegel zu blicken und von der gewalttätigen Vergangenheit zu lernen. Wir sollten nach vorne blicken und von den faszinierenden Möglichkeiten der Gegenwart und Zukunft lernen. Wer sonst, wenn nicht die Kunst, hat die gesellschaftliche Aufgabe sich an konkrete Utopien zu wagen, mit ungewöhnlichen Kombinationen zu experimentieren, soziales Neuland zu beschreiten und das Ergebnis zu betrachten? Der Realität ist es egal, ob sie von uns, wie bisher, historisch und kausal (1) erschaffen wird, oder ob sie künstlerisch, kreativ und frei gestaltet wird. Beides ist möglich! Eine Simulation kann unter gewissen Umständen zur Realität werden. Durch das Know-how des Schauspiels (1) in Zusammenarbeit mit Philosophie (1) und Szenariotechnik (1) wird dies möglich. Das Pilotprojekt RealTheater ist ein interdisziplinäres Experiment, vorerst in der Größenordnung einer Gruppe. Projekt RealTheater: Friedensforschung 2.0 Aktuelles 15.5.2012 Ein
Schnuppertermin für Neueinsteiger in der Gruppe findet künftig
jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 19 Uhr in Nürnberg statt.
Dieser schauspielerische und philosophische Workshop bietet ca. 1,5
Stunden Info und Diskussion und einen Praxisteil von 3 Stunden. Es
handelt sich um eine Non-Profit Veranstaltung auf Spendenbasis, um
die spielerische Arbeit kennenzulernen und gemeinsam praktische Erfahrungen
zu sammeln. Wer Interesse hat, möge sich per E-Mail
unter dem Betreff: "RealTheater Workshop Nürnberg"
melden. Es ist ein Witz, dass es heute nicht die Hauptaufgabe
des Menschen ist, im großen Stil und mit großem finanziellen
Einsatz, eine Lösung für das Hauptproblem unserer Spezies (die
offensichtliche Feindschaft des Menschen mit sich selbst) zu finden. Hier
im Kampf gegeneinander findet die größte Energieverschwendung
statt. Hier, und nicht in der Militärtechnik, sollte mit Milliardeneinsatz
geforscht werden. Wir brauchen Ideenwettbewerbe und alternative soziale
Projekte, Experimente und Simulationen. Die Zeit drängt. Die heutige
Welt braucht eine Alternative zur Egozentrik, Rechthaberei, Zerspaltung
und Rückwärtsgewandtheit. Es fehlen die Lösungen der Moderne! Es geht darum, die Kunst des Theaters aus dem Korsett des zeitlichen Rahmens und des festen Scripts, in dem Theater bisher meistens existiert, zu befreien. Und es geht in diesem Zusammenhang darum, für eine Zeit aus seinem üblichem mentalen Selbstmodell, aus seiner (historisch gewachsenen) Rolle auszusteigen und eine Zeit als Wunschrolle (Alter Ego, Avatar) zu leben, und zwar gemeinsam mit anderen, die dies ebenfalls tun. Wenn man (willentlich gewählte) Szenarien über einen längeren Zeitraum durchführt (Stunden/Tage/Wochen/Monate), dann können sie real werden. Wenn Realität in einem Rahmen aus gewissen Theaterregeln inszeniert wird, dann ist Realität leicht konstruierbar und wandlungsfähig. Wir Menschen sind sowohl im Theater als auch in der Realität dazu fähig, uns die "Hölle" zu erschaffen, aber wir sind bisher kaum je fähig gewesen den "Himmel" für den Menschen zu konstruieren. Zumindest nicht willentlich und reproduzierbar oder in einer beständigen Gruppe. Jeder Mensch sollte Zugang haben zu den schönsten Gefühlen, Erlebnissen und Rollen. Einem Schauspieler ist dies möglich und deshalb ist es uns allen möglich. Mit den Mitteln des Theaters sind wir potenziell hierzu fähig, vor allem dann, wenn wir einige Theaterregeln in die Realität integrieren (oder andersherum gesehen, wenn wir einige Realitätsregeln ins Theater integrieren). Jeder Mensch kann vom passiven TV Konsumenten zum aktiven Schauspieler werden! Das RealTheater Projekt soll wissenschaftlich begleitet und filmisch dokumentiert werden. Wir alle sind Schauspieler, oder können es werden! Schauspieler spielen mit sehr energievollen Gefühlen und Rollen, indem sie mit der Macht der Fantasie direkt in die Wirklichkeit eingreifen. Das ist nicht echt, die spielen nur? Das kann man aber auch aus einer ganz anderen Perspektive sehen, und zwar besonders dann, wenn man dieses Thema näher beleuchtet. Wenn wir hier von Schauspiel reden, dann meinen wir generell "gutes Schauspiel", das stimmig, glaubhaft und ehrlich (1) realisiert wird. Man glaubt und versteht vieles erst, wenn man es selbst mit seinen Sinnen erlebt hat und fühlt. Deshalb soll am eigenen Leib erfahren werden, dass aus anfangs konstruierter Realität plötzlich glaubwürdige und reale Realität entsteht. Diese Erfahrung ist eine Essenz des Projektes. Ziel ist es, dies in höchstens 3 bis 4 Monaten zu erreichen, möglicherweise schon nach ein paar Tagen. RealTheater ist kein Mittel aus der Realität zu fliehen, sondern eine neue Art die Realität zu sehen und zu gestalten. Wir brauchen für das angehende Kommunikationszeitalter weiterhin eine neue Kultur der völlig offenen und spielerischen Kommunikation miteinander (1). Damit dies funktioniert, sollten Streitgespräche im schauspielerischen Rahmen erfolgen. Dies nimmt der statischen oder egozentrischen Perspektive den tierischen Ernst und erlaubt gleichzeitig jedem die Mitteilung der ungelogenen subjektiven Wahrnehmung. Diese neue und lustvolle Art der Streitkultur, Kommunikation und kollektiver Regie soll ein Bestandteil des Projekts werden. Neue Theaterphänomene - Radikale Theaterformen - Avantgarde Theater Das Realtheater Projekt ist ein Vorstoß
der Schauspiel-Methodik in die Realität. Ist es möglich, spielerisch als Avatar oder Alter Ego (1) zu leben? Ist es möglich sich davon zu befreien immer nur dieselbe "geschichtliche" Ich-Rolle spielen zu müssen? Kann ein Ensemble, das gemeinsam kollektive Regie führt, funktionieren? Das RealTheater benötigt keinen auswendig gelernten Text und kein statisches Drehbuch. Schauspiel ermöglicht, solange improvisierend
gespielt wird, eine gemeinsame Lebenszeit in größtmöglicher
Freiheit, die zum Funktionieren keine hunderte Gesetzbücher, sondern
nur wenige Regeln benötigt, die intuitiv eingehalten werden können.
Leben als gemeinsames SchauSpiel Wir wollen sagen, das Leben auf der Bühne
ist abenteuerlicher, intensiver, freier und schöner als das Leben
außerhalb der Bühne, und wenn das Element der freien Improvisation
(1)
klug eingebettet wird, dann ist die Bühne lebendiger als die "normale"
Welt. Die einzige Grenze, die
es beim Schauspiel gibt, ist die eigene Fantasie. Die Spieler können
ihre Wünsche oder Schlüsselerlebnisse erleben, wenn die Gruppe
mitspielt. ...der Gesellschaft zeigen, dass reales Leben auch mit anderen Spielregeln möglich ist Das RealTheaterprojekt korrespondiert in einem Netz mit vielen theoretischen und praktischen Fachgebieten, deshalb wird bei den Web-Texten auf eine möglichst umfangreiche Verlinkung Wert gelegt. Hier eine Auswahl: Schauspielerische Grundlage: Psychologische und sozialpädagogische Grundlage: In Umkehr zu Satres Theaterstück „Geschlossene
Gesellschaft“ oder zum Kinofilm „Das
Experiment“, basierend auf dem "Stanford-Prison-Experiment"
(der US Stanford Universität), oder dem Film "Die
Welle", sollte erstmals sichtbar werden, wohin es führt,
anstatt einer "Worst Case Simulation" (Gefängnisszenario)
eine "Best Case Simulation" zu inszenieren. Dies wurde weltweit
noch nie getan. Das Stanford Experiment lief auch deshalb aus dem Rahmen,
weil kein Rahmen vorhanden war. Wir arbeiten mit schauspielerischer "Avatar-Technik"
und wie das in "James Cameron’s Avatar
Film – Aufbruch nach Pandora" so schön zu sehen war,
kann ein Avatar jederzeit abgeschaltet werden. Schauspieler fallen jedoch
nicht um, sondern lachen meistens, wenn sie aus der (mit heiligem Ernst
gespielten) Rolle wieder "auftauchen". Wir leben in unsichtbaren Käfigen, die wir uns selbst schaffen und genauso wie beim Tier im zu engen Käfig, leidet dadurch unsere Freude und Lebenslust. Die "Zensur der Verneinung" sitzt bereits in unseren eigenen Köpfen. Diese Käfige können geöffnet werden und wir könnten "losfliegen"! "Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Männer und Frauen bloße Spieler" William Shakespeare (1) „Theater als Profession, die nur wenige ausüben täuscht. Theater ist eine Berufung aller Menschen, es ist die wahre Natur der Menschheit.“ Augusto Boal (1) "Jeder Mensch ist ein Künstler" Joseph Beuys (1) Der Planet ist eine Kugelbühne?
Text: Neo von Terra alias
Hans Mack (1)
2012 Wir freuen uns über Unterstützung oder Mitarbeit! (1)
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